Jimmy Barnes

  • Jimmy Barnes (* 28. April 1956 in Glasgow, Schottland; geboren James Dixon Swan), Spitzname Barnesy, ist ein australischer Rockmusiker.

    Karriere

    Als Jimmy Barnes vier Jahre alt war, wanderte seine Familie von Schottland nach Australien aus und ließ sich in Adelaide nieder. Ursprünglich hieß er James Swan, seinen neuen Nachnamen hat er von seinem Stiefvater aus der zweiten Ehe seiner Mutter.

    Als Jugendlicher spielte er zuerst in einer Band namens Tarkus, bevor er sich mit 17 Jahren als Sänger den Musikern anschloss, die Ende der 70er / Anfang der 80er Jahre als Cold Chisel über Australien hinaus bekannt wurden. Auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs trennte sich die Band und Barnes startete sofort eine Solokarriere. Nur wenige Monate, nachdem das letzte Bandalbum im April 1984 auf Platz 1 in Australien gelandet war, veröffentlichte er sein Solodebüt Bodyswerve, das ihn wieder an die Chartspitze zurückbrachte.

    Nachdem im Jahr darauf sein zweites Album Working Class Man erneut auf Platz 1 landete, versuchte er an den internationalen Erfolg, den er mit der Band gehabt hatte, anzuknüpfen. In den USA erschien eine Neuzusammenstellung aus seinen ersten beiden Alben unter seinem Namen als Titel und es verpasste nur knapp die Top 100 der Albumcharts, ebenso wie das folgende Album Freight Train Heart, das in Australien seine dritte Nummer eins wurde. Dafür konnte er in den USA zwei Songs in den Hot 100 platzieren. In Europa erschien die Zusammenstellung unter dem Titel A Week Away from Paradise, konnte aber nur vereinzelt Erfolge verzeichnen, zum Beispiel in Schweden, wo dieses und das Nachfolgealbum unter die Top 25 kam.

    In Großbritannien hatte Jimmy Barnes nur einen einzigen Hit, eine Coverversion des Easybeats-Songs Good Times aufgenommen zusammen mit der Band INXS, die zudem noch vom Soundtrack des Films The Lost Boys stammt. Sie kam 1987 in die UK-Charts und war in Neuseeland sogar ein Nummer-eins-Hit. Im selben Jahr hatte er mit Too Much Ain't Enough Love auch seinen einzigen Nummer-eins-Song in Australien unter seinen bislang zwölf Top-10-Hits. In den USA war es ein Nummer-3-Hit in den Mainstream-Rock-Charts.

    Während er international den Erfolg nicht aufrechterhalten konnte, setzte sich die Serie seiner Top-Alben fort. Mit der Live-LP Barnestorming, Two Fires und Soul Deep setzte er bis 1991 seine Serie von Nummer-eins-Alben fort. Letztgenanntes Album ist eine Reminiszenz an den Soul und R&B der 60er Jahre und enthält Coverversionen alter Hits zum Teil zusammen mit anderen Künstlern. Mit John Farnham nahm er zum Beispiel When Something Is Wrong with My Baby auf, das als Single Platz 3 erreichte. Mit Tina Turner nahm er ihren alten Hit River Deep, Mountain High auf, das zusammen mit einer gemeinsamen Aufnahme von Turners damals aktuellem Hit Simply the Best auf Single erschien. Mit über 600.000 verkauften Exemplaren war Soul Deep Barnes erfolgreichstes Album und das meistverkaufte Album des Jahres in Australien.

    Obwohl der Erfolg durch die gesamten 90er Jahre anhielt und auch die folgenden drei Alben wieder alle auf Platz 2 der australischen Charts landeten, brachten ihn sein sorgloser Umgang mit Geld und seine aufwändigen Produktionen und Touren in finanzielle Schwierigkeiten, so dass er Mitte der 90er seinen Besitz verkaufen und zeitweise ins Ausland ziehen musste.

    Während seiner ganzen Solozeit gab es immer wieder Gerüchte um eine Wiedervereinigung von Cold Chisel und immer wieder hatten alte Aufnahmen und Zusammenstellungen der Band Erfolg in den Charts. Und 1997 kam es dann tatsächlich zu einer Neuauflage, die zum Nummer-eins-Album The Last Wave of Summer führte. Danach gab es zwar immer wieder den ein oder anderen gemeinsamen Auftritt mit den alten Bandkollegen, aber bereits 1999 setzte Jimmy Barnes seine Solokarriere mit dem Album Love and Fear fort. Im Jahr darauf knüpfte er mit Soul Deeper an das Soulalbum von 1991 an. International war er 2000 mit einem Auftritt bei der Schlussfeier der Olympischen Spiele in Sydney zu sehen. Danach folgte seine erste längere Pause.

    Erst 2005 erschien sein nächstes Album Double Happiness, das ausschließlich im Duett eingesungene Lieder enthält, einige davon auch mit seinen eigenen Kindern. In den Albumcharts erreichte er nach dem Best-of-Album Hits 1996 zum achten Mal Platz 1. Und nach 1993 als Mitglied von Cold Chisel wurde er in diesem Jahr auch als Solokünstler in die ARIA Hall of Fame aufgenommen.

    Trotz einer Herzoperation erschien 2007 wieder ein neues Album Out in the Blue und zwei Jahre später folgte The Rhythm and the Blues. Damit erreichte er zum neunten Mal Platz eins in den australischen Albumcharts, womit er alleiniger Rekordhalter unter den einheimischen Künstlern ist.

    Diskografie

    Alben

    • in USA als Jimmy Barnes, in Europa als A Week Away from Paradise veröffentlicht

    Quellen

    1. The Border Mail: Barnesy back to the Border
    2. Chartdiskografie Schweden
    3. ARIA Hall of Fame
    4. Meldung zur Nummer-eins-Platzierung von The Rhythm and the Blues
    5. a b Chartquellen: Australien (ab Juni 1988) Neuseeland (ab 1994) / UK-Charts / US-Charts

    Weblinks

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