MTV Special Nick Mulvey: Keine Trauer unter Palmen

Wir kündigten Nick Mulvey bereits zu Beginn des Jahres als hoffnungsvollen Newcomer an, jetzt erscheint sein Debüt "First Mind".

“Ich bin gar nicht so melancholisch wie alle glauben”

Ein richtiger Neuling ist Nick Mulvey eigentlich nicht mehr. Bereits vor einigen Jahren sorgte der englische Multiinstrumentalist für allerhand Aufsehen: Mit seiner Band Portico Quartet war er 2008 neben Radiohead und Adele für den renommierten Mercury Prize nominiert und wollte trotz dieses Einstands als Musiker nicht länger mit den damaligen Kollegen an einem Strang ziehen, entschied sich für die Solokarriere und legt nach langem Anlauf nun das Debüt First Mind vor.

>> Die vielversprechenden Newcomer 2014 könnt ihr hier im Video-Special sehen.

Dabei überrascht es am meisten, dass er zwar sehr reduzierten, aber keineswegs traurigen Songwriterpop auf dem Erstling präsentiert – die Briten goutierten dies unlängst und hievten seine Single Cucurucu in die Top 30 der heimischen Charts. Nun gilt es für Mulvey auch hierzulande den erfolgreichen Einstand zu bestätigten und dafür reiste er mit seiner Freundin eigens nach Berlin und stellte sich den Fragen der Journalisten.

>> Zum Video zu Nick Mulveys ersten Hit 'Cucurucu' geht es hier entlang.

Wir sprachen mit ihm im MTV Interview über die Bürde des zweiten Starts, warum Kuba seine Leidenschaft fürs Gitarre-spielen entfachte und warum er solch persönliche, teilweise autobiographische Songs schreiben muss.

Wieso eine zweite Chance die erste sein kann…

Nick Mulvey: Natürlich würde mir jeder Karriereberater sagen, ich hätte lieber bei meiner alten Band Portico Quartett bleiben sollen. Immerhin hatten wir die Nominierung beim Mercury Prize neben Radiohead und Adele erreicht – was großartig war und bleibt. Musik ist allerdings eine Leidenschaft für mich und ich habe das Glück damit Geld verdienen zu können, insofern kann man das nicht mit Karriereplänen im Hinterkopf angehen.

Warum das weit entfernte Kuba die Leichtigkeit in Mulveys Leben brachte…

Nick Mulvey: Ich kenne das ja selbst, du erzählst jemanden, dein Instrument ist die Akustikgitarre und Songs eine Art Tagebuch. Da kommen gleich die Vorurteile, dass du ein melancholischer Typ sein musst. In Kuba entdeckte ich allerdings den Kniff, dass selbst bei Themen, die dir nahegehen, die dazugehörige Musik einen Kontrapunkt setzen kann und eben nicht total melancholisch sein muss.

Songs über die Erderwärmung müssen andere schreiben…

Nick Mulvey: Mir bleibt keine andere Wahl, als darüber zu singen, was mir wiederfahren ist. Zwar versuche ich aus den persönlichen Erlebnissen fiktive Geschichten zu konstruieren, aber manchmal passiert es vermutlich schon, dass der ein oder andere Mensch aus meinem Umfeld sich wiedererkennt. Direkt darauf angesprochen hat mich noch niemand, könnte aber passieren. >> Bei uns als Newcomer auch ganz hoch im Kurs: Thomas Azier. Hier geht es zum Video- und Interview-Special.

Ganz bald sogar, denn First Mind erblickt dieser Tage das Licht der Welt und wenn alles mit rechten Dingen zugeht, wird die Platte ähnlich dem Erfolg in England auch hierzulande die Fankurve von Nick Mulvey füllen. Ein bisschen Melancholie besitzt er schon, schlechte Stimmung findet indes woanders statt.

Aktuelles Album: Nick MulveyFirst Mind (Caroline/Universal)

>> Alle Infos zu Nick Mulvey gibt es hier.

Freitag, 09. Mai 2014