Faith No More

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Faith No More: Info

Faith No More ist eine US-amerikanische Rockband. Die Musiker gelten als Gründerväter und eine der wichtigsten Bands des Crossover, da sie verschiedene Stile wie Artrock oder Funk Metal mit Hardcore Punk verschmolzen.

Bandgeschichte

Von 1982 bis 1998

Anfang der 1980er Jahre spielten Bassist Billy Gould, der Schlagzeuger Mike Bordin und Keyboarder Wade Worthington in San Francisco in einer Band, die vom Sänger und Gitarristen Mike „The Man“ Morris gegründet und geleitet wurde und „Faith. No Man“ hieß. Nach dem Ausstieg von Worthington schloss sich Goulds Mitbewohner Roddy Bottum als Keyboarder an. Nachdem Gould, Bordin und Bottum der Dominanz Morris' überdrüssig wurden, gründeten sie eine neue Band, die auf Empfehlung eines Freundes Faith No More – in Anspielung an den alten Bandnamen („The Man“ is no more) – getauft wurde. Bald fand man mit Jim Martin einen Gitarristen, und nach einem enormen Verschleiß an Sängern (beispielsweise auch Courtney Love) erschien schließlich 1985 mit Chuck Mosley am Mikrofon das Debüt We Care a Lot. Dieses führte die Band mit dem gleichnamigen Titelsong zu einem kleinen Erfolg. Nach diversen Streitigkeiten wurde jedoch 1988 Mike Patton (u. a. Mr. Bungle, Fantômas) neuer Sänger der Band.

Die Single-Auskopplung Epic aus dem folgenden Album The Real Thing, bei der die Band einen harten Gitarrensound mit Rap kombinierte, wurde der erste große Erfolg und machte die Band auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Mit Mike Patton als Sänger wurden bis zur vorläufigen Trennung vier Studioalben aufgenommen. In Europa wurde eine im Rahmen des 1992er Albums Angel Dust aufgenommene Cover-Version des Songs Easy von Lionel Richie (aus dem Jahre 1977 mit The Commodores) ein besonderer Erfolg. Bereits bei den Aufnahmen zu Angel Dust zeichneten sich aber Differenzen zwischen Martin und der Band hinsichtlich der musikalischen Richtung ab, weshalb Gould einen Großteil der Gitarrenparts des Albums einspielte. Zwischen 1990 und 1993 waren Faith No More insgesamt dreimal für den Grammy nominiert.

Vor den Aufnahmen zu King for a Day… Fool for a Lifetime wurde Jim Martin aus der Band entlassen, und somit erfolgte wieder ein Besetzungswechsel, der auch das Klangbild der Band weiter veränderte. Im Studio kam Mr.-Bungle-Gitarrist Trey Spruance zum Einsatz, der die Band aber nach den Aufnahmen wieder verließ und für die anschließende Tournee von Dean Menta, einem ehemaligen Roadie, abgelöst wurde. King for a Day drängte die Crossover-Elemente endgültig in den Hintergrund, auch die Keyboards waren nun nur noch wenig prominent vertreten. Stattdessen prägten Spruance' harte Gitarren und vor allem der kompromisslose, sehr expressive Gesang Pattons das melodisch wenig eingängige Album. Diese Erkundung neuer musikalischer Ufer und besonders die Trennung von Martin wurde von einigen Fans und Fanzines skeptisch aufgenommen. Das Album verkaufte sich besonders auf dem amerikanischen, aber auch auf dem europäischen Markt weitaus schlechter als die beiden Vorgänger. Heute jedoch gilt das Album vielen Kritikern als das unterbewertete Highlight der Bandgeschichte.

Nach einem weiteren Album (Album of the Year, 1997) mit dem neuen Gitarristen Jon Hudson, wieder deutlich konventionelleren Songs und einer ausgiebigen Tournee (unter anderem spielten Faith No More als einer der Headliner des Bizarre-Festivals) kamen Anfang 1998 Auflösungsgerüchte auf, welche am 19. April 1998, kurz nach einem Konzert in Lissabon, in der tatsächlichen Auflösung der Band mündeten. Die Plattenfirma reagierte hierauf mit der Single-Veröffentlichung der Bee-Gees-Coverversion I Started A Joke, welche schon zuvor als B-Seite dem Publikum vorgestellt worden war.

Soloprojekte von 1998 bis 2008

Das Aushängeschild der Band, Mike Patton, hatte bereits früh neben diversen Projekten weitere Bands namens Fantômas, Tomahawk und Peeping Tom gegründet. Des Weiteren unterhält er mit Ipecac eine eigene Plattenfirma, die Künstler unterschiedlichster Stile veröffentlicht. Der Schwerpunkt liegt vor allem bei kreativen Grenzgängen. Patton selbst beteiligt sich darüber hinaus dauerhaft an diversen Projekten seines eigenen Labels.

