Too Hot

Krokus

  • Krokus ist eine schweizerische Hard-Rock-Band.

    Nachdem die aus Solothurn stammende Gruppe ihre Karriere mit verspieltem Progressive Rock begonnen hatte, feierte sie nach einer radikalen Stilkorrektur hin zu geradlinigem, rifflastigem Hard Rock ihre größten Erfolge in der ersten Hälfte der 1980er Jahre. Aufgrunddessen fallen nicht selten Vergleiche mit AC/DC, wenngleich Krokus auch Balladen in ihr Songrepertoire aufnahm. Die Band erlangte mehrere Platinauszeichnungen und bekam 1983 die Ehrenbürgerschaft von Tennessee. Noch größere Erfolge blieben der Formation allerdings nicht zuletzt wegen der unzähligen Besetzungswechsel in der Bandhistorie verwehrt – seit dem Studioalbum Hardware von 1981 wurden sämtliche Nachfolger bis heute in einer jeweils anderen Besetzung eingespielt.

    Das im Jahr 2003 veröffentlichte Album Rock the Block markierte die Rückkehr der Band in die Erfolgsspur und bescherte Krokus das erste Nummer-1-Album in ihrer Heimat. Seitdem und insbesondere mit der 2008 vollzogenen Wiedervereinigung der Urformation konnte die Band ihren zwischenzeitlich verlorenen internationalen Bekanntheitsgrad wieder erheblich steigern. Dies zeigte sich auch dadurch, dass die bekannte barbadische Pop-Sängerin Rihanna bei einem Livekonzert 2014 ein Oberteil mit einem Krokus-Motiv aus den 80er Jahren trug. Mit den nach der Wiedervereinigung veröffentlichten Alben Hoodoo und Dirty Dynamite, die ebenfalls auf Platz 1 der schweizerischen Albumcharts stiegen, konnte die Band auch musikalisch an die erfolgreichen Zeiten Anfang der 80er Jahre anknüpfen.

    Geschichte

    Der Eisbrecher: Krokus 1975–1976

    Krokus wurde im Juli 1975 im schweizerischen Solothurn, einem Schmelztiegel vieler Bands (z.B. Terrible Noise, Montezuma, Lovely Fleas und Inside), auf Initiative von Chris von Rohr gegründet. Richard sang dennoch noch zwei Kompositionen des Erstlings ein und beteiligte sich zudem als Songwriter.

    Das erste, selbstbetitelte Album Krokus, das von Peter J. Mac Taggart im Sinus Studio in Bern produziert wurde, erschien 1976 und hatte stilistisch noch wenig mit dem riffbetonten Hard Rock zu tun, der die Band später berühmt machen sollte. Verspielte, progressive Klänge waren stattdessen darauf zu hören. Der Veröffentlichung folgten u.a. zwei Konzerte im Vorprogramm der damals ebenfalls noch weniger bekannten Scorpions, die gerade ihr Album In Trance veröffentlicht hatten, im Volkshaus in Zürich und im Kulturcasino in Bern sowie ein Festivalauftritt als Vorgruppe von Rumpelstilz im schweizerischen Kloten.

    Die ersten Hard Rock-Klänge: To You All 1977

    Anfang 1977 fusionierte Krokus aufgrund mehrerer Anwerbungsversuche von Chris von Rohr mit Montezuma, einer weiteren Band aus Solothurn.

    Die vollständige Stilkorrektur: Pay It in Metal/Pain Killer 1978–1979

    Im selben Line-Up wurde das nächste Album Pay it in Metal – auch unter dem Namen Pain Killer erschienen – innerhalb von fünf Tagen im Manor Studio in Oxford, Großbritannien, eingespielt.

    Deshalb wechselte von Rohr an den Bass, während Jürg Naegeli fortan für die Technik und den Livemix zuständig war. Daraufhin verließ der Sänger die Band nach einem kurzen Gastspiel wieder.

