Divinyls

  • Die Divinyls waren eine australische Rockband, die 1980 in Sydney gegründet wurde und aus der Sängerin Chrissy Amphlett und dem Gitarristen Mark McEntee bestand. Im Mittelpunkt stand die Sängerin Amphlett, die auf der Bühne in einer Schuluniform mit Netzstrümpfen auftrat. Sie verwendete oft eine Neonröhre als Stütze und zeigte gegenüber den Bandmitgliedern und dem Publikum aggressives Verhalten.

    Im Mai 2001 zeichnete die Australasian Performing Right Association (APRA), als Teil ihrer Feier zum 75–jährigen Jubiläum, das Lied Science Fiction als einen der Top 30 Australian Songs aller Zeiten aus. Die Band spielte Ende 2007 und Anfang 2008 eine kleine Reihe von Live Gigs in Australien.

    Die Divinyls haben fünf Studioalben herausgebracht, wovon vier die Top 10 in Australien und eines, Divinyls, Platz 15 in den Vereinigten Staaten erreichte. Ihre meistverkaufte, 1991 veröffentlichte Single I Touch Myself erreichte die Nr. 1 in Australien, Nr. 4 in den Vereinigten Staaten und Nr. 10 im Vereinigten Königreich.

    Geschichte

    1980er Jahre: Gründung und erste Alben

    Amphlett ist die Cousine der australischen Pop-Ikone der 1960er Jahre, Patricia "Little Pattie" Amphlett, die mit Keith Jacobsen, dem jüngeren Bruder des Rockpioniers Col Joye und dem führenden Promoter Kevin Jacobsen verheiratet war.

    Amphlett und McEntee (ex-Air Supply) wurden von Jeremy Paul (ex-Air Supply) auf dem Parkplatz einer kleinen Konzerthalle in Collaroy, Sydney einander vorgestellt, nachdem Amphlett und Paul einen Gig mit ihrer damaligen Band, Batonrouge, absolviert hatten. Amphlett und McEntee trafen sich im Sydney Opera House wieder, wo Amphlett und Paul im Jahr 1980 in einem Chorkonzert sangen.

    In diesen zehn Jahren veröffentlichten die Divinyls vier Alben, die EP Music from Monkey Grip bei WEA im Jahr 1982, Desperate beim Plattenlabel Chrysalis Records im Jahr 1983, What a Life! im Jahr 1985 und Temperamental im Jahr 1988.

    1990er Jahre: Divinyls Duo

    1991 veröffentlichten die Divinyls das Album diVINYLS bei Virgin Records und die Single „I Touch Myself“, die ihr einziger Nummer-eins-Hit in Australien wurde.

    1991 wurde ein Livealbum, Divinyls Live, veröffentlicht, jedoch veröffentlichten die Divenyls fünf Jahre lang kein weiteres Studioalbum. In den frühen 1990er nahmen sie eine Reihe von Coversongs für verschiedene Filmsoundtracks auf, einschließlich des Liedes „I Ain't Gonna Eat Out My Heart Anymore“ von den Young Rascals für Buffy the Vampire Slayer (1992), von „Wild Thing“ der Wild Ones für Reckless Kelly (1993), und von „Love Is the Drug“ von Roxy Music für Super Mario Brothers (1993).

    Das Lied „I Touch Myself“ verursachte eine solche Kontroverse, dass es Schwierigkeiten, gab es in manchen lokalen Märkten der USA von Radiosendern gespielt wurde. In Texas wurde beispielsweise von den Organisatoren des Austin Aqua Fests im Jahr 1991 mitten im Lied der Band der Saft abgedreht. Das Lied wird auch im Buch The Guide to Getting it On von Paul Joannides erwähnt.

    Erst 1996 erschien Underworld, ihr fünftes Studio Album, das in Australien von BMG veröffentlicht wurde.

    Nach der Trennung der Band

    Nach dem Album Underworld verfolgte Amphlett eine Musicalkarriere. 1998 spielte sie die Rolle der Judy Garland in dem australischen Musical The Boy from Oz nach der Lebensgeschichte des Entertainers Peter Allen.

    Amphlett und McEntee konzentrierten sich auf Soloprojekte und die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern. Amphlett und Drayton lebten ab dem Jahr 2000 in New York City, während McEntee mit seiner Partnerin Melanie Greensmith in Perth das Modelabel Wheels and Doll Baby betrieb.

    2006: Hall of Fame und Neugründung

    Am 16. August 2006 wurde die Divinyls in die ARIA Hall of Fame aufgenommen und hatten ihre erste Darbietung seit 10 Jahren bei der Preisverleihung. Kurz darauf vereinigten sie sich wieder und einer Kompilation der Greatest Hits wurde von EMI Music Australia im August 2006 herausgebracht. Die Single „Don't Wanna Do This“ wurde im November 2007 veröffentlicht und ein in Las Vegas aufgenommen Album sollte im Jahr 2008 herausgebracht werden.

    Die Divinyls traten am 25. November 2007 während des großen Finales von Australian Idol in der Sydney Opera House auf, obwohl ihre Darbietung von „Boys in Town“, das auch von der Idol Gewinnerin Natalie Gauci gesungen wurde, wiederholt werden musste, nachdem die Network Ten Übertragung unterbrochen worden war.

    Bandmitglieder

    Chronological order (includes session / tour musicians):

    • Christina Amphlett (1980–1997, 2006–2009) — Gesang
    • Mark McEntee (1980–1997, 2006–2009) — Gitarre
    • Bjarne Ohlin (1980–1986) — Keyboard, Gitarre, Backing Vocals
    • Jeremy Paul (1980–1982) — Bass
    • Richard Harvey (1981—1985) — Schlagzeug
    • Ken Firth (1982) — Bass, ersetzte Paul
    • Rick Grossman (1982–1987) — Bass, ersetzte Firth
    • J. J. Harris (1985–1986) — Schlagzeug, ersetzte Harvey
    • Frank Infante (1987) — Gitarre
    • Tom Caine (1987) — Schlagzeug
    • Kenny Lyon (1987) — Keyboard
    • Matthew Hughes (1987–1988) — Keyboard, Bass
    • Warren McLean (1988) — Schlagzeug
    • Tim Millikan (1988) — Bass
    • Roger Mason (1988–1989, 1990) — Keyboard
    • Tim Powles (1989) — Schlagzeug
    • Charley Drayton (1990–1997, 2006–2009) — Schlagzeug, Percussion
    • Benmont Tench (1990–1991) — Keyboard: Hammond-Orgel
    • Randy Jackson (1990) — Bass
    • Lee Borkman (1991) — Keyboard, Gitarre
    • Jim Hilbun (1991) — Bass
    • Mark Meyer (1991) — Schlagzeug
    • Charlie Owen (1991, 2006–2009) — Gitarre
    • Jerome Smith (1991, 2006–2009) — Bass
    • Clayton Doley (2007–2009) — Keyboard

    Diskografie

    Studioalben

    • 1983: Desperate
    • 1985: What a Life!
    • 1988: Temperamental
    • 1991: Divinyls
    • 1996: Underworld

    Literatur

    Weblinks

    Einzelnachweise

    1. a b c d e f g h i j k l m Ian McFarlane: [Encyclopedia of Australian Rock and Pop (Memento vom 8. September 2002 im Internet Archive) Encyclopedia of Australian Rock and Pop]. Allen & Unwin, 1999, ISBN 1-86448-768-2 (Zugriff am 30. Mai 2008).
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