8 Dinge, die Ihr tun könnt, auch wenn Ihr eine Feministin seid

Überraschung: Auch Feministinnen dürfen sich schminken und ihre Achseln rasieren.

Gestern haben wir den Weltfrauentag gefeiert und selbstverständlich sind auch wir absolut pro Feminismus. Doch wie sieht eine echte Feministin eigentlich aus? Emma Watson hat gerade einen Shitstorm bekommen, weil man auf einem Foto für die Vanity Fair ein Teil ihrer Brüste sehen kann. Das sei angeblich absolut nicht feministisch.

Wir haben für Euch eine Liste von Dingen zusammengestellt, die Ihr auf jeden Fall tun könnt und trotzdem von Euch sagen könnt, dass Ihr eine Feministin seid.

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1. Ihr dürft Euren Körper zeigen

Vielleicht habt Ihr mitbekommen, dass sich einige Leute gerade über Emma Watson aufgeregt haben, weil man auf einem neuen Foto ein Teil ihrer Brüste sehen kann. Scheinbar denken viele Menschen, dass man als Feministin nichts von seinem Körper zeigen darf. Das ist allerdings totaler Blödsinn! Wer könnte es besser erklären, als Emma selbst:

‘’Bei Feminismus geht es darum Frauen eine Wahl zu geben; Feminismus ist kein Stock mit dem man andere Frauen schlägt. Es geht um Freiheit, Befreiung und Gleichberechtigung.’’

Jede Frau kann selbst entscheiden, wie viel sie von ihrem Körper zeigen will. Warum sollte sich eine Frau schämen, ihre Brüste zu zeigen, wenn sie das möchte.

2. Ihr dürft Make-up tragen und es lieben

Viele sind der Meinung, dass Feministinnen kein Make-up tragen sollten. Sie gehen davon aus, dass Frauen Make-up auflegen, um Männern zu gefallen. Natürlich muss man kritisch betrachten, wie die Beauty-Industrie versucht Frauen weiszumachen, ihre Körper mit den neuesten Produkten ’’makellos’’ machen zu müssen. Es ist aber nichts falsch daran Lippenstift zu tragen, wenn Ihr Lust darauf habt. Das Problem ist nur, wenn man erwartet, dass Frauen sich schminken müssen, um Männer zu befriedigen und ein konstruiertes Frauenbild zu erfüllen.

Schminkt Euch, wenn Ihr Bock darauf habt. Aber lasst Euch nicht sagen, dass Ihr Make-up braucht, um sexy zu sein.

3. Ihr dürft Männer mögen

Dass Feministinnen Männer hassen müssen, ist totaler Quatsch. Die meisten Feministinnen sind eher der Meinung, dass auch Männer Feministen sein können und Feminismus für alle Menschen positiv ist.

Männer sind nicht der Feind: Frauenfeindlichkeit, Sexismus und Patriarchie sind das Problem.

4. Ihr dürft Euch trashige TV-Shows anschauen und Popkultur mögen

Es ist verdammt wichtig, dass man auch der Popkultur gegenüber kritisch ist. Je mehr Ihr Euch mit dem Thema Feminismus beschäftigt, umso öfter wird Euch auffallen, wie sexistisch manche Songs oder TV-Sendungen sind. Es gibt großartige Sendungen, die jedes feministische Herz höher schlagen lassen (wie Broad City zum Beispiel) und trotzdem braucht sich niemand zu schämen, wenn er sich mal ein oder zwei Episoden von ‘’Der Bachelor’’ reinzieht. Niemand ist perfekt und das ist auch voll okay. Toll ist aber, wenn Ihr immer wisst, was Ihr da gerade schaut und es auch mal kritisch hinterfragt.

5. Ihr dürft Dinge mögen, die ’’typisch’’ für Frauen sind

Ihr mögt Mode und liebt es Kuchen zu backen? Kein Problem. Ihr könnt trotzdem eine Feministin sein.

Bei Feminismus geht es darum, darüber hinwegzusehen, was ’’typisch’’ für Männer oder Frauen ist. Es geht darum, dass jeder das machen kann, was er gerne tut und was für ihn als Individuum am besten ist. Niemand soll etwas tun müssen, nur weil die Gesellschaft eine bestimmte Erwartung vorgibt. Solange Ihr das tut, was Euch glücklich macht, macht Ihr alles richtig.

6. Ihr dürft zwanglosen Sex haben

Ob Ihr hin und wieder ein One-Night-Stand habt oder eben nicht, könnt Ihr ganz alleine entscheiden. Es ist Euer Körper und Ihr dürft damit machen, was Ihr wollt. Menschen wegen ihren Entscheidungen an den Pranger zu stellen ist definitiv nicht feministisch.

7. Ihr könnt wachsen und rasieren was auch immer Ihr wollt

Eine richtige Feministin rasiert sich nicht die Körperhaare ab! Von wegen!

Es ist durchaus verständlich, dass es für viele Feministinnen ein politisches Statement ist, wenn sie ihre Körperhaare nicht rasieren. Viele Frauen wollen nicht die gesellschaftlichen Erwartungen erfüllen, dass eine Frau für einen Mann attraktiv sein muss. Egal ob Ihr Euch rasiert oder nicht: Es ist wichtig, dass Ihr wisst, dass es einen kulturellen Druck gibt, unsere Körper zu ’’verbessern’’.

Mit den Körperhaaren ist es wie mit dem Make-up. Es ist Euer Körper und Ihr entscheidet, was Ihr damit macht.

8. Ihr dürft anderen Feministinnen widersprechen

Es gibt kein Regelbuch für Feminismus und es ist voll okay, wenn Ihr Eure eigenen Gedanken zum Thema habt. Ihr müsst nicht immer derselben Meinung sein, wie andere Feministinnen.

Donnerstag, 09. März 2017