    Der Durchbruch: Metal Rendez-Vous 1979–1980

    Der Ausstieg von Fries war im Nachhinein ein absoluter Glücksfall für Krokus, denn als Nachfolger wurde nach intensiven Anwerbungsversuchen des Bassisten von Rohr der aus Malta stammende Frontmann Marc Storace verpflichtet, der mit TEA bereits drei Studioalben veröffentlicht hatte und anschließend mit der britischen Band Eazy Money kurz in Erscheinung trat.

    Nachfolgend wurde mit einem Budget von 20.000 Schweizer Franken im Platinum One Studio in Zürich das erste Studioalbum mit Marc Storace am Gesang in Angriff genommen, welches schließlich den Titel Metal Rendez-Vous tragen sollte.

    Im Anschluss an die Veröffentlichung absolvierte Krokus dann mit der ebenfalls schweizerischen Formation Bitch im Vorprogramm eine Konzertreise durch die heimische Alpenrepublik, bevor sich für die Band die Pforten des internationalen Rockbusiness öffneten:

    Die Festigung des Renommees: Hardware 1980–1981

    Bereits ab November 1980 nahm Krokus in den Roundhouse Studios in London das Nachfolgealbum Hardware auf, das Fernando von Arb und Chris von Rohr in Eigenregie produzierten. Dies sollte zwar anfangs aufgrund der Erfolgswelle, auf der sich die Band zu der Zeit befand, nicht derart deutlich zu Tage treten, allerdings begann mit dieser Personaländerung auch die nicht enden wollende Ära der Besetzungswechsel, die das Image der Band nachhaltig negativ prägen sollte und sie überdies bis an den Rand ihrer Existenz brachte.

    Kiefers Ersatz für sämtliche nachfolgenden Konzertverpflichtungen wurde der Schweizer Mandy Meyer.

    „Das Album, das AC/DC nie veröffentlichten“

    1982 veröffentlichte die Band das von Tony Platt (u.a. Iron Maiden, Motörhead, Gary Moore), Fernando von Arb und Chris von Rohr produzierte Studioalbum One Vice at a Time. Dieses wurde wiederum in London aufgenommen, diesmal allerdings nicht in den Roundhouse Studios, sondern in den ebenfalls im Norden der Stadt ansässigen Battery Studios. One Vice at a Time, das von Chris von Rohr als das „Album, das AC/DC nie veröffentlichten“ bezeichnet wurde, enthält neben den Singles „Long Stick Goes Boom“, „Bad Boys, Rag Dolls“ und dem The Guess Who-Cover „American Woman“ mit „Down the Drain“ noch einen weiteren regelmäßig im Liveset vertretenen Song.

    Der vorläufige Höhepunkt: Headhunter 1983

    Den Höhepunkt ihrer Karriere erreichte Krokus mit dem nächsten, von Tom Allom (u.a. Judas Priest, Def Leppard, Y&T, Rough Cutt) im Bee Jay Studio in Orlando produzierten Studioalbum Headhunter. Dieses Werk enthält mit der Single „Screaming in the Night“ den bis dato größten Hit der Band in den USA.

    Doch schon während der Tour zu Headhunter gab es weitere Besetzungswechsel. Zunächst wurde Mark Kohler durch Patrick Mason ersetzt, weil dieser ein besserer Backgroundsänger war. Bald darauf, Ende des Jahres 1983, wurde schließlich auch dem eigentlichen Bandleader Chris von Rohr gekündigt, da er als inoffizielles Sprachrohr der Gruppe seine Kompetenzen nach Meinung der anderen deutlich überschritten hatte. Bereitwillig hatte dieser dem schweizerischen Boulevardblatt Blick Auskunft über das Rockstarleben der Band gegeben und offen über Tourexzesse, Alkohol, Drogen und Groupies geredet. Die Rhythmusgitarre blieb zunächst unbesetzt.

