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Francesco Guccini

  • Francesco Guccini (* 14. Juni 1940 in Modena) ist ein italienischer Songwriter, Sänger und Schriftsteller. Seine Lieder sind für ihre poetische Verarbeitung historischer Ereignisse bekannt.

    Leben

    Francesco Guccini wurde am 14. Juni 1940 in Modena geboren. Seine Karriere als Sänger und Songwriter begann 1967 mit dem ersten Album Folk beat n. 1. Bis heute wurden mehr als 20 Alben produziert. Nach seinem Debüt verfolgte Francesco Guccini verschiedene Interessen, er arbeitete als Schauspieler und als Lehrer. Guccini spielte Gitarre mit verschiedenen Bands, wie zum Beispiel „The Hurricanes“ und „Gatti“. Er schrieb die Lieder Auschwitz und Dio è morto (Gott ist tot), die von den italienischen Bands „Equipe 84“ und „Nomadi“ mit Erfolg interpretiert wurden. Seine Fähigkeit, die Bewegungen der sechziger Jahre und die Geschehnisse in Italien in dieser Zeit zu beschreiben, machten den Sänger zu einem Symbol der italienischen Musik. Zu den bekanntesten Liedern Guccinis gehören Canzone per un’amica (1968 auf dem Album Nomadi) und La Locomotiva (1972 auf dem Album Radici). Canzone per un’amica (auf deutsch: Lied für eine Freundin) behandelt den Tod einer guten Freundin Guccinis und wird noch heute als Eröffnungslied aller Konzerte gespielt, während La Locomotiva stets das Schlusslied seiner Konzerte ist. Es basiert auf einer wahren Begebenheit aus dem 19. Jahrhundert, bei der ein Zug, Symbol für Geschwindigkeit, Fortschritt und Kraft, von einem jungen Anarchisten als Waffe im Kampf des Proletariats genutzt wird..

    Zum 70. Geburtstag des Künstlers erschien 2010 die Kompilation Storia di altre storie. Guccinis letztes Studioalbum L'utima Thule wurde 2012 veröffentlicht. Nach dessen Erscheinen gab er bekannt, dass er in Zukunft keine neue Alben veröffentlichen werde und keine Konzerte geben werde.

    Der Asteroid (39748) Guccini trägt seinen Namen.

    Diskografie

    • Folk beat n. 1 (1967)
    • Due anni dopo (Album, 1970)
    • L’isola non trovata (Album, 1970)
    • Radici (1972)
    • Opera buffa (LP, 1973)
    • Stanze di vita quotidiana (1974)
    • Via Paolo Fabbri 43 (1976)
    • Amerigo (Album, 1978)
    • Album concerto (Guccini) (Album, 1979, mit Nomadi, live)
    • Metropolis (Guccini) (1981)
    • Guccini (Album, 1983)
    • Fra la via Emilia e il west (1984, live)
    • Signora Bovary (1987)
    • ... quasi come Dumas ... (1989, live)
    • Quello che non ... (1990)
    • Parnassius Guccinii (Album, 1993)
    • D’amore di morte e di altre sciocchezze (1996)
    • Guccini live collection (1998, live)
    • Stagioni (2000)
    • Guccini live @ RTSI (2001, live)
    • Ritratti (2004)
    • Sette veli intorno al re (2004, mit Franco Battiato und Francesco De Gregori, Album für Kinder)
    • Anfiteatro Live (2005, live)
    • Guccini Platinum Collection (2006, Kompilation)
    • Storia di altre storie (2010, Kompilation)
    • L'ultima Thule (2012)

    Bibliografie

    • Croniche epafániche (1991)
    • Vacca d’un cane (1993)
    • Storie d’inverno (1994, mit Giorgio Celli und Valerio Manfredi)
    • Macaronì (1998, mit Loriano Macchiavelli)
    • Un disco dei Platters (1999, mit Loriano Macchiavelli)
    • Un altro giorno è andato – Francesco Guccini si racconta a Massimo Cotto (1998, by Massimo Cotto)
    • Questo sangue che impasta la terra (2001, mit Loriano Macchiavelli)
    • Storia di altre storie (2001, mit Vincenzo Cerami)
    • Lo spirito e altri briganti (2002, mit Loriano Macchiavelli)
    • Cittanova blues (2003)
    • La legge del bar e altre comiche (2005)
    • Tango e gli altri, storia di una raffica anzi due (2007, mit Loriano Macchiavelli)

    Filme

    • Bologna. Fantasia, ma non troppo, per violino (1976, Schauspieler)
    • Nenè (1977, Soundtrack)
    • I giorni cantati (1979, Schauspieler und Soundtrack)
    • Musica per vecchi animali (1989, Schauspieler)
    • Nero (1992, Soundtrack)
    • Radiofreccia (1998, Schauspieler)
    • Ormai è fatta (1999, Schauspieler)
    • Ti amo in tutte le lingue del mondo (2006, Schauspieler)
    • Una moglie bellissima (2007, Schauspieler)

    Einzelnachweise

    1. [1] vgl. Analyse zu La Locomotiva in La Molla.
    2. Marinella Venegoni: Guccini: mai più dischi né concerti (Ma "L'ultima Thule" è bellissimo). La Stampa, 29. November 2012 (italienisch)
    3. MPC

    Weblinks

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