Anschlag in Orlando: Wie findet man Worte für ein alt bekanntes Problem?

Immer wieder spricht US-Präsident Obama von einer Änderung der Waffengesetze. Doch wieso ändert sich nichts? Die neusten Infos zum Anschlag in Orlando.

Die Fakten:

Gestern Nacht sind bei einem Angriff auf einen Nachtclub in Orlando (Florida) 50 Menschen erschossen worden, viele weitere Opfer schweben in Lebensgefahr. Der Anschlag ist aufgrund der hohen Opferzahl der schlimmste in der bisherigen US-Geschichte.

Bei dem Schützen handelt es sich um Omar Mateen (29), US-Bürger afghanischer Herkunft. Er lebte rund 200 Kilometer südlich von Orlando in Port St. Lucie und arbeitete für den Sicherheitsdienst G4S. Omar Mateen soll ‘Krieger des IS’ gewesen sein, das liess die Jihadistenmiliz kurz nach dem Anschlag verlauten. Omar Mateen hatte in dem gut besuchten Gay-Club das Feuer eröffnet und Geiseln genommen. Er selbst wurde bei der Stürmung des Clubs durch die Polizei erschossen.

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Die Rede von Obama:

“Es ist ein herzzerreissender Tag für alle unsere Freunde, die lesbisch, schwul, bisexuell oder transgender sind. Der Täter hat sich einen Nachclub ausgesucht, in dem Leute mit ihren Freunden zusammengekommen sind, um zu tanzen und um das Leben zu feiern. Und dieser Ort war mehr als ein Nachtclub, es war ein Ort der Solidarität, ein Ort an dem Leute zusammen gekommen sind, die sich trauen für sich einzustehen und für ihre Rechte kämpfen. Unabhängig von Rasse, Ethnie, Religion oder der sexuellen Orientierung geht dieser Anschlag uns alle etwas an, denn er verletzt unsere Werte der Gleichberechtigung und Würde, die unsere Nation ausmachen.

Der Schütze war bewaffnet mit einer Pistole und einem Sturmgewehr. Es ist wieder eine Erinnerung daran, wie einfach es ist an Waffen zu gelangen und Menschen in Schulen, in Kinos oder in Nachtclubs zu erschiessen. Und wir müssen entscheiden, was für ein Land wir sein wollen. Dagegen aktiv nichts zu tun, ist auch eine Entscheidung."

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Waffengesetze in den USA:

Nach unzähligen Amokläufen in den USA beklagt Präsident Obama immer wieder die Waffengesetzte in den USA, sagt, es könne nicht sein, dass jemand, der anderen schaden wolle so leicht an Waffen käme. “Wir sind das einzige fortschrittliche Land der Erde, das diese Massen-Schießereien alle paar Monate erlebt”, So Obama nach dem Amoklauf in Oregon. Sowohl die Berichte über Amokläufe als auch die darauf folgenden Debatten seinen zu einer traurigen Routine geworden. Bei allen Bemühungen für ein schärferes Waffengesetzt ist Obama in den letzten Jahren immer wieder am Widerstand der Republikaner gescheitert. Findet kein Umdenken in den amerikanischen Köpfen statt, wird es weiterhin so einfach sein, an Waffen zu gelangen.

Montag, 13. Juni 2016