    Der Beginn des schleichenden Abstiegs: The Blitz 1984–1985

    Das nächste Studioalbum The Blitz, das 1984 erschien und von Bruce Fairbairn (u.a. AC/DC, Bon Jovi, Loverboy, Aerosmith) in den Little Mountain Sound Studios in Vancouver produziert wurde, markierte den Wendepunkt in der Karriere der Band. Zwar sollte das neben dem Debüt Krokus einzige als Quartett aufgenommene Werk in den USA, in Kanada und in der Schweiz Goldstatus erreichen und die erste Chartplatzierung in der Schweiz überhaupt einfahren – außerdem erreichten die Singles „Midnite Maniac“ mit einem Einstieg in die Billboard Hot 100 und „Our Love“ mit einer Platzierung in den Mainstream Rock Tracks die amerikanischen Charts und auch die dritte Single, das The Sweet-Cover „Ballroom Blitz“, erlangte breitere Aufmerksamkeit – dennoch schien nicht zuletzt wegen der nicht enden wollenden Besetzungswechsel und dem nur schwer zu toppenden Vorgänger Headhunter zu diesem Zeitpunkt der Zenit der Band erreicht.

    Der Tiefpunkt der Bandhistorie: Change of Address 1985–1986

    Das nachfolgende Studioalbum Change of Address sollte 1986 alle in der Band herrschenden Missstände zu Tage treten lassen. Es zeigte eine Band, die den ständigen internen Differenzen und personellen Umstrukturierungen sowie dem Erfolgsdruck der Plattenfirma nicht mehr standhalten konnte. Anstatt riffbetontem Hard Rock enthielt das von Tom Werman (u.a. Molly Hatchet, Mötley Crüe, Ted Nugent, Poison) in den Artisan Sound Recorders in Los Angeles produzierte Album poppigen Glam Metal, der zu dieser Zeit immer mehr aufkam und insbesondere die US-Rockszene zu dominieren begann. Kiefer wurde 34 Jahre alt.

    Die Rückbesinnung auf alte Stärken: Heart Attack 1987–1989

    Nach Abschluss der Change of Address Tour zog Krokus die Reißleine und als Konsequenz auf die negativen Erfahrungen zum letzten Studioalbum wechselte man von der Plattenfirma Arista zu MCA. Darüber hinaus kam es zu weiteren personellen Umstrukturierungen: 1987 wurde der überraschende Wiedereinstieg von Chris von Rohr verkündet, der Tommy Keiser am Bass ablöste. Die weit verbreitete Geschichte, dass die nach dem Ausstieg von Storace und von Arb übrigen Mitglieder Kohler, von Rohr und Crivelli mit dem schwedischen Sänger Björn Lodin, der vormals u.a. bei der schwedischen Band Six Feet Under aktiv war und überdies Bandgründer von Baltimoore ist, und Leadgitarrist Many Maurer einen kurzlebigen Neuanfang unter dem Namen Krokus wagte, ist damit wohl widerlegt.

    Die erste überraschende Rückkehr in einer gänzlich neuen Besetzung: Stampede 1990–1992

    Das endgültige Aus von Krokus schien nah, doch nachdem Chris von Rohr und die weiteren Bandmitglieder von Grand Slam getrennte Wege eingeschlagen hatten, füllte ironischerweise genau Fernando von Arb diese durch von Rohr entstandene Lücke und das Blatt wendete sich.

    Der Versuch eines Neubeginns mit alten Bekannten: To Rock or Not to Be 1994–1996

    Als Fernando von Arb von seiner Krebserkrankung vollständig genesen war, erschien Krokus 1994 überraschend wieder fast in der Besetzung von One Vice at a Time auf der Bildfläche: Marc Storace am Mikro, Fernando von Arb wieder wie gewohnt an der Leadgitarre, Mark Kohler an der Rhythmusgitarre, Many Maurer, der mit von Arb das Instrument tauschte, am Bass und Freddy Steady am Schlagzeug formierten sich zunächst im Frühjahr des Jahres für die Living Legend Tour, ehe noch im selben Jahr die EP You Ain’t Seen Nothin’ Yet sowie ein Jahr später das Studioalbum To Rock or Not to Be veröffentlicht wurde.

