Jetzt aber! Mit dem vierten Album "Highway Poetry" will Karin Park endlich durchstarten - wie sie im MTV Interview erklärt.
Freitag, 10. August 2012
"Die Vergleiche mit Fever Ray stören mich nicht"
Obwohl Karin Park hierzulande noch unter dem Deckmantel eines Newcomers durch die Gazetten schwebt, ist sie in ihrer schwedischen Heimat bereits mit mehreren Awards ausgezeichnet wurden. Musikalisch legten die bislang veröffentlichten Platten einen abwechslungsreichen Stilmix hin: Von Lykke Li über Robyn, landet sie mit Highway Poetry schließlich bei Fever Ray und doch ist es nicht nur eine Kopie des Ganzen - Park hat schnelle, trockene Elektrotracks am Start und erklärte uns im MTV Interview, warum es damit ein für alle-mal klappen soll.
mtv.de: Ein Frage gleich zu Beginn - wie kommt es, dass eine ehemalige Schülerin einer japanischen Missionarsschule sich so lasziv in ihren Videos gibt?
Karin Park: Das ist ja schon ewig her. Mein Vater hatte damals beruflich in Japan zu tun und es war kein Kloster, in dem ich weite Teile meiner Kindheit verbrachte: Vielmehr wurde auf Erziehung und Benimm geachtet, darin war ich immer gut und jetzt beherrsche ich mich ja auch, läuft niemand nackt in meinen Videos rum. (lacht)
mtv.de: Die musikalische Bandbreite deiner bislang veröffentlichten Alben ist erstaunlich. Als hättest du erst mal alles ausprobiert, ehe es jetzt zum Elektropop kam.
Karin Park: Wenn du jung anfängst und nicht genau weißt, in welche Richtung sich deine Sounds entwickeln sollen, hast du zwei Möglichkeiten: (überlegt) So lange warten, bis sich etwas Konkretes herausschält oder einfach die ersten Sachen aufzunehmen und schauen, wo die Reise hingeht.
mtv.de: Ist es manchmal frustrierend, wenn man als schwedische Künstlerin in Skandinavien Erfolge feiert und der Rest Europas nichts davon mitbekommt?
Karin Park: Überhaupt nicht, denn keines meiner bislang erschienenen Alben wurde außerhalb meiner Heimat herausgebracht. Es gab sie nur als Import und „Highway Poerty“ macht nun den ersten Versuch - ich hoffe, er haut hin.
mtv.de: Einen ziemlich berühmten Fan hast du sogar schon: David Bowie schwärmt von dir - wie fühlt sich das an?
Karin Park: Als hätte man es geschafft. Ich meine, wir sprechen hier von einem Künstler, der Generationen von Musikern beeinflusste und plötzlich Karin Park lobend erwähnt. Solche Sachen sind wahnsinn und ich freue mich total!
mtv.de: Neben der Musik scheinst du auch ein gesteigertes Interesse an Mode und Fashion zu haben.
Karin Park: Definitiv, es ist wichtig, dass meine Musik nach außen gut repräsentiert wird. Ich könnte natürlich genauso meine privaten Sachen anziehen und damit auf die Bühne gehen. Aber alle Künstler die mich beeinflussten - wie zum Beispiel David Bowie - haben immer großen Wert auf die Art und Weise gelegt, wie sie ihre Bühnenshows, Pressebilder oder Videos gestalten. Mir macht das ebenso Spaß.
mtv.de: Den Elektro-Pop-Mix auf 'Highway Poerty' hast du im Studio mit deinem Bruder aufgenommen. Lief das zwischen euch reibungslos ab?
Karin Park: In aller Regel schon und wenn wir mal Meinungsverschiedenheiten haben, dann entwickelt man über die Jahre eine Methode diese zu klären - wir sind auf jeden Fall sehr ehrlich miteinander und der eine sagt dem anderen stets, was er gerade über ihn denkt. Dass ist der Vorteil, wenn du eine Familie bist, Ehrlichkeit.
mtv.de: Die ersten Vergleiche mit Fever Ray stören dich also nicht?
Karin Park: Meine Stimme ähnelt ihrer, das ist richtig. Was daran liegt, dass wir eine bestimmte Technik verwenden und als Kopie kann man das nicht bezeichnen: Meine Songs sind schon ein wenig schneller als die von Fever Ray; andererseits habe ich kein Problem damit verglichen zu werden – sehe das eher als Kompliment.
Aktuelles Album: Karin Park - Highway Poerty (!K7/Alive, 17.8.12)
>> Alle Infos zu Karin Park findet ihr hier.
>> Zum aktuellen Clip 'Restless' geht es hier entlang.
Karin Park auf Tour:
21.09.2012 Berlin - Berghain
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