Superstar

David May

  • David May (* 24. Juni 1970 in Oldham) ist ein ehemaliger englischer Fußballspieler. Der Innenverteidiger, der zeitweise auch als rechter Außenverteidiger eingesetzt wurde, begann seine aktive Karriere bei den Blackburn Rovers, bevor er 1994 zu Manchester United wechselte und dort innerhalb kurzer Zeit zwei englische Meisterschaften (1996 & 1997) und den FA Cup (1996) gewann. Anschließend sorgten gleichsam Verletzungen und hochkarätige Neueinkäufe wie die von Jaap Stam und Henning Berg dafür, dass May dauerhaft ins Hintertreffen geriet und bis zum Ende der Saison 2002/03 nur noch Ergänzungsspieler bei „United“ war. Nach einer letzten Zweitligasaison für den FC Burnley endete Mays Profilaufbahn im Sommer 2004.

    Profikarriere

    Blackburn Rovers (1988–1994)

    Gut eine Woche vor seinem 18. Geburtstag unterzeichnete der bei den Blackburn Rovers ausgebildete David May seinen ersten Profivertrag und absolvierte für den damaligen Zweitligisten am 1. April 1989 gegen Swindon Town (1:1) sein Ligadebüt für die „erste Mannschaft“. Obwohl er weder in den restlichen acht Meisterschaftsspielen noch in den anschließenden Playoff-Partien der Saison 1988/89 zum Einsatz kam, kehrte er in dem damals von Don Mackay trainierten Team zu Beginn der Spielzeit 1989/90 als Stammspieler zurück. Bis Anfang Dezember 1989 stand er 16 Mal in der Startformation, bevor ihn der altgediente David Mail wieder ablöste. Erst im Januar 1991 kehrte er in Vertretung von Keith Hill regelmäßiger in die erste Elf zurück, aber bis zum Ende der Saison 1991/92 ließ der sportliche Durchbruch für den zwar auf diversen zentralen Defensivpositionen körperlich robust agierenden, technisch aber auch etwas limitiert wirkenden May auf sich warten.

    Erst unter dem neuen Trainer Kenny Dalglish gelang ihm der ersehnte Entwicklungssprung, wenngleich er unmittelbar nach dessen Verpflichtung Mitte Oktober 1991 zunächst einmal wieder seinen Platz räumen musste. Nur noch zwei Ligaspiele absolvierte er anschließend in der regulären Saison, bevor er in den Playoffs gegen Derby County (4:2; 1:2) und Leicester City (1:0) plötzlich – da zuvor nur selten erprobt – als Rechtsverteidiger auflief und somit maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die 1992 neu geschaffene Premier League hatte. In den folgenden beiden Erstliga-Jahren avancierte May in Blackburn zum Stammspieler, bestritt zumeist auf der rechten Seite 74 Premier-League-Spiele und war an dem „Himmelssturm“ des Klubs beteiligt, der zunächst auf dem vierten Rang endete und 1994 in die Vizemeisterschaft mündete. Trotz dieser Erfolge endete Mays Zeit bei den „Rovers“ mit einem bitteren Beigeschmack. Da ihm ein lukratives Transferangebot von Manchester United vorlag, ging er entsprechend selbstbewusst in die Vertragsverhandlungen, verlangte im Falle einer Weiterbeschäftigung die Erhöhung seines Wochensalärs von 500 auf 4.000 Pfund und verwies dabei auf die 9.000 Pfund, die Mannschaftskamerad Alan Shearer damals einstrich. Sämtliche Einigungsversuche misslangen und für eine Ablösesumme von 1,4 Millionen Pfund wechselte May im Juli 1994 zu den „Red Devils“ nach Manchester.

    Manchester United (1994–2003)

    Im Team von Alex Ferguson diente May zunächst lediglich als Ersatz für Paul Parker und er tat sich schwer damit, seine vormals gute Form als Rechtsverteidiger zu bestätigen. Erst bei seinen gelegentlichen Auftritten im Abwehrzentrum machte er mit gutem Positions- und Kopfballspiel auf sich aufmerksam, erzielte in dieser Funktion auch die ersten drei Pflichtspieltore für den neuen Klub und meldete Ansprüche an, als langfristiger Nachfolger für den 34-jährigen Steve Bruce bereitzustehen.

