Vedo Nero

Zucchero

  • Zucchero; eigentlich Adelmo Fornaciari (* 25. September 1955 in Roncocesi bei Reggio nell’Emilia, Emilia-Romagna), ist ein italienischer Singer-Songwriter.

    Seine Musik, die er in Italienisch oder Englisch vorträgt, ist von Gospel, Blues und Rockmusik inspiriert. Ihre Bandbreite reicht von Balladen bis hin zu mehr Boogie-ähnlichen Stücken. Sein bekanntester Song dürfte Senza una donna (1991) sein, den er zusammen mit Paul Young gesungen hat. Seinen Künstlernamen (zucchero, italienisch für Zucker) will er sich nach einer Kindheitserinnerung ausgesucht haben. Eine Lehrerin der Grundschule soll über ihn gesagt haben, er sei süß wie Zucker; sie habe ihn „marmellata e zucchero“ (Marmelade und Zucker) genannt.

    Leben

    Er begann seine Karriere 1970 mit seiner ersten Single, bevor 1983 sein erstes Album erschien.

    Durchschlagenden Erfolg hatte er 1989 mit dem Album Oro incenso e birra (Gold, Weihrauch und Bier), das zum meistverkauften Album in der italienischen Geschichte wurde. Bereits vor seinem Erscheinen gab es dafür beinahe eine Million Vorbestellungen. Darauf enthalten sind u. a. Diavolo in me (Teufel in mir) und Diamante, getextet von Francesco De Gregori, der Großmutter des Sängers gewidmet.

    1992 war Zucchero der einzige italienische Sänger, der zum Freddie Mercury Tribute Concert eingeladen wurde. Dort sang er das Lied Las palabras de amor in Erinnerung an den Sänger von Queen. Damit begann auch die musikalische Zusammenarbeit und Freundschaft mit dem Gitarristen Brian May und dem Schlagzeuger Roger Taylor.

    1994 war er beim Konzert von Woodstock II wiederum der einzige Teilnehmer aus Italien.

    Zu seinen großen Erfolgen zählen die Lieder X colpa di chi? (Wessen Schuld?) aus dem Album Spirito DiVino, Così celeste (zusammen mit Cheb Mami) und „Il grande baboomba“, mit dem er 2004 Festivalbar gewann.

    Von großem Erfolg gekrönt war auch die Zusammenarbeit mit der mexikanischen Gruppe Maná. Mit ihr hat Zucchero unter anderem das Lied Baila Morena gesungen und an ihrem Album Revolución de amor mitgewirkt. Zusammen sangen sie dafür das Lied Eres mi religión.

    Sein 2004er Album ZU & Co, auf dem unter anderem Duette mit Miles Davis, Paul Young, Sheryl Crow, Dolores O’Riordan (The Cranberries), Jenny Bae, B. B. King, John Lee Hooker, Brian May und Sting enthalten sind, hat rund um den Globus millionenfachen Absatz gefunden.

    Zucchero trat im Rahmen der weltweiten Live-8-Benefizkonzerte am 2. Juli 2005 in Rom und Paris auf.

    Im September 2006 erschien sein Album Fly. Es stellt einen Stilwechsel dar, enthält mehr Pop und viele Balladen. Entstanden ist es in Zusammenarbeit mit Künstlern wie Ivano Fossati und Jovanotti.

    Im November 2007 erschien sein Album All the Best, auf dem er mit Wonderful Life (Black) und I Won’t Let You Down (Ph.D.) zwei Klassiker der 1980er Jahre coverte. Am 4. Dezember 2008 erschien ein CD/DVD-Set von seiner Tour 2008 – Live in Italy.

    Am 19. November 2010 erschien das Album Chocabeck. In elf Songs beschwört Zucchero das Bild vom Alltag in einem Bauerndorf in der italienischen Provinz in seiner eigenen Jugend in der Region Emilia-Romagna. „Meine Eltern waren Bauern, und als ich klein war, hatten wir nie besonders viel Geld“, berichtet Zucchero, „Sonntagskuchen war für uns etwas Besonderes.“ Wenn es keinen gab und er danach fragte, lautete die Antwort, es gäbe stattdessen „Chocabeck“. Ein Wortspiel, das sich aus „klappern“ („choca“) und „Schnabel“ („beck“) zusammensetzt und bedeutet, dass ein Schnabel klappert, weil er mal wieder leer ist, da es kein Futter gibt.

    Nach zweijähriger Albumpause ist am 19. November 2012 La Sesion Cubana erschienen. Zucchero erfüllte sich mit seinem neuen Album und der ersten Single Guantanamera einen langjährigen Traum: La Sesión Cubana wurde, wie der Titel andeutet, in der kubanischen Hauptstadt Havanna aufgenommen und enthält Gemeinschaftswerke mit einigen der wichtigsten Musikern der Karibik und Südamerikas. Produziert wurde La Sesión Cubana von Zucchero und Don Was. Das Album präsentiert sieben der größten Zucchero-Hits, allesamt neu arrangiert in lateinamerikanischem Sound, darunter Baila, Cuba Libre und Everybody’s Got To Learn Sometime – sowie sechs bisher unveröffentlichte Songs inkl. des Covers Guantanamera, das als erste Single ausgekoppelt und von Zucchero für das Album in seiner Muttersprache Italienisch eingesungen wurde. Unter dem Titel Una rosa blanca veröffentlichte er im Jahr darauf das Album erneut, zusammen mit einer Live-CD mit Aufnahmen von einem Konzert in Havanna vom Dezember 2012.

    Diskografie

    Livealben

    Singles (Auswahl)

    Auszeichnungen

    • 1997: RSH-Gold[2]
    • 2008: Baloise Session Award - Lifetime Achievement Award
    • 2011: DIVA – Deutscher Entertainment Preis

    Quellen

    1. Una Rosa Blanca (Zucchero) - Produktdetail, Universal Music, 6. Dezember 2013
    2. RSH-Gold Verleihung 1997

    Weblinks

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