Auch Bassist Billy Gould führt eine eigene Plattenfirma mit dem Namen Kool Arrow Records. Diese widmet sich Underground-Formationen aus aller Welt. Neben seiner Tätigkeit als Produzent ist er bei der skandinavischen Cover-Band Black Diamond Brigade zu hören, deren Mitglieder, ebenso wie bei Pattons Kollaborationen, aus anderen namhaften Bands bekannt sind. Im November 2006 stieg Gould bei der deutschen Band Harmful, deren im Februar 2007 erschienenes Album „7“ er produziert hat, zeitweilig als zweiter Gitarrist ein. Der ehemalige Schlagzeuger Mike Bordin war neben regelmäßigen Aushilfsjobs (u. a. Korn und Jerry Cantrell) längere Zeit fester Schlagzeuger bei Ozzy Osbourne und auch bei Black Sabbath. Keyboarder Roddy Bottum betreibt weiterhin sein Indie-Pop-Projekt Imperial Teen.

Aktivitäten seit der Wiedervereinigung 2009

Im Februar 2009 wurde überraschend bekannt gegeben, dass die Band sich für eine Europatour wiedervereinigen würde.

Allerdings trat die Band im November des Jahres 2011 bei vier Festivals in Südamerika auf, zuletzt am 14. November in São Paulo, Brasilien, beim SWU Festival.

Danach wurde es zunächst für zwei Jahre wieder still um die Band, bis sie am 4. Juli 2014 gemeinsam mit Black Sabbath im Londoner Hyde Park auftrat, wobei sie neues Songmaterial spielte. Kurz darauf wurde ein neues Album, das fünfte mit Patton, angekündigt. Seit dem 20. November 2014 war die neue Single Motherfucker über den Streamingdienst Soundcloud zu hören. Ab dem 9. Dezember 2014 war der Song als Digital-Download verfügbar.

Stil und Spielweise

Faith No More erlangten vor allem Berühmtheit durch ihre Extravaganz. Ihr Stil wechselte bei nahezu jedem Album. Zu Beginn ihrer Laufbahn spielten sie noch eine harte Version von Post Punk im Stil von Killing Joke. Nach dem Einstieg von Mike Patton dominierten die Elemente Metal und Funk, weshalb ihr Stil anfangs als Funk Metal bezeichnet wurde. Später kamen immer mehr Elemente hinzu, andere gingen wieder verloren. Von Soul und Easy Listening bis Hardcore Punk, Industrial Rock und Weltmusik-Elementen wurde die Bandbreite ergiebig ausgeschöpft. Es wurden sogar klassische Elemente und Filmmusik ins Klangspektrum der Band einbezogen, z. B. endete Epic (von The Real Thing) mit einem Klavier-Thema und Jizzlobber (Angel Dust) mit einer Art Kirchenmusik.

„Eklektischer Rock ist wahrscheinlich die passendste Beschreibung der Musik von Faith No More“, schrieb die US-Tageszeitung The New York Times 1995 in einer Konzertkritik, sie „spielen dummen Rock smart“.

Einzelnachweise

  1. Greg Prato: Album of the Year was a fitting way for one of alternative rock's most influential and important bands to end its career. Allmusic.com. Abgerufen am 15. März 2011.
  2. Metal Hammer: The mighty alternative rock band will play their first shows in over a decade this week at Brixton Academy and Download respectively.. Metal Hammer. 6. Juni 2009. Abgerufen am 28. März 2011.
  3. Rock Radio: Faith No More have announced a comeback season of festival shows.. Rockradio.co.uk. Abgerufen am 28. März 2011.
  4. Alternative Metal bei Allmusic
  5. Mike Morris über Faith. No Man auf FaithNoMan.com
  6. http://popwatch.ew.com/popwatch/2009/02/faith-no-more-r.html
  7. http://stubbadub.com/faith-no-more/faith-no-more-reunite-euro-tour-confirmed/
  8. http://consequenceofsound.net/2010/04/15/faith-no-more-reunites-with-chuck-mosley/
  9. http://www.fnm.com/tour-dates.shtml
  10. http://www.visions.de/news/13274/Faith-No-More-Das-Ende
  11. FAITH NO MORE Confirmed For Brazil's SWU MUSIC AND ARTS FESTIVAL. 19. Juli 2011, abgerufen am 13. September 2011.
  12. Faith No More Tour Dates. Abgerufen am 13. September 2011.
  13. FAITH NO MORE Confirmed For Brazil's SWU MUSIC AND ARTS FESTIVAL. 19. Juli 2011, abgerufen am 13. September 2011.
  14. http://www.fnm.com/tour-dates.shtml fnm.com Tour Dates; abgerufen am 8. Juni 2012
  15. http://www.rollingstone.com/music/premieres/hear-faith-no-more-first-release-in-17-years-motherfucker-20141119
  16. http://www.rollingstone.de/news/meldungen/article629397/faith-no-more-im-interview-neues-album-2015-das-erste-seit-18-jahren.html
  17. "Faith no more announce details of first album in 18 years". The Guardian. 11-02-2015.
  18. laut.de: Faith No More: "Sol Invictus" im Stream
  19. Plattentests.de: Kritik
  20. http://www.nytimes.com/1995/05/16/arts/rock-review-being-smart-about-music-that-isn-t.html
  21. http://www.setlist.fm/stats/faith-no-more-2bd6b0de.html
  22. Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks