Grand Gathas Of Baal Sin

Melechesh

  • Melechesh, von hebräisch ˈmɛlɛx eʃ מֶֽלֶךְ אֵ֖שׁ für ‚König des Feuers‘, ist eine Black-Metal-Band aus dem Nahen Osten, gegründet 1993 in Jerusalem.

    Bandgeschichte

    Die Band wurde 1993 in Jerusalem von Ashmedi gegründet. Ihm schlossen sich Lord Curse und Moloch an. 1995 stießen Cimeries und Thamuz zur Band, und diese nahm ihr Demo As Jerusalem Burns… auf; in den zwei Monaten nach der Aufnahme verließen sie die Band wieder. Mit dem Bassisten Uusur wurde die EP The Siege of Lachish aufgenommen, auch er verließ Melechesh kurz darauf.

    1996 unterzeichnete Melechesh einen Plattenvertrag beim US-amerikanischen Indie-Label Breath of Night Records von Akhenaten (Andrew Harris von Judas Iscariot) und veröffentlichte unter diesem ihr Debütalbum As Jerusalem Burns… Al´Intisar. Daraufhin spielte die Band einige Konzerte in Israel.

    Aus persönlichen und beruflichen Gründen (Ashmedi war als Assyrer Im Jahr 2000 unterzeichnete Melechesh einen Plattenvertrag über drei Alben beim Label Osmose Productions. Die Band veröffentlichte mit dieser Besetzung die Alben Djinn (2001) und Sphynx (2003); letzteres wurde in den schwedischen Los Angered Studios in Göteborg aufgenommen und von King-Diamond-Gitarrist Andy LaRocque produziert. Das Album verschaffte ihnen internationale Bekanntheit in der Metal-Szene.

    Im Jahr 2005 hatte Proscriptor Melechesh verlassen, und der Thanatos-Schlagzeuger Yuri Rinkel stieß als neuer Drummer zur Band, nachdem er zuvor bereits bei einigen Live-Auftritten gespielt hatte. Rinkel hatte als Y. Xul auch bei Funeral Winds und Liar of Golgotha gespielt, bei Melechesh trat er unter dem verkürzten Pseudonym Xul (sux. ‚böse‘) auf. Im Jahr 2006 erschien das vierte Album Emissaries, welches in den deutschen Woodhouse-Studios aufgenommen wurde.

    Melechesh gab im Juni 2008 bekannt, auf der Suche nach einem neuen Bassisten zu sein, da Al’Hazred „seit 2006 nicht mehr aktives Mitglied der Band war“. Bis ein festes Bandmitglied gefunden sei, werde Live- und Session-Bassist Kawn diesen Posten übernehmen.

    Da Ashmedi mit einer Türkin liiert ist, hatte die Band die Möglichkeit, ihr 2010 veröffentlichtes Album The Epigenesis in einem professionellen Studio in Istanbul aufzunehmen.

    Stil

    Als Hauptgrund, Melechesh zu gründen, nennt Ashmedi das Bathory-Album The Return......, jedoch wollte er zu dieser Musik östliche Schlagzeugmuster verwenden; er verweist auf arabische und armenische Schlagzeugmuster, letztere habe Melechesh als erste Band verwandt..

    Epigenesis scheint dem Imhotep-Webzine zufolge mehr wie eine große Geschichte in mehreren Stücken zu sein als ein Satz Heavy-Metal-Stücke à la Megadeth und Death, obgleich beide Bands als Einflüsse hörbar seien. Die Band stehe hier eher Nile, Mastodon, Between the Buried and Me und Tool nahe, dahingehend, dass sie Musikstücke schreibe und komponiere, die eher an Beethoven-Symphonien als traditionell strukturierten Metal erinnerten. Ashmedi bestritt, von diesen Künstlern beeinflusst zu sein oder Between the Buried and Me überhaupt gehört zu haben, obgleich die genannten Bands sehr gut seien. Er nannte Einflüsse aus dem 1970er-Psychedelic Rock und Hard Rock, dennoch sei es extremer Metal mit schwarzem Thrash und Musik des Nahen Ostens.

    Selbstwahrnehmung und Verhältnis zu Israel

    Die Band verwendet in ihrem Logo ein umgedrehtes Pentagramm und Petruskreuze. Auf die Frage, ob die Musiker Anton Szandor LaVeys sogenanntem modernem Satanismus und Aleister Crowley folgten oder wie die Band Nile dunkle, alte Mythologie und Geschichte möge, entgegnete Ashmedi, die Symbole erinnerten ihn eher an Speere als umgedrehte Kreuze, aber ihr spirituelles Konzept sei der Band wichtig. Sumerische/mesopotamische Mystik und Okkultismus des Nahen Ostens spielten eine große Rolle.

    Ashmedi zufolge begannen die Probleme der Band damit, dass eine Zeitung log und behauptete, Melechesh sei ein satanischer Kult.

    Um die Jahrtausendwende existierte auch die von Melechesh gegründete Organisation The Order of Mesopotamia. Ziel war es, dadurch eine Bewegung innerhalb der Black-Metal-Szene auszulösen, die eine ganz eigene, von Europa losgelöste Szene bilden sollte, quasi eine Vereinigung von Metallern aus dem gesamten Nahen Osten, die letztlich eine Religion begründen sollte.

    Diskographie

    Demos

    • 1995: As Jerusalem Burns…

    EPs

    • 1995: The Siege of Lachish
    • 2004: The Ziggurat Scrolls
    • 2012: Mystics of the Pillar II

    Alben

    • 1996: As Jerusalem Burns… Al’Intisar (2001 wiederveröffentlicht)
    • 2001: Djinn
    • 2003: Sphynx
    • 2006: Emissaries
    • 2010: The Epigenesis
    • 2015: Enki

    Musikvideos

    • 2001: Genies Sorcerers and Mesopotamian Nights
    • 2011: Grand Gathas of Baal Sin

    Quellen

    1. Yuri Rinkel permenent bandlid Melechesh. Re-releases op komst voor Rinkel's andere band Thanatos.
    2. a b c d e Kai Mathias Stalhammar: Melechesh. Vae Solis webmagazine, abgerufen am 10. Juni 2014 (englisch).
    3. a b BIOGRAPHY. Archiviert vom Original am 8. August 2002, abgerufen am 4. März 2015 (englisch).
    4. a b c d e f g h Dethster4life, Roy Kristensen: Melechesh - Destiny. Imhotep, abgerufen am 10. Juni 2014 (englisch).
    5. a b c d Götz Kühnemund: Melechesh. Jerusalem brennt!. In: Rock Hard, Nr. 282, November 2010, S. 44f.
    6. a b c d e f Tom Dare: Interview: Melechesh – “We took a fucking big risk- we could have ended our careers”. Thrash Hits, 21. Oktober 2010, abgerufen am 10. Juni 2014 (englisch).
    7. a b c d e f Melechesh. MetalAct.RO, 7. Oktober 2006, abgerufen am 10. Juni 2014 (englisch).
    8. a b BIOGRAPHY. Archiviert vom Original am 14. September 2008, abgerufen am 4. März 2015 (englisch).
    9. Melechesh to Audition New Bass players.
    10. a b Chad Bowar: Melechesh - Emissaries. About.com, abgerufen am 10. Juni 2014 (englisch).
    11. a b c d Melechesh Talks About The Jerusalem Metal Scene in American Press... Metal Israel, 25. Januar 2007, abgerufen am 10. Juni 2014 (englisch).
    12. Joe, Hage: MELECHESH-Interview 2006. Ancient-Spirit-Magazine, 2006, abgerufen am 4. März 2015.
    13. a b c d e Keith Harris (aus dem Englischen von Martin Büsser): Ein verwaistes Land? - Israel und die Extreme Metal-Szene. In: Testcard - Pop und Krieg. Nr. 9, 2000, S. 74-81., ISBN 3-931555-08-9
    14. Melechesh in den deutschen Charts (GfK), abgerufen am 1. Juni 2015.

    Weblinks

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