Sex und Geschichtslehre: Blood Orange kommt mit drittem Album

20 April 2016
Wer von euch Dev Hynes alias Blood Orange als Solo-Musiker noch nicht auf dem Schirm hatte, kennt ihn bestimmt von seiner Arbeit mit den großen Namen der Musikindustrie: Der Londoner wurde bekannt durch Songs, die er unter anderem für FKA twigs, Sky Ferreira, Solange Knowles, Florence and the Machine, Kylie Minogue, The Chemical Brothers und Carly Rae Jepsen schrieb. Nach einigen Band- und Einzelprojekten macht er sich seit 2009 einen Namen als Blood Orange. Und das ziemlich erfolgreich: So lieferte er Songs für die MTV Sendung Skins und den Film „Palo Alto“, tourte mit Florence Welch und ihrer Band, veröffentlichte 2011 sein Debüt „Coastal Grooves“ und zwei Jahre später den Nachfolger „Cupid Deluxe“ (auf dem sogar ein Gastauftritt von Skepta zu hören ist), hatte ein Duett mit Nelly Furtado bei „Hadron Collider“. Sein smoother Mix aus R’n’B, Funk, Pop und Indie kommt an.
Nun postete Devonté (so sein voller Vorname) auf seinem Instagram ein Foto, mit dem er ankündigt, dass sein drittes Studioalbum „Freetown Sound“ schon sehr bald releast wird. Mit dem renommierten V Magazine sprach er über sein neustes Werk und verkündete, dass es sehr persönlich ist, von Sex, dem Gefühl der Deplatzierung und dem Leben in der Stadt handelt. Außerdem beschäftigt es sich mit seiner Kindheit und der Person, die er heute geworden ist: „This is a very layered and very deep record for me. There’s a lot of meaning behind all of the choices I’ve made for this one. It looks into my childhood and examines who I am at this point in my life.“ Und es geht tiefgründig weiter: „The record addresses the way Christianity was brought to West Africa and the way black households held on very tightly to Christianity because it was this beacon of hope…and how eventually this somehow led to someone in a school telling me not to use my left hand. (...) It’s been very interesting for me trying to understand and tie all of these things together. It’s been a way of working through it. There’s also a lot of stuff about race and specifically things that have happened to me.“ Blood Orange erforscht seinen Weg, seine Herkunft und die Gesellschaft in seinem kommenden Album bis ins Detail. Wir sind gespannt, welche vertonten Geschichten sich daraus ergeben.

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