Conchita Wurst: Das steckt hinter dem Bart

Die ESC-Gewinnerin kann sich auch als Mann durchaus sehen lassen.

Mit ihrer Ballade ‘Rise Like A Phoenix’ hat Conchita Wurst am vergangenen Wochenende beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen ganz Europa verzaubert. Die österreichische Travestiekünstlerin konnte am Ende der Show mit 52 Punkten Vorsprung den Titel für ihr Land gewinnen.

Für ihren Auftritt bekam Conchita allerdings nicht Lob. Besonders aus dem konservativen und in großen Teilen homophoben Russland gab es böse Kritik. Der nationalistische Abgeordnete Wladimir Schirinowski sagte im russichen TV: ‘Unsere Empörung ist grenzenlos, das ist das Ende Europas. Da unten gibt es keine Frauen und Männer mehr, sondern stattdessen ein Es’. Selbst in ihrer Heimat Österreich forderten Politiker der rechtspopulistischen FPÖ, lieber einen anderen Interpreten nach Kopenhagen zu schicken.

Doch gegen Hassbotschaften setzt Conchita Wurst mit ihrem ESC-Auftritt ein starkes Signal für Toleranz und Gleichberechtigung in Europa. Die Travestiekünstlerin hat zudem nicht nur eine glamouröse Seite. Als Tom Neuwirth, so ihr richtiger Name, erreichte Conchita 2006 den zweiten Platz in der österreichischen Castingshow ‘Starmania’. Ein Jahr später war er Teil der Boygroup ‘jetzt anders!’, die sich allerdings nach wenigen Monaten schon wieder auflöste.

Nach der Ausbildung an einer Modeschule entstand 2011 die Kunstfigur Conchita Wurst. Unter diesem Namen ging es dann zur Talentshow ‘Die große Chance’, wo Conchita den sechsten Platz belegte. Der Rest ist Legende!

Dienstag, 13. Mai 2014