Robert Pattinson: richtig abfeiern als Single!
Von Trennungsschmerz keine Spur, RPattz lässt es richtig krachen ohne Kristen.
"Zum Glück hatten wir die Demos vor diesen Freaks gerettet"
Wenn der Guardian und Stereogum einhellig behaupten, dass Friends den hinreißensten Indiepop aktuellen Jahrgangs spielen, muss da was dran sein. Und kleine Brötchen backen wollen die Fünf aus Brooklyn/New York City keineswegs - nennen ihr erstes Album gleich Manifest! und erwischen tatsächlich den Sound der Stunde damit. 'Wir hatten einfach Glück, dass unsere Musik gerade den Nerv der Zeit trifft und hoffen, dass das so bleibt', rudern Friends im MTV Interview angenehm zurück und trotzdem wissen Gitarristin Nikki Shapiro und Keyboarder Matthew Molnar wie die Uhren ticken.
mtv.de: Ihr wirkt auf den Pressebildern wie ein bunt zusammengewürfelter Haufen - wie kam es dazu, dass Friends konkrete Züge annahmen?
Nikki Shapiro: Ich kenne Sam (Samantha Urbani, Sängerin von Friends, A.d.R.) schon seit dem Sandkasten und wir sind jahrzehntelange Freunde. Zwischenzeitlich verlor man sich ein wenig aus den Augen, aber dann trafen wir uns Job-bedingt im New Yorker Restaurant Angelicas Kitchen wieder. Indem auch der Rest der Band als Servicekraft arbeitete - so kam eins zum anderen und Friends entstanden.
mtv.de: Man liest zugleich, dass Samantha nicht von Beginn an Feuer & Flamme für das Projekt war und die Heimat erstmal gen Berliner verließ, die Band quasi auf Eis legte.
Nikki Shapiro: Das stimmt und es kam sogar noch dicker: Ihre Zwischenmieter in New York stellten sich als totale Freaks heraus und räumten ihr die Bude leer, während sie bei euch in Deutschland wohnte. Zum Glück hatten wir die Demos gerettet, weil Matthew sie auf seinem Rechner zwischengespeichert hatte.
mtv.de: Also warst du das sprichwörtliche Glück im Unglück?
Matthew Molnar: (lacht) So würde ich das nicht bezeichnen, denn meine Versionen waren bereits von mir nachbearbeitet und Sam ärgert sich heute noch über den Diebstahl, da sie ihre Demos humorvoller fand und den Sinn für Ironie und leichtem Sarkasmus nun etwas vermisst.
Nikki Shapiro: Insofern hat sie doch einen Hass auf die Freaks, die ihre Wohnung räumten.
mtv.de: Was die ersten Reaktionen angeht, scheint ihr mit "Manifest!" aber alles richtig gemacht zu haben - die Blogs feiern euch als 'beste Indieband 2012', stolz darauf?
Matthew Molnar: Womit wir nicht gerechnet haben, weil unsere musikalischen Backgrounds kaum unterschiedlicher sein könnten. Ich wuchs zum Beispiel mit The Jesus & The Mary Chain auf, während Nikki gerne den Tom Tom Club hörte.
Nikki Shapiro: Korrekt und anfänglich waren wir der festen Überzeugung, dass das niemals zusammengehen würde. Zum Glück irrten wir uns. (beide lächeln)
mtv.de: Ein Debütalbum gleich als "Manifest!" zu bezeichnen, ist ja sehr gewagt!
Nikki Shapiro: Das ist ganz klar ein Ding, was wir erst in Deutschland wahrgenommen haben - ein Kollege von dir meinte schon, dass hinge mit Karl Marx und dessen "Manifest der Kommunistischen Partei" zusammen. Was wir in Amerika kaum kennen und dort das Wort 'Manifest' eher als Basis oder Grundlage für etwas sehen und nicht so schwer beladen wie ihr das tut - anders kann ich mir diese ständige Frage danach nicht erklären. Es ist zumindest nicht unser finales Statement, das alles erklärt und dem nichts mehr hinzuzufügen ist.
mtv.de: Wie läuft es derweil in Brooklyn? Zwei Jahre lang kam jede zweite Band daher, inzwischen scheint es ruhiger geworden - stimmt der Eindruck?
Nikki Shapiro: Nun, vor Ort ist es immer noch aufregend, aber klar: Wenn du von dort aus wöchentlich mit einem Hype angegangen wirst, willst du irgendwann nichts mehr davon hören. Freut mich aber, dass ihr uns so herzlich empfangt.
mtv.de: Wer ein "Manifest!" veröffentlicht, darf bei uns immer vorbeischauen.
Matthew Molnar: Das ist wirklich ulkig - wir haben den Albumnamen extra gegoogelt und geschaut, wer ihn bislang verwendet hat. Kaum jemand, was uns zum einen freute, aber zugleich verwunderte: So ein toller Begriff, der alles umschreibt und niemand nutzt ihn für sich? (beide lachen) Allerdings kann ich dich beruhigen: Den Titel fürs zweite Album haben wir schon auserkoren und testen ihn jetzt auf der Tour. Um 100 Prozent sicher zu gehen - fürs nächste Mal.
Aktuelles Album: Friends Manifest! (Lucky Number/Cooperative Music)
>> Alle Infos zu Friends findet ihr hier.
>> Zum aktuellen Friends-Video "Mind Control" geht es hier entlang!
Kommentare