Roberto Silva

  • Robertinho Silva (* 1. Juli 1941 in Rio de Janeiro) ist ein brasilianischer Jazzmusiker (Perkussion, Schlagzeug, Arrangement, Komposition), der international auch als Sideman von Topacts der Música Popular Brasileira bekannt wurde.

    Leben und Wirken

    Silva ist als Schlagzeuger zunächst Autodidakt. Mit 15 Jahren wurde er Berufsmusiker und spielte zunächst mit Tanzorchestern wie der Conjunto Flamingo. 17-jährig begann er eine Ausbildung bei Albano Mesquita und Joaquim Neagle. Seit 1964, wo er Caubi Peixoto begleitete, ist er auf Plattenaufnahmen zu hören. 1969 wurde er Mitglied der Band von Milton Nascimento, mit dem er bis heute regelmäßig zusammenarbeitet. Zwischen 1970 und 1974 gehörte er zu Som Imaginário um Wagner Tiso und Zé Rodrix und war auch an deren ersten Alben (1970/1971) beteiligt. Daneben begleitete er João Donato, Marcos Valle, Gilberto Gil, Taiguara, Toninho Horta, Roberto Carlos, Gal Costa, João Bosco, Paulo Moura (Fibra) oder Egberto Gismonti (Agua & Vinho). 1974 zog er vorübergehend in die USA, wo er mit Airto Moreira, Moacyr Santos, Ron Carter, Wayne Shorter, Shelly Manne, Peggy Lee, Cal Tjader, Sarah Vaughan, Paul Horn und George Duke arbeitete. Mit Flora Purim trat er 1974 auf dem Montreux Jazz Festival auf. 1981, zurück in Brasilien, veröffentlichte er sein erstes eigenes Album in der Polygram-Serie Música Popular Brasileira Contemporânea, an dem Raul de Souza und Egberto Gismonti beteiligt waren. Ab 1984 folgten weitere eigene Alben, die zum Teil auch international veröffentlicht wurden. 1997 eröffnete er in seiner Geburtsstadt das Centro de Percussão Alternativo Robertinho Silva, wo er selbst unterrichtet. International kooperierte er in den letzten Jahren auch mit Terje Gewelt. Im Bereich des Jazz war er zwischen 1972 und 2011 an 121 Aufnahmen beteiligt.

    Diskographische Hinweise

    • 1981: Música Popular Brasileira Contemporânea
    • 1984: Bateria
    • 1991: Bodas de Prata
    • 1994: Speak No Evil (Milestone Records)
    • 1995: Shot on Goal (Milestone)
    • 2000: Jaquedu
    • 2002: Mixtura Brasileira

    Weblinks

    Einzelnachweise

    1. Allmusic gibt abweichend als Geburtstag den 1. Juni an
    2. Tom Lord The Jazz Discography (online, 14. Juni 2014)

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