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Paul Weller

Über Paul Weller

Paul Weller (* 25. Mai 1958 in Woking, Surrey, England als John William Weller) ist ein britischer Sänger, Musiker, Komponist und Modedesigner. Paul Weller gilt gemeinhin als „Godfather of Britpop“ und ewiger Mod.

Leben

Paul Weller wurde bekannt als Sänger und Gitarrist der britischen Band The Jam (1972–1982). Nach deren Auflösung gründete er zusammen mit Mick Talbot die Band The Style Council (1983–1989). Seit 1992 arbeitet er als Solokünstler; seine bekanntesten Soloalben sind Wild Wood (1993) und Stanley Road (1995), das in Großbritannien Vierfach-Platin-Status errang.

Die weiteren Veröffentlichungen waren nicht mehr ganz so erfolgreich, erreichten im Vereinigten Königreich aber weiterhin gute Chartplatzierungen. 2004 erschien das Album Studio 150, das ausschließlich aus Coverversionen bestand. Mit seinem 2005 veröffentlichten Album As Is Now lieferte Weller wieder Eigenkompositionen, die durchgängig sehr gute Kritiken erhielten.

Bei den BRIT Awards 2006 wurde Paul Weller für seine „Outstanding Contribution to British Music“ geehrt. Der Preis gilt als die höchste Auszeichnung, die die britische Plattenindustrie vergeben kann. 2009 wurde Paul Weller als bester männlicher Solokünstler erneut mit einem BRIT Award ausgezeichnet.

Paul Weller ist wegen seiner oftmals harschen Kritik am britischen Establishment – er war schon in den 1980er Jahren einer der schärfsten Kritiker der Fuchsjagd –, seiner scharfzüngigen, öffentlich geäußerten Kommentare zu den Missständen in seinem Heimatland, wegen seiner radikalpazifistischen Ansichten und wegen seiner kompromisslos sozialistisch geprägten politischen Meinung in Großbritannien nicht unumstritten. In den 1980er Jahren gründete er das Projekt „Red Wedge“, dessen Ziel es war, Jugendliche für (sozialdemokratische) Politik und politisches Engagement zu interessieren.

Für die englische Traditionsmarke Fred Perry entwarf er Polohemden. Sie erinnern an Shirts, die Weller in den 1970er-Jahren als Mitglied von The Jam trug. Hergestellt werden die limitierten Modelle auf den Original-Webstühlen von damals. Für Pretty Green, das Modelabel des befreundeten Sängers Liam Gallagher, entwarf Paul Weller 2011 seine erste eigene Kollektion.

Von 1985 bis 1998 war Weller mit der britischen Sängerin Dee C. Lee verheiratet, die von 1982 bis 1983 für Wham! und von 1985 bis 1987 für The Style Council die Backing-Vocals sang. Weller und Lee haben gemeinsam einen Sohn (Natt) und eine Tochter (Leah). Eine weitere Tochter (Dylan) geht aus der Kurzzeitbeziehung mit der Make-up-Artistin Lucy hervor. Zwei weitere Kinder verbinden ihn mit Samantha Stock, mit der Weller von Mitte der 1990er Jahre bis 2008 liiert war. Im September 2010 heiratete Weller Hannah Andrews, die als Backing-Sängerin auf dem Album 22 Dreams zu hören ist. Das Paar hat zwei Söhne.

Diskografie

Aufgezählt werden hier nur die Soloveröffentlichungen ab 1992. Die Veröffentlichungen mit The Jam und Style Council sind in den jeweiligen Bandartikeln zu finden.

Alben

  • More Wood (Little Splinters) (Kompilation, 1994)
  • The Best of Paul Weller (Best-of-Album, 1998)
  • Under the Influence (von Weller zusammengestellt, 2003)
  • Paul Weller Live Wood (1998)
  • Live at the Royal Albert Hall (2000, UK: Gold)
  • Two Classic Performances (2002, UK: Gold)
  • Live at Braehead (2003)
  • Studio 150 (2004, UK: Gold)
  • Modern Classics on Film 90–01 (2004, UK: Gold)
  • As Is Now! (2006)
  • Hit Parade (2006)
  • At the BBC (2008)
  • Find the Torch, Burn the Plans (live in der Royal Albert Hall, 2010)

Singles

  • He's the Keeper (2000)
  • 7&3 Is the Striker’s Name (2009)
  • Fast Car / Slow Traffic (2010)
  • Starlite (2011)
  • Around the Lake (2011)
  • The Attic (2012)
  • Flame-Out! / The Olde Original (2013)
  • Brand New Toy (2014)

Quellen

  1. Biographie Paul Weller
  2. tsort.info: Chart Entries.
  3. ab Chartquellen: DE AT UK
  4. ab Certified Awards der BPI (Auszeichnungen für Musikverkäufe, Datenbanksuche)
  5. Stanley Road (Deluxe Edition) (Album) bei Discogs
  6. Out of the Sinking erreichte 1994 Platz 20 (3 Wochen in den Charts), zwei Jahre später stieg die Single nach Wiederveröffentlichung mit neuer B-Seite auf Platz 16 ein (Singleinfo bei Discogs)

Weblinks

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