Integrity

  • Integrity ist eine im Jahre 1989 gegründete Band und zählt zu den bekanntesten Hardcore-Gruppen Clevelands. Zu Beginn ihrer Karriere gehörte die Band zur Straight-Edge-Szene. Sie ist eine der wenigen Bands, die satanische Themen und Hardcore-Punk verband.

    Bandgeschichte

    Integrity wurde 1989 von John „Dwid Hellion“ McLimans gegründet und besteht unter häufigen Besetzungswechseln bis heute. Dwid Hellion verzichtet laut eigener Aussage auf eine feste Besetzung, „vielmehr handelt es sich bei allen Musikern auf dem neuen Album ausschließlich um Freunde, die bislang, etwa durch vorige Bands, keinen Bekanntheitsgrad erlangt haben“.

    Die Band gab 1990 ihr erstes Demo Grace of Unholy heraus und veröffentlichte ihr Debüt 1990 über Overkill Records.

    Als Leadsänger Hellion 1999 Differenzen mit seinen anderen Bandkollegen hatte, wechselte er den Namen in Integrity 2000. Für diese neue Band rekrutierte er Clevelander Musiker wie J-Mann, Skinny und Gravy (alles Mitglieder der Band Mushroomhead), sowie Craig Martini (Unified Culture). Später änderte Hellion den Namen in Integ2000, von den alten Mitgliedern blieb nur Gitarrist Gravy.

    Zum neuen Ensemble der Band namens Integ2000, engagierte Dwid Emery Ceo (Runt/Ritual) und Kevin Skelly (Hatrix). Die Truppe veröffentlichte einen Split mit der Band Fear Tomorrow, der einen Vorgeschmack auf die nächste Scheibe Project: Re-Genesis bot. Die EP enthält 8 Lieder, welche eine besonders große Vielfalt elektrischer Noise-Einlagen bietet. Mit altem Namen und neuer Besetzung kam 2001 Closure heraus. Das Album wurde maßgeblich inspiriert von Dwids musikalischen Jugendlieben Joy Division, Samhain und den Misfits. Eine Coverversion des Misfits-Stücks Hybrid Moments ist ebenfalls auf dem Album enthalten.

    Zwei Jahre später, unter dem Motto Bringing It Back, besann sich Dwid auf die alte Integrity-Tradition zurück. In diesem Prozess traten unter anderem Gründungsmitglied Chubbz Fresh (One Life Crew) als Drummer und Dwids „Twisted Twin“ Blaze (In Cold Blood, One Life Crew) als Gitarrist der Band bei. 2003 veröffentlichten sie To Die For, welches sich auf die Wurzeln der Band, insbesondere auf deren Debüt Those Who Fear Tomorrow, stützt. Im selben Jahr wechselte 'Integrity' von Victory Records zu Deathwish Inc., auf dem auch unter anderem auch Terror und Ringworm vertreten sind.

    In den 2000er Jahren veröffentlichte die Band eine ganze Reihe von Alben und anderen Veröffentlichungen. 2005 kam es zu einer Schlägerei auf einem Gig der Band in Portland, Oregon, bei dem Hellion von Skinheads angegriffen wurde. Gerade zu einem Zeitpunkt, als die Band gefestigt war und das neue Album To Die For positiv in der Szene aufgenommen wurde. Anschließend musste die Tour abgesagt werden und Hellion löste die Band für kurze Zeit auf.

    Musikstil und Ideologie

    Integrity begann als Hardcore-Punk-Band in den 1990ern und zählte zur damaligen Hatecore- und Straight-Edge-Szene Eine der ersten Hatebreed-Veröffentlichungen war außerdem eine Split-EP mit Integrity.

    Später übernahm die Gruppe sowohl viele Elemente des frühen Punks, als auch der elektronischen Musik. Zudem hat Hellion ein Interesse an Noisemusik. Elemente dieses Stils lassen sich auch in der Musik wiederfinden.

    Die Band selbst verfolgt einen satanischen Ansatz. Hellion gehörte eine zeitlang der Process Church of the Final Judgment an, die neben Satan und Luzifer auch JHWH zu den drei großen Göttern zählt und Jesus Christus als deren Abgesandten ansieht.

    Nebenprojekte

    Dwid Hellion betreibt das Nebenprojekt Psywarfare, das eher in Richtung Industrial Metal tendiert. Teile der Band spielten in der Hatecore-Band One Life Crew, die in der Hardcore-Punk-Szene durch homophobe und fremdenfeindliche Statements auffiel.