    Die zweite überraschende Rückkehr in einer gänzlich neuen Besetzung: Round 13 1999–2001

    Wie schon 1990 mit Stampede überraschte Fernando von Arb die Musikwelt im Jahr 1999 erneut, indem er Krokus abermals in einer komplett neuen Formation wiederbelebte: Neben von Arb bildeten Carl Sentance, der ehemalige Frontmann der NWoBHM-Band Persian Risk, der Rhythmusgitarrist Chris Lauper, Bassist Many Maurer, der die einzige Konstante neben von Arb im Line-Up während den für die Band nicht einfachen 90er Jahren darstellte, sowie Cliff Rodgers am Schlagzeug die neue Besetzung.

    Der kommerzielle Wiederaufstieg und das erste Nummer-1-Album: Rock the Block 2002–2005

    Die Veränderungen im Line-Up fanden damit aber immer noch kein Ende: Im Jahr 2002 kündigte Krokus, nachdem Differenzen mit Fernando von Arb ausgeräumt wurden, die Rückkehr von Marc Storace an.

    Letztlich sollte auch aufgrund der durch die DVD-Publikation neu entstandenen Beziehungsverhältnisse die Besetzung von Rock the Block ebenfalls nur von kurzer Dauer sein, denn noch vor einer im September und Oktober 2005 geplanten Konzertreise entlang der nordamerikanischen Ostküste verließ Leadgitarrist Fernando von Arb, der seit 1977 auf jedem Studioalbum zu hören war, die Band.

    Die Stabilisierung des Erfolgs und die längste Tour durch Europa: Hellraiser 2006–2008

    Mit Marc Storace als einzig verbliebenem Urmitglied sowie dem Leadgitarristen Mandy Meyer, dem Rhythmusgitarristen Dominique Favez, dem Bassisten Tony Castell und Stefan Schwarzmann am Schlagzeug tourte die Band zunächst im Mai 2006 mit Axxis im Vorprogramm als Headliner durch Deutschland.

    Die entschlossene, erfolgreiche Rückkehr der Urformation und das zweite Nummer-1-Album: Hoodoo 2008–2011

    Diese künstlerische Pause wurde letztlich genutzt, um umzusetzen, was viele Fans schon vermuteten: Marc Storace offenbarte Mandy Meyer, Dominique Favez, Tony Castell und Stefan Schwarzmann seine Entscheidung, fortan wieder mit der sogenannten „Urformation“ weitermachen zu wollen und bald darauf waren Leadgitarrist Fernando von Arb, Bassist Chris von Rohr und Schlagzeuger Freddy Steady wieder als feste Bandmitglieder mit an Bord.

    Ende Februar 2010 erschien schließlich nach der Album-Release-Party in der Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn, die von der Band überdies als Probelokal genutzt wird, das langersehnte, von Chris von Rohr in Eigenregie produzierte und wiederum weitgehend im House of Audio in Winterbach entstandene Reunionalbum Hoodoo. Dieses ging inklusive der Singles „Hoodoo Woman“, die auch den Sprung in die schweizerischen Singlecharts schaffte, und „Too Hot“ sogleich als zweites Nummer-1-Album in die Bandgeschichte ein und bescherte der Band überdies innerhalb weniger Wochen eine Platinauszeichnung.

    Rock ’n’ Roll in den legendären Abbey Road Studios und das dritte Nummer-1-Album: Dirty Dynamite 2012 bis heute

    Ohne einen fest im Line-Up integrierten Schlagzeuger ging man auch an die Einspielung des neuen, wiederum von Chris von Rohr produzierten Albums Dirty Dynamite. Diesen Part übernahm schließlich wiederum der als Gastmusiker engagierte Kosta Zafiriou. Da die Band für dieses Album keine Kosten und Mühen scheuen wollte, bezog man ab Ende August 2012 für einige Wochen die berühmten Abbey Road Studios in London.

