Pump Up The Jam

Technotronic

  • Technotronic ist ein Musikprojekt aus Brüssel, bestehend aus den belgischen Produzenten Jo Bogaert und Patrick DeMeyer, das mit seinen von Hip House, New Beat und teils EBM beeinflussten Tracks Pump Up the Jam, This Beat is Technotronic und Get Up! seine größten Erfolge um 1990 feierte. Zu den beständigen Mitgliedern zählte überdies Ya Kid K, die größtenteils den Gesang übernahm und teilweise an der Produktion der Songs beteiligt war.

    Geschichte

    Frühe Jahre

    Technotronic wurde 1988 unter dem Namen The Pro 24’s von dem Belgier Jo Bogaert alias Thomas de Quincey gegründet, der in der Mitte der 1980er Jahre als Keyboarder der New-Wave-Band White Light einige Erfolge feierte und sich zeitweise als Hi-NRG- und New-Beat-Produzent einen Namen machte (Nux Nemo, 4 for 4, Tunq, Acts of Madmen). Beeinflusst durch den Chicagoer House-Musiker Farley „Jackmaster“ Funk entwarf er 1989 das Konzept zu Technotronic. Die erste Single „Pump Up the Jam“, ein mit EBM-Rhythmus-Sequenzen unterlegter Hip-House-Song, der ursprünglich als instrumentale House-Nummer konzipiert war und sich kompositorisch an Farley Jackmaster Funks „The Acid Life“ orientiert, produzierte allerdings Patrick DeMeyer (die Urheberrechte des Songs liegen inzwischen bei ihm). Mit dem später aufgespielten Gesang der aus Zaire stammenden Rapperin Ya Kid K wurde der Song zu einem weltweiten Charterfolg. In Deutschland, der Schweiz, Österreich, Großbritannien sowie in den USA erreichte er jeweils den zweiten Platz der Hitparade; in Europa wurde der Weg zur Spitze der Hitparade nur von Kaomas verspätetem Sommerhit Lambada verhindert. Insgesamt verkaufte sich Pump Up the Jam mehr als 3,5 Millionen mal.

    Da Bogaert sich kurz nach der Aufnahme mit seiner Sängerin überworfen hatte, engagierte er das Fotomodell Felly als Gesicht des Projekts. Sie trat nicht nur im Musikvideo zur Single auf, sondern wurde im Booklet der Single als Featured Artist sogar als Sängerin angegeben. Nachdem Ya Kid K und Bogaert, der inzwischen sein Pseudonym Thomas de Quincey (ursprünglich der Name eines britischen Schriftstellers) abgelegt hatte, wieder zueinander fanden, wurde die Rapperin bei der zweiten Single Get Up! (Before the Night is over) dann auch als Featured Artist aufgeführt. Auch diese zweite Single wurde ein weltweiter Erfolg, ebenso der Nachfolger This Beat is Technotronic, auf dem der walisische Rapper MC Eric den Sprechgesang beisteuerte.

    Stilwechsel

    Ab 1991 wandten sich Technotronic allmählich dem Eurodance zu, einem Genre, das sie zum Teil selbst mitgeprägt hatten, und veröffentlichten noch über die gesamten 1990er Jahre hinweg mit mehreren Gastsängern (Reggie, Melissa, Einstein, Black Diamond, Daisy Dee, D.O.N.S.) weitere Singles, die mit Ausnahme von Move That Body (1991), Work (1991), Money Makes the World Go Round (1992), Move This (1992) und Move it to the Rhythm (1994) allerdings außerhalb Belgiens nicht an die frühen Erfolge anknüpfen konnten. In den US-Billboard-Dancecharts konnten sich jedoch u. a. I Want You by My Side (1996), The G-Train und Like This 2000 in den Top 20 platzieren. Ende 2000 zog es Jo Bogaert wieder mit Ya Kid K ins Studio für The Mariachi, das in Mexiko auf Platz 1 der Charts zu finden war. Auf dem Album Recall (1995) ist mehrfach Daisy Dee als Gastsängerin zu hören. Diese hatte mit ihrer Coverversion von This Beat is Technotronic bereits 1990 Bekanntheit erreichen können.

    Pump Up the Jam gilt heute gemeinhin als einer der Vorreiter des Eurodance-Genres. Ein Remix schaffte es 2005 wieder in viele europäische Charts.

    Nachdem sich Technotronic 2002 aus der Musikbranche zurückgezogen hatten, erschienen sie 2005 wieder in Original-Besetzung von Ya Kid K als Featured Artist bei mehreren bekannten Dance-Projekten, wie beispielsweise D.O.N.S. feat. Technotronic, Global Deejays feat. Technotronic

    Momentan treten die inzwischen verheirateten Ya Kid K und MC Eric anlässlich des 20-jährigen Jubiläums 1989-2009 als Technotronic weltweit noch vereinzelt auf. Teilweise präsentieren sie neue Versionen und inoffizielle neue Titel. Neue Titel waren laut Bogaert derzeit nicht zur Veröffentlichung vorgesehen (Herbst 2010), sind aber auch nicht ausgeschlossen (2013).

    Diskografie

    Als Gastmusiker

    Coverversionen

    In Deutschland schaffte Werner Wichtig mit der sprachlich stark abgewandelten Version Pump ab das Bier im Sommer 1990 den Weg in die deutschen Bierzelte und – im Gegensatz zum Original – auch an die Spitze der deutschen Singlecharts. Eine weit weniger erfolgreiche Version mit dem Titel Kebab (Jetzt kommt Maradona) coverte den Hit Get Up! (Before the night is over).

    Weblinks

    Einzelnachweise

    1. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US

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