    Dass ihm die weitere Fortführung der Karriere auf höchstem Level versagt blieb, kündigte sich in der Vorbereitung zur Saison 1997/98 an, als sich May einen Muskelfaserriss zuzog, dann wegen anhaltender Knieprobleme um seine Fitness kämpfte und bis Februar 1998 nicht mehr in der Startelf stand. Obwohl er im Oktober 1997 noch einen neuen Sechsjahresvertrag unterzeichnete, hatte Ferguson mit der Verpflichtung von Henning Berg zwei Monate zuvor bereits für eine weitere Verstärkung im Defensivbereich gesorgt, die Mays Perspektiven mittelfristig deutlich verschlechterte.

    An seiner misslichen Lage änderte sich aber auch in der Saison 1999/2000 wenig und zum Jahresende lieh man ihn an den Zweitligisten Huddersfield Town aus, das damals von dem mittlerweile zum Trainer aufgestiegenen Steve Bruce betreut wurde. Aber auch dort blieb ihm das Pech treu und in seinem einzigen Spiel für die „Terriers“ verletzte er sich erneut und kehrte vorzeitig zur Behandlung nach Manchester zurück. Mühsam feilte er dort an seiner Fitness, musste dann aber während des Training im April 2000 einen weiteren Rückschlag hinnehmen.

    FC Burnley (2003–2004)

    Ablösefrei zog es May im August 2003 zum Zweitligisten FC Burnley, wo er die etwas löchrig wirkende Defensive verstärken und mit Erfahrung versehen sollte. Bei den „Clarets“ war er trotz gelegentlicher Verletzungspausen (und Sperren) mit 39 Pflichtspielen auf Anhieb Stammkraft, sorgte zudem bei Standardsituation in gegnerischen Strafräumen für Gefahr und schoss vier Ligatore.

    Titel/Auszeichnungen

    • UEFA Champions League (1): 1999
    • Englische Meisterschaft (2): 1996, 1997
    • FA Cup (2): 1996, 1999
    • Charity Shield (2): 1994, 1996

    Weblinks

    Einzelnachweise

    1. David May: What Happened Next? (FourFourTwo)
    2.  Barry J. Hugman (Hrsg.): The 1995–96 Official PFA Footballers Factfile. Lennard Queen Anne Press, 1995, ISBN 9780091808549, S. 142.
    3.  Barry J. Hugman (Hrsg.): The 1996–97 Official PFA Footballers Factfile. Lennard Queen Anne Press, 1996, ISBN 9781852915711, S. 162f.
    4.  Barry J. Hugman (Hrsg.): The 1997–98 Official PFA Footballers Factfile. Lennard Queen Anne Press, 1997, ISBN 9781852915810, S. 183.
    5.  Barry J. Hugman (Hrsg.): The 1998–99 Official PFA Footballers Factfile. Lennard Queen Anne Press, 1998, ISBN 9781852915889, S. 200.
    6.  Barry J. Hugman (Hrsg.): The 1999–2000 Official PFA Footballers Factfile. Lennard Queen Anne Press, 1999, ISBN 9781852916077, S. 204.
    7.  Barry J. Hugman (Hrsg.): The 2000–2001 Official PFA Footballers Factfile. Lennard Queen Anne Press, 2000, ISBN 9781852916268, S. 215.
    8.  Barry J. Hugman (Hrsg.): The 2001–2002 Official PFA Footballers Factfile. Lennard Queen Anne Press, 2001, ISBN 9780946531349, S. 203.
    9.  Barry J. Hugman (Hrsg.): The PFA Footballers' Who's Who 2002/2003. Lennard Queen Anne Press, 2002, ISBN 9781852916480, S. 279.
    10.  Barry J. Hugman (Hrsg.): The PFA Footballers' Who's Who 2003/2004. Lennard Queen Anne Press, 2003, ISBN 9781852916510, S. 289.
    11.  Barry J. Hugman (Hrsg.): The PFA Footballers' Who's Who 2004/2005. Lennard Queen Anne Press, 2004, ISBN 9781852916602, S. 273.
    12.  Barry J. Hugman (Hrsg.): The PFA Footballers' Who's Who 2005/2006. Lennard Queen Anne Press, 2005, ISBN 9781852916626, S. 477.

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