    Anfang Mai absolvierte Krokus die aus fünf Auftritten bestehende The Close Contact Dög Tour, die sich aus drei in der Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn und zwei im Volkshaus in Zürich absolvierten Konzerten zusammensetzte. Da Krokus seit Jahren Amerika ferngeblieben sind aber seit den 80-Jahren täglich auf den Rockstationen in den USA fester Bestandteil des Radio-Plays sind, haben sich mehrere bekannte Rockgrössen für die Shows in Los Angeles im Whisky angemeldet.

    Nebenprojekte von zur selben Zeit bei Krokus aktiven Musikern

    The Heavy’s

    Fernando von Arb und Peter Tanner spielten zusammen mit den zu der Zeit nicht als Bandmitglieder bei Krokus aktiven Musikern Jürg Naegeli und Chris von Rohr unter dem Namen The Heavy`s die Studioalben Metal Marathon und More Metal Marathon ein, die 1989 bzw. 1992 erschienen.

    Ain’t Dead Yet

    1991 gründeten Leadgitarrist Many Maurer und Bassist Tony Castell – zur gleichen Zeit bei Krokus als Lead- bzw. Rhythmusgitarrist aktiv – zusammen mit dem Sänger David Leach, dem Rhythmusgitarristen Marcel Infanger sowie Dani Crivelli, dem ehemaligen Schlagzeuger sowohl von Killer als auch von Krokus, die Hard-Rock-Band Ain’t Dead Yet. Die Formation agierte zunächst als reine Coverband, wovon auch das 1992 erschienene Livealbum Alive MCMXVII zeugt. Mit der ebenfalls 1995 veröffentlichten Single „You Know What Love Is“ und der EP Read Your Mind: Unplugged aus dem Jahre 1996 folgten noch zwei weitere Veröffentlichungen der Band. 1997 wurde dann zunächst noch Igor Gianola, der aktuelle Gitarrist von U.D.O. verpflichtet, ehe sich die Band 1998 auflöste.

    Manfred Ehlert’s Amen

    Etwa zur selben Zeit als die zweite Reunion von Krokus 1994 ins Rollen kam, begann Marc Storace auch bei dem von Manfred Ehlert, einem schweizerischen Komponisten und Multiinstrumentalisten, ins Leben gerufenen AOR-Studioprojekt Manfred Ehlert’s Amen mitzuwirken. Storace sang beim ersten, selbstbetitelten Album insgesamt sechs der neun enthaltenen Titel ein, nämlich „Call My Name“, „Total Control“, „We Just Have Got to Do It“, „I Don’t Wanna Lose My Mind“, „Boys in Blue (Everybody Get Down)“ und „Love Me as I Am“. Hinsichtlich der musikalischen Ausrichtung etwas rockiger, konnte das zweite Album jedoch nicht an die Erfolge des Vorgängers anknüpfen.

    D/C World

    Tony Castell, der im Jahre 2000 als Ersatz für Many Maurer den Bass bei Krokus übernahm, veröffentlichte im Oktober desselben Jahres – ebenfalls als Bassist – mit dem Projekt D/C World ein ebenso betiteltes Coveralbum, das ausschließlich aus AC/DC-Songs besteht.

    Warrior

    Nachdem Marc Storace inzwischen das insgesamt dritte Mal als Frontmann bei Krokus eingestiegen war und mit der Band das erste Nummer-1-Album Rock the Block feierte, erhielt er Mitte 2003 ein Angebot, in der ihm der Sängerposten bei Warrior, einer aus Los Angeles, USA, stammenden Heavy-Metal-Band, angeboten wurde. Diese Offerte kam über Christoph Berger, einem alten Weggefährten aus den frühen 90er Jahren, zustande, der ihm damals bei der Entstehung seines mit dem Gitarristen Vic Vergeat aufgenommenen Soloalbums Blue (1998 als Vergeat/Storace mit dem Titel When a Man... wiederveröffentlicht) unter die Arme Griff, inzwischen allerdings eine führende Position beim amerikanischen Label CMC innehatte.

