MTV Album der Woche: Muse

8 Juni 2015
MTV Album der Woche: Muse - Drones
Erstaunlich an der Karriere von Muse ist, dass sie eigentlich erst in eine Liga mit Coldplay oder den Foo Fighters aufstiegen, als ihre Musik selbst überhaupt nicht mehr Chart-tauglich war. So geschehen im Jahre 2006 mit dem opulenten Konzeptwerk 'Black Holes And Revelations', auf dem es keinerlei Single-Material gab, die Tracks aber die erste Liga des voluminösen Stadionrocks trotzdem erreichten. Im vollkommen positiven Sinne, denn wie Bon Jovi klangen Muse bekanntlich nie. So auch 2015 nicht. Ein Jahr jedoch, dass die Band um Frontmann Matthew Bellamy direkt zu ihren Teenagertage zurückführt und zum 20. Jubiläum ein Trio feiert, dass gar kein Interesse daran hat, erwachsen zu werden.
>>> Die brandneuen Videos der Woche gefällig? Bitte sehr.
Ein Annahme, die zum einen auf dem Instrumentarium beruht - welches dieses Mal viel reduzierter den Mittelpunkt des Songwritings einnimmt als es zuletzt auf 'The 2nd Law' noch mit viel Brimborium der Fall war. 'Drones' konzentriert sich auf das Kerngeschäft der drei Mitglieder und stellt Gitarre, Schlagzeug, Bass ganz bewusst heraus. Wuchtig und wütend klingen die Kompositionen dadurch, keine unnötigen Überbauten werden hinzugefügt und wenn Bellamy meint, dies sei eine Rückkehr zu den Ausgangspunkten, von denen Muse einst die Rockwelt einnahmen, dann behält er bis zum letzten Akkord auf 'Drones' damit recht. Schon lange klang das Trio nicht mehr so spontan und ruppig wie hier.
">>> Zum neuen Muse-Video 'Dead Inside' geht es hier entlang."
oftmals bemühten Queen Vergleiche können also gleich steckengelassen werden. Wohingegen textlich das ähnlich häufig erwähnte Konzeptuelle beibehalten wird. 'Drones' skizziert ein Endzeitszenario, bei dem ein Krieg in unbekannter Zukunft stattfindet, der ganz ohne menschliche Beteiligung auskommt. Science Fiction quasi, woran sicher tausende von gestanden Bands regelmäßig scheitern würden, gelingt dieses Thema Muse ohne auch nur an einer Stelle belustigend zu wirken. Hierin unterscheiden sie sich definitiv von der Konkurrenz. Alles geht einher, die Musik, die Texte, die Darbietung und der Mut zum Risiko es auch einmal mit Grandezza an die Wand fahren zu wollen. Ehe man zu sehr auf Nummer sicher geht.
>>> Wollen da erst noch hin, wo Muse schon sind: Auf die ganz große Bühne könnten es Of Monsters And Men mit ihrem zweiten Album schaffen - seht unser MTV Video-Special.
Wer jedoch hoffte, dass Muse mit 'Drones' nach zwei erstaunlich versierten Vorgängern nun die berühmte Bruchlandung hinlegen, wird sich getäuscht sehen. Bellamy & Co. ist wieder einmal gelungen, was sie sich vorgenommen haben und allein dies schaffen ist beeindruckend. Bis zum Schluss.
Label: Warner Vö: bereits erschienen
Tracklist:
1. Dead Inside
2. [Drill Sergeant]
3. Psycho
4. Mercy
5. Reapers
6. The Handler
7. [Jfk]
8. Defector
9. Revolt
10. Aftermath
11. The Globalist
12. Drones
Und das vergangene MTV Album der Woche gibt es hier.

Neueste News

Darum musste Camila Cabello ins Krankenhaus eingeliefert werden

Stars & Celebrities

Ariana Grande richtet sich mit diesen rührenden Worten an ihre Fans

Stars & Celebrities

Video: Die schönsten Looks der Billboard Music Awards 2018

Stars & Celebrities

Demi Lovato liebt das Single-Sein

Stars & Celebrities

Mit diesem Freundschafts-Rap disst Nicki Minaj die Schwestern von Haim

Stars & Celebrities

Chrissy Teigen und John Legend zeigen ihr Söhnchen Miles

Stars & Celebrities

10 strikte Regeln, an die sich Meghan Markle von nun an halten muss

Stars & Celebrities

“Fuck Instagram“: Iggy Azalea zeigt sich nackt auf der Fotoplattform

Stars & Celebrities