80s Flashback

Afrob

  • Afrob (* 1. August 1977 in Italien; bürgerlich Robert Zemichiel) ist ein deutscher Rapper und Schauspieler eritreischer Herkunft.

    Biografie

    Afrob wurde in Italien geboren und kam im Alter von drei Monaten nach Deutschland. Aufgewachsen ist er in Braunschweig, Karlsruhe und Stuttgart, wo er seine Karriere als Musiker begann. 1994 startete seine Rap-Karriere als Featureartist für befreundete Crews, wie die Massiven Töne, Freundeskreis (FK) und die Berliner Spezializtz. Afrob führte seinen musikalischen Werdegang innerhalb der Stuttgarter Posse „Die Kolchose“, „FK Allstars“ (u. a. mit Max Herre, Joy Denalane, Gentleman und Sékou) und bei den „Brothers Keepers“ fort. Eine enge Freundschaft verbindet ihn zudem mit dem Rapmusiker Samy Deluxe, an dessen Soloalben er sich beteiligte und mit dem er auch das Projekt „ASD“ gründete. Im Frühjahr 2003 erschien das erfolgreiche gemeinsame Album „Wer hätte das gedacht?!“, das vor allem in den Clubs Anklang fand.

    1999 veröffentlichte Afrob sein erstes Soloalbum „Rolle mit Hip Hop“ über das Label Musicrama Records. Das Album erreichte Platz 13 in den deutschen Charts und die dazugehörige Single „Reimemonster“ mit Ferris MC gilt in der deutschen Hip-Hop-Geschichte als eine der wenigen großen Hymnen. Für das Album arbeitete Afrob mit vielen Musikern aus Stuttgart (z. B. Wasi, DJ Friction und Max Herre) zusammen. Im Mai 1999 befand sich Afrob auf Tour mit seinen Labelkollegen von Freundeskreis und im Herbst 1999 tourte er mit den Fantastischen Vier durch die gesamte Republik.

    Zwei Jahre darauf erschien über Four Music sein zweites Album „Made in Germany“, welches Afrob bis heute als sein bestes Album bezeichnet. „Made in Germany“ besitzt deutlich mehr politische Inhalte als „Rolle mit Hip Hop“. Auch diesmal arbeitete der Rapper mit namhaften Künstlern wie Ferris MC, Joy Denalane und Gentleman zusammen.

    Im Frühjahr 2003 veröffentlichten er und Samy Deluxe ihr gemeinsames Album „Wer hätte das gedacht?“, welches bis heute Afrobs erfolgreichstes Album darstellt. Es erreichte Platz 5 in den Charts und wurde diesmal auch von amerikanischen Produzenten (z. B. Waajeed und J Dilla) produziert.

    Aufbauend auf den Erfolg von ASD kündigte Afrob für das Jahr 2005 sein drittes Soloalbum an. Der Langspieler namens „Hammer“ wurde am 28. Februar 2005 bei Four Music veröffentlicht und wurde von zahlreichen namhaften amerikanischen Produzenten wie Needlz, Waajeed und B. R. Gunna produziert. Trotzdem konnte Afrob nicht an seine früheren Erfolge anknüpfen und zog sich aus diesem Grund erst einmal zurück um 2006 an dem Soloalbum „Eine wie keine“ der Rapperin Lisi mitzuarbeiten.

    Im folgenden Jahr, 2007, hatte Afrob einen schauspielerischen Auftritt in der Komödie „Leroy“. Außerdem wirkte er im Gangsterfilm Kopf oder Zahl mit.

    2008 produzierte er zusammen mit der Rapperin Brixx den neuen Titelsong für die RTL-Serie „Alarm für Cobra 11“ und verließ das Label Four Music um sein eigenes Label mit dem Namen „G-Lette Music“ zu gründen. Noch im selben Jahr begann Afrob seine Arbeiten an einem neuen Album, welches schließlich am 4. September 2009 erschienen ist.

    Nach einer etwas längeren Schaffenspause war Afrob auf dem sehr erfolgreichen Song von Sido "30-11-80" erstmals wieder zu hören. Das fünfte Soloalbum Push erschien am 30. Mai 2014.

    Afrob ist bekennender, langjähriger Fan des VfB Stuttgart.

    Filmografie

    • 2007: Leroy
    • 2009: Kopf oder Zahl

    Einzelnachweise

    1. Afrob im Interview, angesprochen auf das unklare Geburtsdatum bei Wikipedia, in der HipHop-Sendung SPRECHSTUNDE vom 15. Mai 2014, im SWR-Radio auf DAS DING
    2. http://musik.freepage.de/fischmopp/FISCHMOPP_AFROB.htm
    3. http://www.ad-hoc-news.de/album-ddp-wortlautinterview-zum-4-september-rapper--/de/Politik/20475431
    4. Musiktipps24.com: Rapper Afrob singt neuen Titelsong von „Alarm für Cobra 11“
    5. KreatiFilm-Crew: Referenzen KreatiFilm: Musicvideo von Afrob's „Alarm für Cobra 11“
    6. Stuttgart-Fan Afrob über den VfB: „Die Spieler haben keine Ehre“, Spiegel Online, abgerufen am 7. März 2014

    Weblinks

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