    Biss

    Nicht einmal ein Jahr nach dem kurzlebigen Engagement bei Warrior lag Marc Storace schon das nächste Angebot vor, bei dem er sozusagen nebenamtlich ein Studioalbum stimmlich vervollkommnen sollte. Diesmal kam die Anfrage von Biss, einer im Jahr 2000 gegründeten, deutschen Band, deren musikalische Ausrichtung zwischen Hard Rock und Heavy Metal pendelt. Zum Zeitpunkt seines Einstiegs war Storace allerdings bereits der dritte namhafte Sänger in der noch kurzen Bandhistorie: Zunächst sang Fernando Garcia, der ehemalige Frontmann von Victory, das im Januar 2002 veröffentlichte und selbstbetitelte Debütalbum Biss ein, ehe Michael Bormann, der seiner Zeit als Sänger von Jaded Heart aktiv war, das Mikro für das zweite Studioalbum Joker in the Deck übernahm, welches fast exakt ein Jahr nach dem ersten Album erschien.

    Unisonic

    Im Dezember 2012 verkündete Krokus überraschend die Rückkehr von Mandy Meyer als fest in der Besetzung integrierten, dritten Gitarristen – ein Novum in der Bandgeschichte.

    Diskografie

    Studioalben

    • 1976: Krokus
    • 1977: To You All
    • 1978: Pay It in Metal/Pain Killer
    • 1980: Metal Rendez-Vous
    • 1981: Hardware
    • 1982: One Vice at a Time
    • 1983: Headhunter
    • 1984: The Blitz
    • 1986: Change of Address
    • 1988: Heart Attack
    • 1990: Stampede
    • 1995: To Rock or Not to Be
    • 1999: Round 13
    • 2003: Rock the Block
    • 2006: Hellraiser
    • 2010: Hoodoo
    • 2013: Dirty Dynamite

    Livealben

    • 1986: Alive and Screamin’
    • 2004: Fire and Gasoline (Spontaneously Combustible) – Live!
    • 2014: Long Stick Goes Boom: Live from da House of Rust

    Best-of-Kompilationen

    • 1989: Stayed Awake All Night: The Best Of
    • 1993: The Dirty Dozen: The Very Best of 1979–1983
    • 2000: The Definitive Collection
    • 2002: Headhunter Blitz
    • 2003: Long Stick Goes Boom: The Anthology

    Weitere Kompilationen

    • 1980: Early Days
    • 1984: Prior Convictions
    • 1999: Best Of
    • 2001: The Collection
    • 2006: Extended Versions

    EPs

    • 1981: Industrial Strength EP
    • 1994: You Ain’t Seen Nothin’ Yet

    Singles

    • 1977: Highway Song
    • 1978: Susie
    • 1979: Bedside Radio
    • 1979: Tokyo Nights
    • 1980: Heatstrokes
    • 1981: Rock City
    • 1981: Smelly Nelly
    • 1982: American Woman
    • 1982: Bad Boys, Rag Dolls
    • 1982: Long Stick Goes Boom
    • 1983: Screaming in the Night
    • 1983: Stayed Awake All Night
    • 1983: Eat the Rich
    • 1984: Midnite Maniac
    • 1984: Ballroom Blitz
    • 1986: Say Goodbye
    • 1986: School’s Out
    • 1986: Let This Love Begin
    • 1986: Screaming in the Night (Live)
    • 1988: Wild Love
    • 2003: I Want It All
    • 2003: Open Fire
    • 2006: Angel of My Dreams
    • 2010: Hoodoo Woman
    • 2010: Too Hot
    • 2013: Dirty Dynamite (nur in Europa als Single veröffentlicht)
    • 2013: Go Baby Go (nur in Kanada und den USA als Single veröffentlicht)
    • 2013: Dög Song

    Promo Singles

    • 1981: Hardware (Flexidisk)
    • 1981: Winning Man
    • 1984: Our Love
    • 1986: Burning up the Night
    • 1988: Everybody Rocks
    • 1988: Let It Go

