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Frank Ocean

Über Frank Ocean

Christopher Francis Ocean (* 28. Oktober 1987 in Long Beach, Kalifornien als Christopher Breaux) ist ein US-amerikanischer Hip-Hop- und Contemporary-R&B-Musiker, der auch als Songwriter für andere Künstler in Erscheinung tritt. In letztgenannter Funktion wird er zeitweise auch als Lonny Breaux aufgeführt. Neben seiner Tätigkeit als Solokünstler ist er auch als Mitglied der Hip-Hop-Gruppe Odd Future Wolf Gang Kill Them All, kurz Odd Future, bekannt.

Leben und Karriere

2005 – 2010: Karrierebeginn und Bekanntschaft mit Odd Future

Frank Ocean wurde am 28. Oktober 1987 als Christopher Breaux in Long Beach im US-Bundesstaat Kalifornien geboren und zog im Alter von fünfeinhalb Jahren nach New Orleans im Bundesstaat Louisiana. Zuvor war seine Familie mehrmals umgezogen.

Bis März 2006 wuchs Ocean in seiner Heimatstadt New Orleans auf und begann kurz vor seinem Umzug ein Studium an der University of New Orleans, ehe der Hurrikan Katrina im August 2005 seine Heimatstadt traf.

Erstmals einem breiteren Publikum bekannt wurde Ocean 2008 als Songwriter für andere Künstler. Damals schrieb er zusammen mit anderen Komponisten das Lied „1st & Love“ für die Contemporary-R&B-Sängerin und Grammy-Gewinnerin Brandy.

Ende 2009 traf Ocean auf die bereits seit 2007 bestehende Hip-Hop-Gruppe Odd Future Wolf Gang Kill Them All, die weitestgehend unter dem Namen Odd Future bekannt ist und aus zwölf Männern besteht, die meist drei bis vier Jahre jünger sind als Ocean selbst. Er lernte die Gruppe rund um Frontmann und Rapper Tyler, the Creator, deren Mitglieder allesamt aus dem Einzugsgebiet Los Angeles stammen, durch gemeinsame Freunde kennen und ist seitdem selbst Mitglied bei Odd Future.

Im März 2011 wurde bekannt, dass Frank Ocean, dessen Geburtsname eigentlich Christopher Breaux ist, an seinem 23. Geburtstag im Oktober zuvor seinen Namen über die Website LegalZoom offiziell in Christopher Francis Ocean geändert hat. Seine Entscheidung begründete er damit, dass niemand über seinen Namen definiert wird und die Änderung sich für ihn einfach gut angefühlt hätte.

2011 bis heute: Debüt als Solokünstler und erste Zusammenarbeit mit Odd Future

Am 18. Februar 2011 erschien das Mixtape nostalgia, ULTRA., welches seine erste Veröffentlichung überhaupt darstellte. Er veröffentlichte es ohne die Hilfe seines Plattenlabels Def Jam Recordings, da die Beziehung damals unterkühlt war. Das Mixtape wurde von Kritikern hoch gelobt, wobei es bei der Website Metacritic beispielsweise einen Metascore von 83 bei insgesamt 100 möglichen Punkten erreichte. Der Wert basierte auf neun unterschiedlichen Rezensionen über die Veröffentlichung.

Im April gründete die Gruppe Odd Future ein eigenes Plattenlabel, bei dem Ocean seitdem zusätzlich neben Def Jam Recordings unter Vertrag steht. Dabei musste er sich lediglich dem Soul-Sänger Michael Kiwanuka geschlagen geben.

Im März 2012 erschien das Debütalbum von Odd Future, welches den Namen The OF Tape Vol. 2 trug. Es war die erste Veröffentlichung der Gruppe, bei dem Ocean als Mitglied dieser mitwirkte. Es erreichte Rang fünf der Billboard 200 und platzierte sich auf Position 40 im Vereinigten Königreich. Anschließend widmete sich Ocean wieder vermehrt seinem Debütalbum, welches den Namen channel ORANGE trug und am 10. Juli 2012 als Download in den USA erschien, ab dem 17. Juli war es auch auf CD erhältlich. Das Album erreichte im Vereinigten Königreich und den USA Rang zwei und stieg in Deutschland auf Position 47 ein. Am 17. April veröffentlichte man dabei die erste Single „Thinkin Bout You“, welche Rang 72 in den USA erlangte. Die zweite Single trug den Namen „Pyramids“ und erschien im Juni, stieg jedoch nicht in die Billboard Hot 100 ein. Die dritte Single „Sweet Life“ wurde am 6. Juli veröffentlicht.

Musikalischer Stil

Lyrik und Songwriting

Ocean begann seine Karriere als Songwriter für andere Künstler wie John Legend, Brandy und Justin Bieber, worüber er in Interviews jedoch nicht gerne redet. Er betrachtet diese Zeit lediglich als Einstieg für seinen späteren musikalischen Weg und möchte sich nicht mit vergangenen Dingen rühmen, da es keinen wesentlichen Aspekt in seinem Werdegang darstellt.

Neben seiner Tätigkeit als Songwriter ist Ocean für eine bildhaft genaue Darstellung seiner Liedtexte bekannt. Aus diesem Grund lässt sich die Metapher als wichtigstes Stilmittel von Ocean Liedtexten erkennen. Er selbst beschrieb den Schreibprozess als eine Visualisierung jeder einzelner Zeile eines Songtextes.

Eine weitere Besonderheit an der Musik Oceans sind die teilweise verwirrenden Genre-Angaben, die er zur Charakterisierung seiner Musik verwendet. Für sein Debütmixtape nostalgia, ULTRA. nutzte er zum Beispiel die Musikrichtungen Bluegrass sowie Death Metal als Angabe, obwohl sie sich vielmehr durch die Beschriftung Contemporary R&B beschreiben ließe. Als Grund für diese Handlungen führte er an, dass es für ihn und auch für anderen Menschen keine Rolle spielen sollte, welcher Musikrichtung ein Album zugeschrieben wird.

Musikproduktion

In seiner bisherigen Karriere trat Ocean bereits auch als Musikproduzent in Erscheinung, auch wenn er diese Funktion ausschließlich bei Liedern einnimmt, bei denen er selbst als Sänger mitwirkte. In einem Interview beschrieb er sich selbst als traditionellen Produzenten, der weniger Beats kreiere, sondern diese vielmehr von Bekannten und Freunden erhalte und anschließend weiterverwertete.

Privatleben

Anfang Juli 2012 veröffentlichte Ocean einen offenen Brief in seinem Blog bei der Plattform Tumblr, dessen Inhalt ursprünglich für das Booklet seines Debütalbums Channel Orange gedacht war. Zuvor waren nach einer Veranstaltung für Medienvertreter, bei der man einige Lieder des bevorstehenden Albums hören konnte, Gerüchte über die Sexualität des Sängers entstanden, da dieser in einigen Musikstücken wie beispielsweise „Bad Religion“, „Pink Matter“ und „Forrest Gump“, die hauptsächlich das Thema Liebe behandeln, Wörter verwendete, die eindeutig auf einen Mann als Lebenspartner schließen lassen.

Nach der Bekanntmachung über seine Bisexualität äußerten sich viele Kollegen von Ocean, unter anderem Tyler, the Creator oder 50 Cent, positiv über ihn und lobten ihn für seine Offenheit. Der Musik- und Modeunternehmer Russell Simmons verfasste für die Website Global Grind einen kurzen Gratulations-Artikel an Ocean und bezeichnete dessen Geständnis als einen großen Tag für die Hip-Hop-Musik.

Diskografie

Für Veröffentlichung mit der Gruppe Odd Future Wolf Gang Kill Them All siehe auch: Odd Future Wolf Gang Kill Them All#Diskografie

  • nostalgia, ULTRA.: (16. Februar 2011; Mixtape)
  • channel ORANGE (10. Juli 2012)
  • She (10. Mai 2011; Tyler, the Creator feat. Frank Ocean)
  • Novacane (31. Mai 2011)
  • Swim Good (16. Juni 2011)
  • No Church in the Wild (20. März 2012; Jay-Z & Kanye West feat. Frank Ocean)
  • Thinkin Bout You (17. April 2012)
  • Pyramids (7. Juni 2012)
  • Sweet Life (6. Juli 2012)
  • Lost (17. Dezember 2012)

Auszeichnungen und Nominierungen

  • GQ[30]
    • „Rookie of the Year“ (Gewonnen)
  • BET Hip Hop Awards 2011[31][32]
    • „Best Mixtape“ für nostalgia, ULTRA. (Nominierung)
    • „Rookie of the Year“ (Nominierung)
  • Soul Train Music Awards 2011[33][34]
    • „Best New Artist“ (Nominierung)
  • BBC[3]
    • Sound of… (2. Platz)
  • Grammis[35][36]
    • „International Album of the Year“ für nostalgia, ULTRA. (Nominierung)
  • MTV Video Music Awards 2012[37][38]
    • „Best New Artist“ für Swim Good (Nominierung)
    • „Best Male Video“ für Swim Good (Nominierung)
    • „Best Direction in a Video“ für Swim Good (Regisseur: Nabil Elderkin) (Nominierung)
  • Q Awards[39]
    • „Q’s Best New Thing“ (Nominierung)
  • Soul Train Music Awards 2012[40]
    • „Album of the Year“ (Gewonnen)
  • Grammy Awards 2013
    • „Record of the Year“ für Thinkin About You (Nominierung)
    • „Album of the Year“ für channel ORANGE (Nominierung)
    • „Best New Artist“ (Nominierung)
    • „Best Urban Contemporary Album“ für channel ORANGE (Gewonnen)
    • „Best Short Form Music Video“ für No Church in the Wild (Nominierung)
    • „Best Rap/Sung Collaboration“ für No Church in the Wild (Gewonnen)
  • BRIT Awards 2013
    • „International Male Solo Artist“ (Gewonnen)

Weblinks

Einzelnachweise

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  4. abc Ernest Baker: Who Is Frank Ocean? - Moving from New Orleans to Los Angeles. complex.com. 18. März 2011. Abgerufen am 4. Juli 2012.
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  7. Ernest Baker: Who Is Frank Ocean? - Relationship with Odd Future. complex.com. 18. März 2011. Abgerufen am 5. Juli 2012.
  8. abc Ernest Baker: Who Is Frank Ocean? - Being Signed to Def Jam. complex.com. 18. März 2011. Abgerufen am 5. Juli 2012.
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  25. *UPDATE* Blind Item Revealed: Rising R&B Star Frank Ocean Pens Letter Admitting That His First Love Was A Man!. bossip.com. 3. Juli 2012. Abgerufen am 6. Juli 2012.
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