Thunder On The Mountain (feat. Jack White and the Third Man House Band)

Wanda Jackson

  • Wanda Jackson (* 20. Oktober 1937 in Maud, Oklahoma), eigentlich Wanda Lavonne Jackson, ist eine US-amerikanische Rockabilly- und Country-Sängerin.

    Leben

    Wanda Jackson wurde zwar in Oklahoma geboren, wuchs aber ab ihrem 4. Lebensjahr in Kalifornien auf. Als Kind lernte sie Gitarre und Klavier spielen. Mit 15 Jahren gewann sie einen Talentwettbewerb und durfte täglich eine Viertelstunde in einem lokalen Radiosender auftreten. Der Countrysänger Hank Thompson hörte sie dort und ermutigte sie zu weiteren Auftritten. Sie bestand jedoch darauf, erst ihren High School-Abschluss zu machen. 1955 und 1956 ging sie auf Tournee, unter anderem mit Elvis Presley, der ihr riet, von der Countrymusik auf Rockabilly umzusteigen. 1961 heiratete sie und bekam zwei Kinder. Ihr Mann Wendell Goodman gab seinen Beruf bei IBM auf, um ihr Manager zu werden.

    Wanda Jackson war die erste Frau, die "wilde" Musik wie ihre männlichen Kollegen machte und ihre Songs mit rauer Stimme sang. Für das eher prüde Amerika war sie zu wild, und ihre größten Erfolge hatte sie im Ausland. Für ihre Fans im Ausland sang sie unter anderem auch auf Deutsch, Niederländisch und Japanisch. 1959 stand Fujiyama Mama monatelang an der Spitze der japanischen Hitparade – und das obwohl in dem Lied in wenig sensibler Weise auf die Atombombenabwürfe angespielt wird: „I've been to Nagasaki, Hiroshima too / The things I did to them baby, I can do to you“. Ihr bis heute bekanntester Rock'n'Roll-Titel war 1960 Let's Have A Party und Mean Mean Man. Ihr in den USA erfolgreichster Titel war In The Middle Of A Heartache, die Platte erreichte Ende 1961 Platz 27 der US-Singles-Charts. Im Jahre 1962 gelangen ihr noch zwei weitere, kleinere Erfolge, einmal mit einer Coverversion des Burl Ives-Titels A Little Bitty Tear (# 84) und mit der Platte If I Cried Every Time You Hurt Me (# 58). Insgesamt konnten sich fünf Platten von Wanda Jackson zwischen Herbst 1960 und Frühsommer 1962 in den US Charts platzieren.

    In Deutschland kam sie mit sanfteren Liedern besser an, hatte aber da nur eine sehr kurze Phase des Erfolgs, vom April 1965 bis Januar 1967. Am erfolgreichsten war sie mit Santo Domingo, einem eigens für sie von Joachim Olden und Bert Relin komponierten deutschen Schlager. Der Titel kam 1965 bis auf Platz 5 der deutschen Hitparade oder Wer an das Meer sein Herz verliert) oder es wurden US-Hits anderer Künstler verwendet und mit deutschen Texten versehen (z. B. Oh, lonesome me von Don Gibson), wobei die Instrumentalplaybacks in den Electrola Studios in Köln vorproduziert wurden und von Wanda Jackson entweder in den Studios ihres US-Labels Capitol Records in Los Angeles oder bei ihrem nächsten Besuch bei Electrola in Köln synchronisiert wurden. Ihr letzter Erfolg in Deutschland war der Titel Wenn der Abschied kommt, der im Januar 1967 Platz 32 der deutschen Singles-Charts erreichte.

    Wanda Jackson spielte neben Rock'n'Roll und Country zeitweilig auch Gospelmusik. In ihrer Karriere nahm sie mehr als 50 Alben auf und geht auch mit über 70 Jahren noch auf Tournee. Sie erhielt zahlreiche Ehrungen, unter anderem wurde sie in die Oklahoma Music Hall of Fame, die Rockabilly Hall Of Fame und die International Gospel Music Hall Of Fame aufgenommen.

    Im Januar 2011 feierte Jackson auf dem Plattenmarkt ein vielbeachtetes Comeback: Das Album The Party Ain't Over wurde von Jack White (The White Stripes) produziert und erhielt unter anderem gute Kritiken von BBC Music sowie den Fachblättern Spin und New Musical Express. Das Album enthält Coverversionen von Rock'n'Roll-Klassikern wie Rip It Up, Shakin' All Over oder Nervous Breakdown, daneben aber auch Lieder von Bob Dylan (Thunder on the Mountain) und Amy Winehouse (You Know That I'm No Good).

    Einzelnachweise

    1. Bei dem Titel wurde sie begleitet von Gene Vincent And The Blue Caps, erschienen unter der Katalognummer Capitol 4397 erreichte die Platte Platz 37 der US Singles-Charts; siehe Joel Whitburn: Top Pop Singles 1955–1993. Menomonee Falls / Wisconsin: Record Research, 1994, S. 299
    2. Katalognummer Capitol 4553; die Platte erreichte 1961 Platz 29 der US Singles-Charts
    3. Die erste Notierung in den deutschen Singles-Charts hatte der Titel am 24. April 1965, die Platte hielt sich 26 Wochen in der Hitparade, davon 13 Wochen unter den Top 10; siehe Günter Ehnert (Hrsg.): Hit Bilanz. Deutsche Chart Singles 1956-1980. Hamburg: Taurus Press, 1990, S. 106
    4. Der Titel erreichte in den deutschen Singles-Charts Platz 36.
    5. Die Single erreichte im Jahre 1966 Platz 26 der deutschen Singles-Charts
    6. [1] CD-Review-Sammlung auf Metacritic.com

    Weblinks

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