    Auf Various Artists-Kompilationen enthaltene Non Album Tracks

    • 2009: „Live for the Action“ (Rhythm of Ice Hockey: The Official Soundtrack of the 2009 IHHF World Championship)

    Aufgenommene aber bis heute unveröffentlichte Songs

    • „Gimme Love“ (Ein Auszug des Songs ist im Dokumentarfilm Krokus: As Long as We Live zu hören.)
    • „Love Me Like an Alligator“ (Der Song wurde während der Aufnahmen von Hardware eingespielt und wird in der Biographie Hunde wollt ihr ewig rocken von Chris von Rohr auf Seite 191 namentlich erwähnt.)

    Videos

    VHS

    • 1985: The Video Blitz
    • 1986: Screaming in the Night

    DVDs

    • 2004: Live at the Montreux Jazz Festival (Bonus-DVD zu Fire and Gasoline (Spontaneously Combustible) – Live!)
    • 2004: Krokus: As Long as We Live
    • 2010: Raw Sounds and Straight Talk (Bonus-DVD zu Hoodoo)

    Musikvideos

    • 1977: Highway Song
    • 1978: Rock Me, Rock You
    • 1978: Bye Bye Baby
    • 1980: Tokyo Nights
    • 1980: Heatstrokes
    • 1980: Lady Double Dealer
    • 1980: Back-Seat Rock ’n’ Roll
    • 1980: Streamer
    • 1981: Rock City
    • 1981: She’s Got Everything
    • 1981: Easy Rocker
    • 1983: Screaming in the Night
    • 1983: Eat the Rich
    • 1984: Midnite Maniac
    • 1984: Ballroom Blitz
    • 1984: Our Love
    • 1986: School’s Out
    • 1986: Burning up the Night
    • 1988: Let It Go
    • 2010: Hoodoo Woman
    • 2010: Too Hot
    • 2013: Dirty Dynamite

    Weitere Informationen

    Literatur

    • Chris von Rohr: Hunde wollt ihr ewig rocken. Mein Trip durch den Rockdschungel. 11. Auflage, Steinblatt, Lugano 1991. ISBN 3-9520081-0-9
    • Joel Whitburn: The Billboard Albums, 6. Auflage, Record Research, Menomonee Falls 2007. ISBN 0-89820-166-7

