Queens Of The Stone Age
Biographie
Die Queens of the Stone Age sind eine 1996 von Josh Homme gegründete Band aus Palm Desert, Kalifornien, die sich grob der Alternative-Rock- bzw. der Stoner-Rock-Szene zurechnen lässt. Einziges ständiges Bandmitglied ist Josh Homme.
Nachdem sich Kyuss 1995 nach internen Streitigkeiten aufgelöst hatten, spielte Josh Homme als Aushilfsmusiker bei einigen befreundeten Bands (Screaming Trees, Earthlings? und Soundgarden), merkte aber bald, dass er nur mit einer neuen eigenen Band wieder glücklich werden könne. Daher gründete er 1996 mit dem Screaming Trees-Mitglied Van Conner und Session-Schlagzeuger Victor Indrizzo die Band Gamma Ray. Da es aber bereits eine Band mit demselben Namen in Deutschland gab, benannten sie sich in Queens of the Stone Age um. Dieser Name kam von einem Produzenten und Aufnahmeleiter, der meinte „god, you sound like the queens of the stone age“. Dies gefiel den Bandmitgliedern so gut, dass sie bei diesem Namen blieben. Die ersten Lieder, die sie zusammen spielten, waren noch Reste der letzten Kyuss-Aufnahmen. Beim Versuch, sich musikalisch von Kyuss abzugrenzen, setzen sie auf zähen Rock, komplizierte Gitarrenriffs und minimales Schlagzeugspiel. Josh Homme bezeichnet es später aufgrund des einfachen Schlagzeugs als „Robot-Rock“, Nick Oliveri aufgrund der teilweise psychedelischen Riffs als „Kokain-Pop“.
1998 erscheint das selbstbetitelte, auf 3000 Kopien beschränkte Debütalbum, auf dem Homme Gitarre und Bass alleine eingespielt hat, da Oliveri mit seinem Nebenprojekt Mondo Generator beschäftigt ist. Das Album wird von Presse und Fans begeistert aufgenommen, was den Queens of the Stone Age eine zweijährige Tournee rund um die Welt ermöglichte.
Im Jahre 2000 erscheint das zweite Album Rated R mit der äußerst erfolgreichen Single Feel Good Hit of the Summer (in Kooperation mit Rob Halford von Judas Priest), deren Text ausschließlich aus einer Aufzählung von Drogen besteht.
Noch 2001 beginnt die Band, verstärkt durch Mark Lanegan am Mikrofon, ihr nächstes Album Songs for the Deaf einzuspielen, welches 2002, inzwischen mit Dave Grohl (Foo Fighters und ehemals Nirvana) am Schlagzeug, veröffentlicht wird. Das mittlerweile dritte Album und die erste Single No One Knows werden weltweit, sowohl von den Fans als auch von der Musikpresse, begeistert aufgenommen.
Am 11. und 12. Februar 2004 wird bekannt, dass sich Nick Oliveri „nach mehreren Vorfällen in den letzten 18 Monaten, nach denen keine Zusammenarbeit der beiden Hauptmitglieder mehr möglich sei“ (Management der Band) von den Queens of the Stone Age getrennt hat. Einige Zeit später gab Josh in einem Interview bekannt, er habe Nick aus der Band geworfen, weil Gerüchte aufgetaucht waren, dass der Bassist gegenüber seiner (Olivieris) Frau regelmäßig handgreiflich gewesen wäre. Im März 2005 versöhnen sich Josh Homme und Nick Oliveri, gehen aber weiterhin getrennte Wege. Auch Mark Lanegan hat die Band zwischenzeitlich verlassen, um sich wieder verstärkt um seine Solokarriere zu kümmern, ist jedoch auch auf dem Album Lullabies to Paralyze, welches im März 2005 in die Läden kam, noch bei einigen Titeln zu hören. Auch auf dem neuesten Album Era Vulgaris, erschienen am 8. Juni 2007, setzt die Band die Tradition der vielen Gastauftritte fort und arbeitet mit Mark Lanegan, Trent Reznor von Nine Inch Nails und Julian Casablancas von The Strokes zusammen.
Das bereits im Jahre 2000 herausgebrachte Album Rated R wurde am 6. August 2010 als Doppel-CD wiederveröffentlicht. Das Re-Release enthält neben dem regulären Album auch eine zweite CD, auf der sich B-Seiten und Live-Aufnahmen befinden.
Am 7. März 2011 wird das selbstbetitelte Album als remasterte Version inklusive dreier Bonus-Tracks veröffentlicht. Des Weiteren steht laut Homme möglicherweise schon für den Sommer des Jahres 2011 ein neues Album in Aussicht, das sich stilistisch am letzten Album, Era Vulgaris, orientiert.
Ein bedeutendes Nebenprojekt von Josh Homme sind die Desert Sessions, bei denen er sich Musiker in sein Studio in der Wüstenstadt Joshua Tree einlädt, um mit ihnen in Kleingruppen einige Tage lang zu jammen. Die Ergebnisse der Sessions erscheinen zuerst einzeln auf Schallplatten und kurz darauf immer als Doppelausgabe auf CD, zuletzt die Teile 9&10, bei der, neben einigen anderen Musikern aus der alternativen Szene, PJ Harvey mit von der Partie war. Die Desert Sessions waren der Ursprung der Queens of the Stone Age und bis heute fanden sieben der dort entstandenen Songs in teils veränderter Fassung ihren Weg auf ein Queens of the Stone Age-Album.
Ein weiteres Nebenprojekt von Josh Homme sind die Eagles of Death Metal, die er mit seinem Jugendfreund Jesse „The Devil“ Hughes gründete, der sich selbst als den „Helden mit dem Schnurrbart“ bezeichnet. Josh Homme selbst spielte unter dem Pseudonym Carlo Von Sexron Schlagzeug. An der zweiten Gitarre stand Tim Vanhamel von der Band Millionaire. Die Eagles of Death Metal verbuchten als Vorband für die Punkband The Distillers Erfolge. Das zweite Studioalbum Death by Sexy wurde hauptsächlich von Josh Homme und Jesse Hughes eingespielt. Jedoch agieren live verschiedene Musiker mit, unter anderem Dave Catching (Gitarre), Joey Castillo (Schlagzeug, Queens of the Stone Age), Samantha Maloney (Schlagzeug, Ex-Mötley Crüe, Hole) und Brian „Big Hand“ O'Connor (Desert Sessions 9+10)
Bei der Band Masters of Reality von Chris Goss wirkten sowohl Josh Homme, Nick Oliveri, die bei der Band auch für eine Europatournee einstiegen, als auch Mark Lanegan und Dave Catching mit. Besonders das Album Deep in the Hole ist von den Gastauftritten der Queens of the Stone Age-Mitglieder geprägt.
Im Jahr 2009 gründete sich die Supergroup Them Crooked Vultures. Neben Josh Homme arbeiten hier Dave Grohl (Foo Fighters, Ex-Nirvana) und John Paul Jones (Led Zeppelin) zusammen. Bei Live-Auftritten werden sie von Alain Johannes unterstützt. Im November 2009 erschien ihr Studioalbum Them Crooked Vultures.
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