MTV Album der Woche: Nicki Minaj

Die Chartqueen 2014 meldet sich mit ihrem Album "The Pinkprint" auf der ganz großen Bildfläche zurück.

MTV Album der Woche: Nicki Minaj – The Pinkprint

Die Überlegenheit, die Nicki Minaj als Künstlerin in diesem Jahr ausstrahlte, ist etwas, auf dass die Dame im Prinzip seit Jahren hinarbeitet. Anfänglich war es der R’n’B-Hype in den Staaten, der ihr Aufmerksamkeit verschaffte – hierzulande aber zeitgleich das Gefühl aufkommen ließ, es würde sich allein um ein US-Phänomen handeln, dass ihr wie vielen andere Künstlern zuvor den Sprung über den großen Teich nicht ermöglichen würde. Dies stellte sich mit der Single Anaconda vor ein paar Monaten als großer Irrtum heraus: Neben J.Lo und Iggy Azalea zog sie quasi im Alleingang an die vorderen Plätze der Charts und bewies dort angekommen, ein Durchhaltevermögen, dass manche inzwischen der Meinung sind, es habe 2014 keinen größeren Hit gegeben.

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Was ihr natürlich egal sein kann, ob dies stimmt oder nicht, denn die nächste Herausforderung liegt für sie vor: Mit dem zugehörigen Album namens The Pinkprint den Erfolgsdruck anzunehmen und freilich künstlerisch dort anzuknüpfen, wo die vielgehörte Single hindeutete. Gelingt ihr dies? Um es abzukürzen: Ohne jede Frage – Ja! Die Songs sind ähnlich auf den Punkt gebracht, haben die teils schwindelerregende Mischung aus Popsounds, R’n’B-Versatzstücken und Elemente der Elektronik zu bieten – sowie, und das ist eigentlich das Highlight von The Pinkprint, alles zusammengenommen funktioniert als ganzes Album.

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Es ist nämlich nicht so, dass man unfreiwillig auf Anaconda wartet, weil der Rest meist nur Füllwerk für einen Longplayer geworden ist, der drei bis vier credibile Hits abliefern soll – The Pinkprint wurde von Minaj und ihrer Entourage als vollwertiges Album aufgenommen und schafft den Spagat zwischen Blick auf die Charts und eben nicht anbiedernder Selbstständigkeit. Es vollendet quasi, was die Vorgänger Releases – zwei an der Zahl – begannen und zeigt hinter der Musikerin Nicki Minaj auch eine Künstlerin, die durch ihr extrovertiertes Auftreten ihre eigene Karriere an einen Punkt befördert hat, an dem nichts mehr dem Zufall überlassen wird. Das Gesamtpaket quasi ähnlich kompakt wie bei einer Lady Gaga geschnürt zu sein scheint.

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Damit ist The Pinkprint eines der späten Highlights dieses Jahres und kann sich über die volle Distanz sehen lassen. Anaconda ist zum Glück auch kein Track der für sich alleine steht, er bekommt eine Menge weiterer Highlights angestellt.

Label: Republic/Universal Vö: bereits erschienen

Tracklist:
1. All Things Go
2. I Lied
3. The Crying Game (feat. Jessie Ware)
4. Get On Your Knees (feat. Ariana Grande)
5. Feeling Myself (feat. Beyonce)
6. Only (feat. Chris Brown, Lil Wayne & Drake)
7. Want Some More
8. Four Door Aventador
9. Favorite (feat. Jeremih)
10. Buy A Heart (feat. Meek Mill)
11. Trini Dem Girls (feat. Lunch Money)
12. Anaconda
13. The Night Is Still Young
14. Pills and Potions
15. Bed Of Lies (feat. Skylar Grey)
16. Grand Piano
17. Big Daddy (feat. Meek Mill)
18. Shanghai
19. Win Again
20. Mona Lisa
21. Put You In A Room

Und das vergangene MTV Album der Woche findet ihr hier.

Montag, 15. Dezember 2014