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Es war die größte Record-Release-Party, die Berlin je gesehen hat. Mit 17.000 Fans feierten Metallica in der neueröffneten 02-World die Veröffentlichung von "Death Magnetic".
Bühne in der Hallenmitte!
Ein "besonderes Konzert" hatte die Band im Vorfeld angekündigt. Und das war es auch, wenn auch Vieles nicht so war, wie ursprünglich angekündigt. So wurde die Spielzeit im Vorfeld mit 60 Minuten angegeben, immer noch fair für den Eintrittspreis von nur 10 Eure - gut zwei Stunden sind es dann geworden. Beschwert hat sich darüber allerdings niemand...
Auch die Setlist war nicht so radikal, wie angekündigt: Neben neuen Songs versprachen Metallica, lediglich sehr selten gewspielte Songs zum Besten gegeben. Die gab es durchaus, "Jump in the Fire", "Of Wolf and Man", "Blitzkrieg" oder die "Load"-Single "Until it sleeps" hat man tatsächlich lange nicht bei einer Metallica-Show gehört, um so begeisterter wurden sie aufgenommen. Doch es wurden auch Standards wie "One", "For whom the Bell tolls" oder das unverzichtbare "Seek & Destroy" zum Abschluss eingestreut, die der Stimmung natürlich keinen Abbruch taten - wer würde sich über einen Song wie "Master of Puppets" nicht freuen?
Dafür gab es auch Neues: Nach dem obligatorischen Gänsehaut-Intro "The Ecstasy of Gold" von Ennio Morricone wurde gleich mit dem "Death Magnetic"-Opener "That was just your Life" losgemetert. Leider gingen die vielen Feinheiten dieses großartigen Songs, wie auch beim folgenden "The End of the Line" noch im Soundbrei unter. Trotzdem liess sich schon jetzt absehen, wie nahtlos sich die neuen Stücke ins Soundbild der Klassiker von "Master of Puppets" einfügen - genau auf solches Material hatte die Fangemeinde gewartet. Die besten Reaktionen des neuen Albums erntete aber die Single ""The Day that never comes" - kein Wunder, hatte dieser sehr melodische Track doch auch schon ein paar Tage länger Zeit, sich in die Hirne der Hörer zu brennen.
Und noch zwei Überraschungen gab's:
Musikalisch: "Frantic" aus dem umstrittenen und auch von der Band im Rückblick zwiespältig bewerteten Album "St.Anger" wurde ausgepackt und fügte sich überraschend harmonisch ins Set ein.
Optisch: Metallica liessen eine alte Tradition wieder aufleben und platzierten die Bühne in der Hallenmitte. Durch ein Dutzend Mikros, die überall am Bühnenrand verteilt waren, konnten sich die Musiker völlig frei bewegen - und das taten sie auch. Selbst Drummer Lars bewegte sich, wann immer möglich von seinem Set weg. Auf Special-Effects wie die Pyros bei "One" wurde dafür komplett verzichtet, lediglich bei "Blitzkrieg" wurden riesige Metallica-Luftballons von der Hallendecke heruntergelassen - eine Aktion, die den Partycharakter des Konzertes noch unterstrich.
Am Ende hatte wohl jeder das Gefühl, einem wirklich besonderen Ereignis beigewohnt zu haben - mit Sicherheit auch die Band. Die gab sich unverkrampft wie selten, die durchmischte Setlist schien ihnen ähnlich viel Spaß zu machen, wie die erstmalige Präsentation der neuen Stücke, die sie mit sichtlichem Stolz erfüllen. Angesichts der insgesamt weniger ersnten Präsentation fielen dann auch die üblichen Spielfehler und Timing-Unsicherheiten von Lars Ulrich nicht so ins gewicht - es war eben alles einfach ein großer Spaß mit der größten Metalband unserer Zeit. Für die hat sich der Einsatz übrigens gelohnt - Am ersten Verkaufstag gingen in Deutschland von "Death Magnetic" mehr Alben über die Ladentische als von allen anderen Charts-Alben zusammen....
Fotos
Metallica Live O2-Arena Berlin
Metallica bricht alle Rekorde. Ihr Album Death Magnetic führt in 26 Ländern die Spitze der Charts an.






