    Diskografie

    Alben

    • 1991: Those Who Fear Tomorrow (Overkill Records)
    • 1995: Systems Overload (Victory Records)
    • 1995: Humanity Is the Devil (Victory Records)
    • 1997: Seasons in the Size of Days (Victory Records)
    • 1997: Integrity 2000 (als Integrity 2000, Victory Records)
    • 2001: Closure (Victory Records, Drug Bust Records)
    • 2003: To Die For (Deathwish Inc.)
    • 2010: The Blackest Curse

    EPs, Splits und Singles

    • 1990: In Contrast of Sin (Victory Records)
    • 1992: Les 120 journees de Sodome (Split-7’’ mit Mayday)
    • 1995: Integrity (Blood Book Records)
    • 1996: Split-EP mit Psywarfare (Victory Records)
    • 1997: Split-EP mit Hatebreed (Stillborn Records)
    • 1998: Split-EP mit Lockweld (Victory Records)
    • 1999: Split-CD mit Fear Tomorrow (als Integ2000, East Coast Empire Records)
    • 2008: Walpurgisnacht (A389 Recordings)
    • 2009: Love Is … the Only Weapon (Split-EP mit Creepout, Juke Boxxx Record)
    • 2009: Split-EP mit AVM (Holy Terror)
    • 2010: We Are the End (Magic Bullet Records)
    • 2011: Detonate World’s Plague (Holy Terror)
    • 2011: Black Heksen Rise (Split-Doppel-7’’ mit Rot in Hell, Thirty Days of Night Records)
    • 2011: Harder They Fall (Flexi-7’’, Organized Crime Records)

    Sonstige Veröffentlichungen

    • 1990: Grace of Unholy (Demo, später als Single über Progression Records)

    Kompilationen und Livealben

    • 1993: Den of Inquity (Dark Empire)
    • 1994: Hookedlungstolenbreathcunt (Lost & Found Records)
    • 1997: Taste of Every Sin (Holy terror Church of Final Judgment)
    • 2001: In Contrast of Tomorrow (Victory Records)
    • 2003: From the Womb to the Tomb Vol. 1 (88 Records)
    • 2005: Sliver in the Hands of Time (Dockyard 1, Good Life Recordings)
    • 2006: Palm Sunday (Livealbum, Spook City Records)
    • 2011: Thee Destroy+orr (Holy Terror)

    Weblinks

    Einzelnachweise

    1.  Dominik Winter: Interviews: Integrity. In: Ox-Fanzine. Nr. 43, Juni-August 2011 (http://www.ox-fanzine.de/web/itv/173/interviews.212.html).
    2. a b Integrity Discography. Spirit of Metal, abgerufen am 9. März 2012.
    3. Biography bei Allmusic (englisch). Abgerufen am 2012-03-09.
    4. a b c d D.X. Ferris: The Godfather of Cleveland Hardcore. Clevescene.com, 27. April 2005, abgerufen am 9. März 2012.
    5.  Dominik Winter: Integrity: Closure Review. In: Ox-Fanzine. Nr. 43, Juni-August 2011 (http://www.ox-fanzine.de/web/rev/17295/reviews.207.html).
    6. Integrity's Dwid Sits Down for Rare Interview. Noisecreep, 16. November 2009, abgerufen am 9. März 2012.
    7. Dwid Hellion(Integrity, Holy Terror Records) Interview. Where It Ends Zine, 3. September 2011, abgerufen am 9. März 2012.
    8. a b  In Contrast of Sin. Interview. In: No Exit (Fanzine). ca. 1990, S. ohne Seitenangabe (http://www.lovebunnipress.com/histories/interviews/xit.html).
    9. Q&A with Jamey Jasta of Hatebreed! blogs.browardpalmbeach.com, abgerufen am 9. März 2012.
    10. a b Dwid Hellion of Integrity Rare Exclusive Interview! Blowthe scene.com, 25. Mai 2010, abgerufen am 9. März 2012.
    11. Bill Beckett: Preparing For the Fiery End: Process. The Havard Crimson, 27. April 1971, abgerufen am 12. September 2011.
    12.  Robert T. Wood: Straightedge Youth. Complexity and Contradictions of a Subculture. Syracuse University Press, New York 2006, ISBN 0-8156-3127-8, S. 60-61.
    13.  Merle Mulder: Straight Edge. Subkultur, Ideologie, Lebensstil?. Münster 2009, ISBN 978-3-933060-29-7, S. 24.
    14. a b c d  Ingo Taler: Out of Step. Hardcore-Punk zwischen Rollback und neonazistischer Adaption. reihe antifaschistischer texte/UNRAST-Verlag, Hamburg/Münster April 2012, ISBN 978-3-89771-821-0, S. 148.
    15. Carlos Ramirez: Integrity’s Dwid Sits Down for Rare Interview. Noisecreep, 16. November 2009, abgerufen am 22. August 2014 (englisch).
    16.  Ingo Taler: Out of Step. Hardcore-Punk zwischen Rollback und neonazistischer Adaption. reihe antifaschistischer texte/UNRAST-Verlag, Hamburg/Münster April 2012, ISBN 978-3-89771-821-0, S. 147f.
    17.  Ross Haenfler: Straight Edge : Clean living youth, Hardcore Punk and Social Change. Rutgers University Press, New Jersey, ISBN 0-8135-3852-1, S. 90.

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