    Einzelnachweise

    1. a b c d e f krokusonline.seven49.net – Chronological – One Vice at a Time. Zuletzt abgerufen am 17. Mai 2013.
    2. blick.ch – Wir sind kein besoffener Haufen mehr. Abgerufen am 1. April 2013.
    3. blick.ch – Rihanna ist Krokus-Fan!. Abgerufen am 20. August 2014.
    4. a b chrisvonrohr.ch – Krokus forever (PDF; 815 kB). Zuletzt abgerufen am 1. April 2013.
    5. a b c krokusonline.seven49.net – Chronological – Krokus (First). Zuletzt abgerufen am 1. April 2013.
    6. Chris von Rohr: Hunde wollt ihr ewig rocken. Mein Trip durch den Rockdschungel. 1991, S. 119–121.
    7. krokusonline.seven49.net – Musical (Instruments) – Daniel Debritt. Abgerufen am 1. April 2013.
    8. a b c d krokusonline.seven49.net – Chronological – To You All. Zuletzt abgerufen am 1. April 2013.
    9. Chris von Rohr: Hunde wollt ihr ewig rocken. Mein Trip durch den Rockdschungel. 1991, S. 123, 127.
    10. Chris von Rohr: Hunde wollt ihr ewig rocken. Mein Trip durch den Rockdschungel. 1991, S. 129.
    11. Chris von Rohr: Hunde wollt ihr ewig rocken. Mein Trip durch den Rockdschungel. 1991, S. 129.
    12. Chris von Rohr: Hunde wollt ihr ewig rocken. Mein Trip durch den Rockdschungel. 1991, S. 130–131.
    13. Chris von Rohr: Hunde wollt ihr ewig rocken. Mein Trip durch den Rockdschungel. 1991, S. 140.
    14. a b c d e f g h i j krokusonline.seven49.net – Chronological – Painkiller. Zuletzt abgerufen am 1. April 2013.
    15. a b c d e f g h krokusonline.seven49.net – Chronological – Metal Rendez-Vous. Zuletzt abgerufen am 1. April 2013.
    16. Chris von Rohr: Hunde wollt ihr ewig rocken. Mein Trip durch den Rockdschungel. 1991, S. 166.
    17. krokusonline.seven49.net – News – Quadruple Platinum For Metal Rendez-Vous. Abgerufen am 4. März 2014.
    18. Chris von Rohr: Hunde wollt ihr ewig rocken. Mein Trip durch den Rockdschungel. 1991, S. 163.
    19. a b c d krokusonline.seven49.net – Chronological – Hardware. Zuletzt abgerufen am 17. Mai 2013.
    20. chartarchive.org – Chart Archive – Krokus – Industrial Strength (EP). Zuletzt abgerufen am 16. Mai 2013.
    21. a b bernerzeitung.ch – 50 Jahre Berner Rock – No Blues, Thommy. Zuletzt abgerufen am 1. April 2013.
    22. Chris von Rohr: Hunde wollt ihr ewig rocken. Mein Trip durch den Rockdschungel. 1991, S. 196, 200, 206.
    23. Chris von Rohr: Hunde wollt ihr ewig rocken. Mein Trip durch den Rockdschungel. 1991, S. 206.
    24. Chris von Rohr: Hunde wollt ihr ewig rocken. Mein Trip durch den Rockdschungel. 1991, S. 221–222.
    25. krokusonline.seven49.net – Musical (Instruments) – Mark Kohler. Abgerufen am 1. April 2013.
    26. a b c d e krokusonline.seven49.net – Chronological – Headhunter. Zuletzt abgerufen am 17. Mai 2013.
    27. Chris von Rohr: Hunde wollt ihr ewig rocken: Mein Trip durch den Rockdschungel, 1991, S. 368.
    28. Chris von Rohr: Hunde wollt ihr ewig rocken. Mein Trip durch den Rockdschungel. 1991, S. 368.
    29. Chris von Rohr: Hunde wollt ihr ewig rocken. Mein Trip durch den Rockdschungel. 1991, S. 369.
    30. Chris von Rohr: Hunde wollt ihr ewig rocken. Mein Trip durch den Rockdschungel. 1991, S. 369.
    31. Chris von Rohr: Hunde wollt ihr ewig rocken. Mein Trip durch den Rockdschungel. 1991, S. 380.
    32. a b c d e f g h i krokusonline.seven49.net – Chronological – The Blitz. Zuletzt abgerufen am 1. April 2013.
    33. a b krokusonline.seven49.net – Chronological – Change of Address. Zuletzt abgerufen am 1. April 2013.
    34. a b c d krokusonline.seven49.net – Chronological – Heart Attack. Zuletzt abgerufen am 17. Mai 2013.
    35. a b c d e krokusonline.seven49.net – Press – Stampede. Zuletzt abgerufen am 17. Mai 2013.
    36. a b krokusonline.seven49.net – Chronological – Stampede. Zuletzt abgerufen am 2. April 2013.
    37. a b c krokusonline.seven49.net – Chronological – To Rock or Not to Be. Zuletzt abgerufen am 2. April 2013.
    38. a b c d krokusonline.seven49.net – Chronological – Round 13. Zuletzt abgerufen am 11. April 2013.
    39. krokusonline.seven49.net – Musical (Instruments) – Carl Sentance. Abgerufen am 10. April 2013.
    40. a b c d e f g krokusonline.seven49.net – Chronological – Rock the Block. Zuletzt abgerufen am 2. April 2013.
    41. imdb.com – Krokus – As Long as We Live. Abgerufen am 29. April 2013.
    42. a b hitparade.ch – Music News – Krokus: von Rohr und von Arb zusammen am jammen. Zuletzt abgerufen am 30. April 2013.
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