Heart

  • Heart ist eine US-amerikanische Rockband, die 1973 in Seattle aus der Vorgängerband The Army (später White Heart) hervorging. Den größten weltweiten Erfolg hatte die Gruppe im Sommer 1987 mit dem Album Bad Animals und der Auskopplung Alone.

    Bandgeschichte

    Die von den beiden Schwestern Ann und Nancy Wilson gegründete Band spielte zunächst melodische Rockmusik. Aus der Genrebezeichnung „Hardrock“ adaptierten die beiden Schwestern in Bezug auf den Gruppennamen seinerzeit das ähnlich klingende »Heartrock«. Bereits mit ihrem Debütalbum Dreamboat Annie erzielte die im Frühjahr 1976 einen Kassenschlager in Kanada und den USA. Die ersten Singleauskopplungen waren How deep it goes und Magic Man (Platz neun in den USA). Crazy on You erreichte die Top 40 der amerikanischen Charts. Das Album erhielt Platin.

    Das Nachfolgealbum Little Queen erschien Mitte 1977 und war ähnlich erfolgreich. Mit Barracuda enthielt es einen Single-Hit, der in den USA nur knapp die Top 10 verfehlte und in Deutschland Platz 8 belegte. Ebenfalls Platin erreichte im darauf folgenden Jahr das Album Dog and Butterfly.

    Ab 1981 verblasste der Erfolg der Gruppe. Die Wilson-Schwestern wechselten daraufhin ihre Bandmitglieder, änderten den Stil in leichtgängigen, mehr radiotauglichen Pop-Rock, spielten auch Popballaden und gelegentlich Coverversionen. Das im Sommer 1985 erschienene Album Heart wurde das erfolgreichste der Bandgeschichte und erreichte die Spitze der Charts. Es verkaufte sich allein in den USA über 5 Millionen Mal und war auch in Europa sehr erfolgreich. Von fünf Single-Auskopplungen erreichten allein vier die Top 10. Auch das Nachfolgealbum Bad Animals konnte Mitte 1987 fast nahtlos an den Erfolg anknüpfen. Bereits die erste Singleauskopplung Alone erreichte in den USA die Spitze der Charts. Auch die beiden Nachfolgesingles Who Will You Run To und There’s the Girl waren sehr erfolgreich.

    Im Frühjahr 1990 erschien das Album Brigade, das sich allein in den USA 2 Millionen Mal verkaufte und mit dem Titel All I Wanna Do Is Make Love to You wieder einen großen Hit verbuchte. Ende 1993 erschien Desire Walks On, das in den USA nur über 500.000-mal verkauft wurde und mit der Single Will You Be There (In the Morning) gerade die Top 40 erreichte. Im Herbst 1995 wurde mit The Road Home ein Livealbum und im Frühjahr 1997 ein Greatest-Hits-Album mit den frühen Hits der Band der 1970er- und 1980er-Jahre veröffentlicht.

    Erst Mitte 2004 erschien mit Jupiter´s Darling ein Nachfolgealbum mit neuem Material, das allerdings nicht annähernd an die früheren Erfolge anknüpfen konnte. Das im Sommer 2010 veröffentlichte Red Velvet Car erreichte erstmals wieder die Top 10 der Charts.

    Insgesamt konnte die Band über 30 Millionen Tonträger absetzen, platzierte 18 Alben und 29 Singles in den US-Billboard-Charts sowie neun Alben und 13 Singles in der deutschen und/oder englischen Hitparade.

    Die Band wurde 2012 mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame gewürdigt

    Diskografie

    Studioalben

    weitere Alben

    • 1987: Animales perversos (Version von Bad Animals in spanischer Sprache)
    • 2004: Heart Presents a Lovemonger’s Christmas

    Live-Alben

    weitere Live-Alben

    • 1984: Live USA
    • 2003: Alive in Seattle (auch als DVD und Blu-ray, in den USA)[5]
    • 2008: Dreamboat Annie Live (aufgenommen am 17. April 2007 im Orpheum Theatre, Los Angeles)
    • 2014: Fanatic Live from Caesars Colosseum

    Kompilationen

    weitere Kompilationen

    • 1981: Heart
    • 1995: Definitive Collection
    • 1996: Ballads – The Greatest Hits
    • 1998: Greatest Hits
    • 2000: Greatest Hits 1985-1995 ( in den USA)[5]
    • 2001: Crazy on You
    • 2002: The Essential Heart ( in den USA)[5]
    • 2005: Love Alive
    • 2006: Love Songs
    • 2008: Playlist: The Very Best of Heart
    • 2011: Triple Feature (Box mit 3 CDs)
    • 2012: Strange Euphoria
    • 2013: Original Album Classics (Box mit 5 CDs)
    • 2013: Icon

    Singles

    weitere Singles

    • 11/1975: How Deep It Goes (feat. Ann Wilson)
    • 05/1978: Without You
    • 07/1979: Magazine
    • 04/1980: Raised On You
    • 06/1980: Bebe Le Strange
    • 1980: Mistral Wind
    • 07/1982: Bright Light Girl
    • 11/1985: Magic Man
    • 1985: The Wolf
    • 1993: Black on Black II
    • 1994: Back to Avalon
    • 1994: The Woman in Me
    • 1995: The Road Home
    • 2004: Make Me
    • 2004: Oldest Story in the World
    • 2012: Fanatic / Barracuda

    EPs

    • 1995: 4 for the Road
    • 1995: WTF + 4

    Videos

    • 1986: Heart (Laserdisc)
    • 1988: If Looks Could Kill (VHS, CDV)
    • 1995: The Road Home (VHS, DVD)
    • 2003: Alive in Seattle (DVD, Blu-ray, auch als CD / in den USA)[5]
    • 2010: Night at Sky Church (DVD, Blu-ray)

    Quellen

    1. Fakten und Werke
    2. CNN (englisch)
    3. Rolling Stone
    4. a b c d Chartquellen: Singles / Alben / Billboard 200
    5. a b c d e f g h i Gold-/Platin-Datenbanken: UK US

    Weblinks

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