Bunt waren sie und überraschend - die jungen Wilden lösten bei den EMAs 2008 die alten Größen ab. Mit einer Ausnahme...
Abräumer. Britney und 30 Seconds to Mars!
Bunt waren sie, die EMAs 2008. In einer trüben Novembernacht im britischen Liverpool regierten die Farben. Dazu trug nicht unwesentlich die souveräne Gastgeberin Katy Perry bei, die vor allem "fruchtig" unterwegs war: Ob im Apfel, auf Kirschen oder einer Banane - Katy war im Obstfieber. Aber auch musikalisch war es kunterbunt: The Killers boten eine futuristische Performance in einem riesigen Stahlwürfel, Kanye West präsentierte seine neue Single "Love Lockdown" minimalistisch im weißen Anzug auf leerer weißer Bühne, die nur durch die später hinzustoßende Estelle Farbe bekam. Gemeinsam besangen sie den "American Boy" - Barack Obama, dessen Konterfei am Ende der Performance von der Videowand lächelte.
Überhaupt war Obama, obwohl nicht anwesend, der offensichtliche Star des Abends - niemand empfang so viele Sympathie-Bekundungen. Nicht einmal die Abräumer des Abends: 30 Seconds to Mars, die die VIP-Bar im "Glamour-Pit" betreuten und Awards für "Rockout" und "Videostar" abräumten, und Britney Spears, die für ihr umstrittenes "Blackout" den Award für "Album of the Year" und dazu den für "Best Act 2008" bekam. Persönlich anwesend war sie leider nicht, bei ihrer Videobotschaft machte sie aber einen aufgeräumten Eindruck - keine Spur mehr von den Abstürzen der letzten Jahre.
Der Deutsche Triumph: Tokio Hotel hängten in der Kategorie "Headliner" internationale Megastars wie Metallica oder Linkin Park ab. In der Kategorie "Best Act Ever" mussten sich aber auch die Jungspunde aus Magdeburg geschlagen geben - von jemandem, den zuvor niemand auf der Rechnung hatte: 80s-Star Rick Astley bekam den Award. Erschienen ist der Überraschungssieger aber nicht persönlich, deshalb nahm Laudator Perez Hilton sich der Trophäe an: "Ich wollte schon immer eine haben!"
Im Gegensatz zu Perez Hilton hat sich Sir Paul McCartney seinen 'Ultimate Legend Award' verdient. U2-Sänger Bono ließ es sich nicht nehmen den Liverpooler und Ex-Beatle für sein Lebenswerk zu ehren.
Optisch schönster Moment des Abends: Bei der Performance von Pink gipfelte eine gewaltige Kissenschlacht auf der Bühne in einem Meer aus 40.000 Federn, die sich über das Publikum ergossen - Was für ein Finale!
Alle Gewinner auf einen Blick:
Most Addictive Track: P!nk 'So What'
Video Star: 30 Seconds To Mars 'A Beautiful Lie'
Headliner: Tokio Hotel
Ultimate Urban: Kanye West
Rock Out: 30 Seconds To Mars
Artists Choice: Lil Wayne
Act of 2008: Britney Spears
Ultimate Legend: Sir Paul McCartney
Album of the Year: Britney Spears Blackout
Europe's Favourite Act: Emre Aydin (Turkey)
New Act: Katy Perry
Best Act Ever: Rick Astley
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