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Selig

Über Selig

Selig ist eine Hamburger Rockband, die bereits Mitte der 1990er Jahre erfolgreich war und sich nach zehnjähriger Trennung 2008 wiedervereinigte. Mit dem Reunion-Album Und Endlich Unendlich erlangte sie erstmals Goldstatus.

Geschichte

1993 gründeten die Mitglieder in Hamburg die Band Selig. 1993 bekam Selig einen Plattenvertrag mit Epic/Sony Music und nahm mit dem Produzenten Franz Plasa ihr Debütalbum Selig auf, aus dem im Januar 1994 ihre erste Single Sie hat geschrien ausgekoppelt wurde. Das Album selbst erschien im März und platzierte sich unter den Top-40 (Platz 35) der deutschen Album-Charts, in Österreich belegte es Rang 12 der Hitparade. Für das von Regisseur René Eller realisierte Video zu Wenn ich wollte erhielt Selig im Februar 1995 einen Echo.

Im Mai 1995 erschien das Album Hier. Die spätere Single Bruderlos war eine Neuaufnahme des 1994 als B-Seite der Single Sie hat geschrien veröffentlichten Songs. Der Song Bruderlos war auf der Erstpressung des Albums nicht enthalten. Die fünf Musiker absolvierten eine nahezu ausverkaufte Tour und diverse Festivals wie Rock am Ring, Strange Noise etc.

Im Februar 1997 veröffentlichte die Band den Soundtrack zu Knockin’ on Heaven’s Door. Für die rein instrumentalen Score-Tracks benutzten sie den Namen Digital Elvis & Zero. Im Juli 1997 wurde das Album Blender veröffentlicht, das die Band in New York aufnahm. Man experimentierte mit Loops und orientierte sich stärker in Richtung Pop. Kurz nach den Studioaufnahmen zu Blender verließ Jan Plewka die Band, was schließlich zur Trennung führte.

Im Januar 1999 gab die Band offiziell ihre Auflösung bekannt, im Dezember 1999 erschien das Best-of-Doppel-Album Für immer und Selig.

Christian Neander gründete bald die Band Kungfu, während Plewka und Eggert zusammen mit Marco Schmedtje Zinoba formierten. Jan Plewka gründete später zusammen mit Stephan Eggert und Marek Harloff eine neue Band namens TempEau.

Im August 2008 kündigte die Band ihr Comeback an und ging ins Studio.

Am Bundesvision Song Contest 2010, welcher am 1. Oktober in Berlin stattfand, nahmen die Band für das Bundesland Hamburg teil und belegte Platz 8 mit 40 Punkten. Am gleichen Tag erschien das neue Album Von Ewigkeit zu Ewigkeit; die erste Singleauskopplung mit gleichnamigem Titel war bereits am 10. September 2010 erschienen. Im Anschluss an die Albumveröffentlichung ging Selig wieder auf Tour.

Ende Oktober 2011 steuerte Selig auf Einladung von Annette Humpe ihre Version des Ideal-Klassikers Blaue Augen für die Doppel-CD Zeitgeschichte – das Beste von und für Annette Humpe bei. Das Album erschien anlässlich des sechzigsten Geburtstages von Annette Humpe.

Am 1. Februar 2013 erschien das insgesamt sechste Studio-Album mit dem Titel Magma. Bei den Aufnahmen, die im Spätsommer 2012 in England stattfanden, nutzte Selig das erste Mal seit der Reunion wieder die Dienste eines Produzenten. Ihre Wahl fiel dabei auf Steve Power, der unter anderem auch schon für Blur gearbeitet hat. Selig spielte das komplette Album bereits live auf der Club-Tour In Bed with Selig durch sechs deutsche Städte im November 2012. Zur gleichen Zeit wurde vorab der Track Love & Peace zum freien Download über die Band-Webseite veröffentlicht.

Stil

War das Debütalbum Selig noch von Rock mit Grungeeinflüssen und Hippie-Flair geprägt, so war das Album Hier noch wesentlich dunkler. Selig bezeichneten ihren Stil damals als „Hippie-Metal“.

Diskografie

Studioalben

  • 1994: Selig
  • 1995: Hier
  • 1997: Blender
  • 2009: Und endlich unendlich
  • 2010: Von Ewigkeit zu Ewigkeit
  • 2013: Magma

Kompilationen

  • 1999: Für immer und Selig (Best-of-Doppel-Album)

Filmmusik

  • 1997: Knockin' on Heaven's Door (OST)
  • 2012: Das Hochzeitsvideo (OST)

Filme

  • 1997/1998:[12]Der Pirat (Regie: Bernd Schadewald, Selig als Hippie-Band spielen Songs von The Doors)
  • 2009: Von Selig bis Selig (Regie: Maria Knothe)[13]

Auszeichnungen und Nominierungen

  • Echo
    • 1995: Videoclip National (Wenn ich wollte)[14]
  • 1Live Krone
    • 2009: nominiert als Beste Band[15]
    • 2010: nominiert als Beste Band[16]
  • Goldene Schallplatte
    • 2011: „Und Endlich Unendlich“ für 100.000 verkaufte Einheiten[17]

Weblinks

Quellen

  1. Selig Fanpage: http://www.selig.org/newsall.htm. Stand 17. August 2008.
  2. http://www.allmusic.com/album/und-endlich-unendlich-mw0001314662
  3. Selig Reunion nach 10 Jahren mit viertem Studioalbum!. In: motor.de News vom 8. September 2008
  4. [1]. In: seligstreetteam.de vom 12. September 2010
  5. [2]. In: musicheadquarter.de vom 12. November 2012
  6. http://www.allmusic.com/artist/selig-mn0000006163
  7. faz.net 31. Januar 2013: Entschleunigungs-Hymnen für Sahneschläger. - Die Band Selig stand einmal für eruptiven Rock. Nun sucht sie die Mitte: Auf dem neuen Album „Magma“ weichen Wahn und Wortwitz dem süßlichen Einheitsbrei. (Wolfgang Schneider)
  8. abcdefg musicline.de: Chartverfolgung / Selig / Alben
  9. abcdefghi austriancharts.at: Selig in der österreichischen Hitparade
  10. abcde austriancharts.at: Selig in der Schweizer Hitparade
  11. abcdefghi musicline.de: Chartverfolgung / Selig / Singles
  12. Gedreht im Sommer 1997, Erstsendung am 6. Februar 1998 auf arte (Quelle).
  13. Erschienen auf der Limited Deluxe Edition von Und Endlich Unendlich, auch ausgestrahlt auf ProSieben am 20. März 2009.
  14. http://www.echopop.de/der_echo/die_preistraeger?eid=11
  15. http://www.einslivekrone.de/2009/die_nominierten/beste_band/selig.jsp
  16. http://www.einslivekrone.de/2010/die_nominierten/beste_band/selig.jsp
  17. http://www.musikindustrie.de/gold_platin_datenbank/#topSearch

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