Johnny Hallyday

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Johnny Hallyday: Info

Johnny Hallyday (bürgerlich: Jean-Philippe Smet; * 15. Juni 1943 in Paris) ist ein französischer Sänger, Songwriter und Schauspieler.

Leben

Jean-Philippe Smet alias Johnny Hallyday wurde von seiner Tante und ihren Töchtern großgezogen, da sich seine Eltern schon kurz nach seiner Geburt trennten. Seit 1996 ist er mit Laeticia Hallyday (geb. Boudou, 18. März 1975) verheiratet; seine beiden vietnamesischen Töchter adoptierte das Ehepaar im November 2004 sowie am 24. Dezember 2008.

Musikalische Karriere

Er veröffentlichte am 14. März 1960 bei Vogue Records seine erste Single Itsy Bitsy Petit Bikini (die französische Coverversion von Itsy Bitsy Teenie Weenie Yellow Polka Dot Bikini), gefolgt von Le P'tit clown de ton coeur (November 1960). 1961 wechselte er zu Philips, die ihm größere finanzielle Möglichkeiten bot, und blieb dort (über die Nachfolgefirma Universal) bis 2006 unter Vertrag. Seitdem veröffentlicht er bei Warner Music und verfügt nun über mehr Rechte an seinen Titeln. Er verstand es von Anfang an, das nordamerikanische Lebensgefühl musikalisch in das romanische zu übertragen. Er spielte den Vorzeigejungen am Strand der Côte d’Azur, der ein Mädchen sucht (Je cherche une fille) ebenso perfekt wie den Straßenjungen aus dem Golf Drouot-Viertel, der seine Macho-Haltung ins Sanfte wandeln konnte, und galt lange als „Chamäleon des Popmusikgeschäfts“. Hallyday unternahm außerdem einige Versuche, den deutschen Plattenmarkt zu erobern (u. a. mit Ja, der Elefant von 1962, Mein Leben fängt erst richtig an von 1964, Lass’ die Leute doch reden von 1966, und zusammen mit Achim Reichel und den Rattles, Das alte Haus in New Orleans von 1967).

Seinem ersten öffentlichen Auftritt in Deutschland (sieht man von einem „Gag-Gig“ in der Berliner „Badewanne“ 1961 ab) im Rahmen seiner Studiosession „Ja, der Elefant“ in der Hamburger Musikhalle sah die Bild-Zeitung mit einer „gewissen Katastrophengeilheit“ (Spiegel) entgegen: „Was kommt da auf uns zu ?“. Das ist nur zu verstehen, wenn man Hallydays Karriere auch als eine (französisch) politische begreift. Schon bei dem ersten Konzert ging das Inventar der Auftrittshalle zu Bruch.

Im Jahre 1963 schaffte er das Undenkbare in Paris. Auf der Place de la Nation randalierten nach dem Open-Air-Concert 150.000 junge Franzosen und zerstörten angrenzende Geschäfte, U-Bahnhöfe, Wagen, Straßenmöbel und lieferten sich mit der Polizei Straßenkämpfe. Dies setzte sich in der Provinz fort. Es waren überwiegend Fans aus der Arbeiterschaft, die sich um seine Konzerte versammelten und ihrer Unzufriedenheit über die von ihnen empfundene gesellschaftliche Lebenslage einen Ausdruck verschafften. Dies wird heute in Frankreich unumstritten als „Vor-68-Ausdruck“ gewertet. Dort streikten im Gegensatz zu Deutschland im Mai 1968 auch Arbeiter und Angestellte. Sie schlossen sich so dem diffusen Protest der Studentenschaft aus mehr praktischer und persönlicher Sicht an: „Lasst uns endlich das Richtige spüren!“ Was „das Richtige“ war, wurde nicht immer ganz klar.

Mitte der Sechziger nutzte er einen Streit zwischen sich und dem französischen Folkloresänger Antoine zu einem seiner größten Songerfolge: „Cheveux longs et idées courtes“ (es ging um das Für und Wider langer Haare und um kurzen Verstand). Hallyday äußerte sich zu allgemeinen politischen Erscheinungen immer nur indirekt: „ Ich bin einsam “ In Deutschland, wo er im badischen Offenburg seinen Militärdienst ableistete, blieb er hinter den Erfolgen vergleichbarer Rocksänger zurück, auch wenn er nicht wegen des Ausdrucks dieses Lebensgefühls, sondern aufgrund seiner Skandale und eingängigen Hits eine gewisse Popularität erlangte.

Einzigartigkeit

Hallyday ist einer der größten Stars des französischen Show-Business. Eines seiner Erfolgsrezepte ist, den Fans seiner Musik bei den Konzerten das Gefühl zu vermitteln, der Alltag gehe anschließend bis zum nächsten Zusammentreffen weiter, und so nicht die typische Rock-Aura einer anderen Lebensart zu verbreiten. Er gilt als Schwerarbeiter unter den Popmusikern. In seiner langen Karriere absolvierte er bis jetzt 180 Tourneen Dieses Konzert wurde kurze Zeit später auch als CD und DVD "100% Johnny Live à la Tour Eiffel" veröffentlicht.

