SMS-Selbstmord: Michelle Carter wird schuldig gesprochen

18 Juni 2017
"Es ist an der Zeit. Du bist bereit. Du weißt das. Denke nicht mehr darüber nach. Wenn du vom Strand kommst, musst du es tun. Heute Nacht ist die Nacht."
Das ist die letzte SMS, die Michelle Carter ihrem Freund Conrad Roy am 12. Juli 2014 geschickt hatte. Kurze Zeit später war er tot. In seinem Auto hatte sich der 17-jährige mit Abgasen, die in seinen Wagen gepumpt wurden, auf einem Parkplatz eines Supermarktes in Bosten umgebracht. Die Polizei findet ihn am nächsten Morgen. Suizid durch Kohlenmonoxid-Vergiftung.
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Drei Jahre nach diesem Ereignis steht Michelle Carter vor Gericht. Die Anklage: Fahrlässige Tötung. Die Begründung: Carter hätte den Suizid ihres Freundes verhindern können.
Die Gegenseite argumentiert: Roy wollte sich so oder so das Leben nehmen. "Conrad Roy hatte die Idee, sich das Leben zu nehmen“, konterte Carters Verteidiger, laut Mediendienst AP. “Das war ein trauriger und tragischer Suizid, aber kein Mord.”
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Tragisch: Carter war während Roys Todeskampf am Telefon und hörte zu!
Jetzt hat das Gericht in diesem heftigen Fall entschieden. Schuldig im Sinne der Anklage! Das Strafmaß soll am 3. August bekannt gegeben werden. Michelle Carter drohen bis zu 20 Jahre Haft.

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