Lady Gaga redet über ihre Vergewaltigung: "Ich dachte, es war mein Fehler"

    Für den Film "The Hunting Ground" erzählte Lady Gaga erneut von ihren schrecklichen Erlebnissen.

    Lady Gaga, die 1000-Watt-Lady des Showbiz und gerade erst zur Frau des Jahres gekürt, schockte uns im letzten Dezember mit einer Beichte: Mit 19 Jahren, noch vor ihrer großen Karriere, sei sie von einem 20 Jahre älteren Musikproduzenten vergewaltigt worden.

    Nun fügte die 29-Jährige noch mehr Einzelheiten zu diesem albtraumhaften Erlebnis hinzu. Bei einer Diskussionsrunde für die Dokumentation “The Hunting Ground” über die hohe Rate an Vergewaltigungen an US-Unis ließ Lady Gaga tief in ihr Innerstes blicken:

    __„Ich wusste nicht, wie ich darüber überhaupt nachdenken soll, ich wusste nicht, wie ich es akzeptieren soll, ich wusste nicht, wie ich mich nicht selbst beschuldigen oder es als meinen Fehler ansehen soll." __

    Sieben Jahre lang habe sie über diesen Vorfall geschwiegen, aus Scham. Danach war sie nicht mehr dieselbe:

    “Es war etwas, das mein gesamtes Leben veränderte. Es änderte mich vollständig. Es veränderte meinen Körper, es veränderte meine Gedanken.”

    Wegen ihrer persönlichen Erfahrung traten die Macher von “The Hunting Ground” an Lady Gaga heran und baten sie um einen Song für ihre Doku. Heraus kam die überaus emotionale Ballade “Til It Happens To You”, die für den Grammy nominiert ist. Gaga hofft, mit dem Song und ihrer eigenen Erfahrung es möglichen Opfern unter ihren Fans zu ermöglichen, endlich offen zu ihren Erlebnissen zu stehen.

    >>> Der Song über Vergewaltigung an US-Unis "Til It Happens To You"

    “Ich bin hier, weil ich in das Meer an schönen, jungen Gesichtern schaue, für das ich singe und tanze. Ich sehe eine Menge an Leuten, die schrecklich belastende Geheimnisse mit sich herumtragen. Wir wollen nicht, dass du deinen Schmerz innen behältst und wie einen alten Apfel immer und immer über die Ladentheke rollen lässt. Werde den Dreck los. Lasst uns ihn gemeinsam loswerden.”

    Sonntag, 13. Dezember 2015