Er veranstaltete auch kleinere Konzerte mit renommierten Studiomusikern aus aller Welt, wie im Cigale in Paris 2003. Über die Jahrzehnte realisierte und produzierte er immer wieder – auch bei Kritikern – vielbeachtete Konzeptalben bis hin zu Hamlet 1976, die sich mit dem Lebensgefühl der älter werdenden Fangemeinde befassten. 20 seiner Alben erreichten Platin-Status. Er schrieb zahlreiche Chansons und wirkte an der Musik vieler Filme mit.

Sonstige Aktivitäten

Seit März 2005 gibt er die dreimonatlich erscheinende Zeitschrift Limited Access heraus. Er führte bis 2011 auch das sehr erfolgreiche Modelabel Smet mit seinem Freund, dem Designer Christian Audigier, benannt nach dem eigentlichen Nachnamen von Johnny Hallyday.

Privates

Im Dezember 2006 zog er nach Gstaad in der Schweiz, um nicht mehr in Frankreich Steuern zahlen zu müssen. Hierdurch sparte er 4 Millionen Euro. Im Jahr 2006 wurde bekannt, dass er sich um die belgische Staatsbürgerschaft beworben hat, was in Frankreich für großes Aufsehen sorgte. Hallyday hat jedoch im Oktober 2007 seinen Antrag zurückgezogen und bleibt somit Franzose. Seit 2013 lebt Hallyday in den USA.

2009 begann er seine Abschiedstour, die im November nach einer Bandscheibenoperation ein jähes Ende fand, woraufhin er sich nach Komplikationen mehrere Tage im künstlichen Koma befand.

Filmografie (Auswahl)

  • 1954: Die Teuflischen (Les Diaboliques) – Regie: Henri-Georges Clouzot
  • 1963: Wo kommst Du her, Johnny? (D’où viens-tu Johnny?)
  • 1967: À tout casser
  • 1969: Fahrt zur Hölle, ihr Halunken (Gli specialisti) – Regie: Sergio Corbucci
  • 1970: Zwei im Visier (Point de chute) – Regie: Robert Hossein
  • 1972: Die Entführer lassen grüßen (L’Aventure, c’est l’aventure ) – Regie: Claude Lelouch
  • 1977: Ein irrer Typ (L’Animal) – Regie: Claude Zidi
  • 1984: Detective (Détective) – Regie: Jean-Luc Godard
  • 1986: Ehrbare Ganoven (Conseil de famille) – Regie: Costa-Gavras
  • 1987: Terminus
  • 2002: Das zweite Leben des Monsieur Manesquier (L’Homme du train) – Regie: Patrice Leconte
  • 2003: Crime Spree
  • 2004: Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse (Les Rivières pourpres II – Les anges de l’apocalypse) – Regie: Olivier Dahan
  • 2005: Quartier V.I.P.
  • 2006: Jean-Philippe
  • 2009: Der rosarote Panther 2 (The Pink Panther 2) – Regie: Harald Zwart
  • 2009: Vengeance - Regie: Johnnie To

Literatur

  • Julia Edenhofer: Das Große Oldie Lexikon. Bastei-Lübbe, 1991, ISBN 3-404-60288-9.

Quellen

  1. «Johnny Hallyday: Interview avec Thierry Ardisson» auf dailymotion.com v. 23. September 2003
  2. Julia Edenhofer: Das Große Oldie Lexikon, Bastei-Lübbe 1991, S. 270.
  3. gala.fr (französisch) abgerufen am 30. November 2011
  4. «Adeline Blondieau à propos de Johnny» auf aufeminin.com v. 27. April 2011
  5. hier-luebeck.de - Online Magazin abgerufen am 30. November 2011
  6. «Johnny Hallyday dévoile sa prochaine tournée» - Le Monde Online vom 4. Dezember 2011
  7. «C'était méga Johnny!» - Le Parisien v. 11. Juni 2000
  8. «Fanclub Johnny Hallyday: Limited Access» abgerufen am 25. Dezember 2011
  9. Johnny Hallyday kehrt der Schweiz den Rücken. In: Neue Zürcher Zeitung vom 17. Januar 2014
  10. «Johnny Hallyday de nouveau en coma artificiel» auf lemonde.fr v. 11. Dezember 2009
  11. «Johnny Hallyday: Chaque nuit, j'ai peur» auf jdd.fr vom 5. September 2010
  12. «J’ai assisté à la première de Johnny Hallyday au théâtre» auf lefigaro.fr v. 5. September 2011
  13. «Johnny Hallyday; de nouveaux titres et un nouvel album en 2012» auf yahoo.fr vom 3. Oktober 2011 (Memento vom 15. Oktober 2011 im Internet Archive)
  14. «http://www.purepeople.com/article/johnny-hallyday-les-ventes-des-billets-de-son-retour-sur-scene-explosent_a75331/1» auf purepeople.com vom 5. März 2011
  15. „Johnny Hallyday” auf royalalberthall.com

Weblinks