Bette Midler

  • Bette Midler (* 1. Dezember 1945 in Honolulu, Hawaii) ist eine US-amerikanische Sängerin, Schauspielerin, Komikerin und Autorin.

    Leben

    Die bereits als Jugendliche an Gesang interessierte Midler wuchs auf Hawaii auf und kam in den 1960er Jahren nach New York. 1966 spielte sie eine seekranke Passagierin in dem Kinofilm Hawaii mit Julie Andrews und bekam die Rolle der „Tseitel“ in dem Broadway-Musical Anatevka. In den Folgejahren trat sie als Sängerin in Badehäusern und Nachtklubs auf. Zu ihrem Begleiter wurde Barry Manilow, mit dem sie musikalisch untermalte Comedy-Programme zum Besten gab, die schnell zu Geheimtipps in der New Yorker Szene wurden. Midler etablierte sich als Interpretin vorwiegend von Liedern der 40er Jahre. 1972 konnte sie dann ihr erstes Album The Divine Miss M veröffentlichen, das auf einer gleichnamigen Bühnenshow basierte und für das sie ihre erste Goldene Schallplatte erhielt. 1974 wurde sie dafür mit dem Grammy als Beste Neue Künstlerin ausgezeichnet.

    Die 1970er Jahre waren geprägt von erfolgreichen Alben und ausgefallenen Bühnenprogrammen, die sie zu einem Enfant terrible des amerikanischen Showbusiness machten. 1979 erhielt Midler nach kleineren Filmarbeiten ihre erste Hauptrolle in The Rose, der die skrupellose Vermarktung und den frühen Drogentod der Rock- und Bluessängerin Janis Joplin fiktiv nachzeichnet. Für ihre einfühlsame Interpretation erhielt sie zwei Golden Globes sowie eine Oscar-Nominierung und der von ihr gesungene Titelsong des Films wurde zu einem Top Ten Hit in den Vereinigten Staaten.

    1980 wurde ihre Bühnenshow Divine Madness verfilmt und sie veröffentlichte erfolgreich das Buch A View from a Broad. Der Einblick hinter die Kulissen wurde ein Bestseller.

    Ab Mitte der 1980er Jahre bewies Midler in Filmen wie Zoff in Beverly Hills (mit Richard Dreyfuss und Nick Nolte) oder Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone (mit Danny DeVito) ihr großes komödiantisches Talent. Außerdem nahm sie weiterhin Alben auf und erweiterte ihr Repertoire in Richtung Pop, Rock, Musical, Jazz, Chanson und Disco. 1989 erreichte die Single Wind Beneath My Wings aus dem Soundtrack zum Film Freundinnen (mit Barbara Hershey) den ersten Platz der US-Charts und wurde zur Single des Jahres bei den Grammy Awards 1990 gekürt.

    Bette Midler ist seit dem 16. Dezember 1984 mit dem Schauspieler Martin von Haselberg verheiratet, mit dem sie eine gemeinsame Tochter hat (*1986). Haselberg trat u.a. in ihrer Fernsehsendung The Mondo Beyondo Show (die zwar 1982 gedreht, aber erst 1988 ausgestrahlt wurde) auf.

    Am 20. Februar 2008 startete ihre Show The Showgirl Must Go On im Colosseum des Caesars Palace Hotels in Las Vegas.

    Bette Midler engagiert sich sehr für ein „grünes“ New York und gründete 1995 das „New York Restoration Project“.

    Filmografie

    Spielfilme

    • 1966: Hawaii
    • 1969: Goodbye, Columbus
    • 1972: Scarecrow in a Garden of Cucumbers (Stimme)
    • 1974: The Thorn
    • 1979: The Rose
    • 1980: Divine Madness (Konzertfilm)
    • 1982: Verhext (Jinxed!)
    • 1986: Zoff in Beverly Hills (Down and Out in Beverly Hills)
    • 1986: Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone (Ruthless People)
    • 1987: Nichts als Ärger mit dem Typ (Outrageous Fortune)
    • 1988: Zwei mal Zwei (Big Business)
    • 1988: Oliver & Co. (Oliver and Company, Stimme)
    • 1988: Freundinnen (Beaches)
    • 1989: The Lottery (Kurzfilm)
    • 1990: Stella
    • 1991: Ein ganz normaler Hochzeitstag (Scenes from a Mall)
    • 1991: For the Boys – Tage des Ruhms, Tage der Liebe (For the Boys)
    • 1993: Hocus Pocus – Drei zauberhafte Hexen (Hocus Pocus)
    • 1993: Gypsy (Fernsehfilm)
    • 1995: Schnappt Shorty (Get Shorty)
    • 1996: Der Club der Teufelinnen (The First Wives Club)
    • 1997: Noch einmal mit Gefühl (That Old Feeling)
    • 1999: Get Bruce
    • 1999: Fantasia 2000 (Stimme)
    • 2000: Der Fall Mona (Drowning Mona)
    • 2000: Was Frauen wollen (What Women Want)
    • 2000: Ist sie nicht großartig? (Isn’t She Great)
    • 2004: Die Frauen von Stepford (The Stepford Wives)
    • 2007: Then She Found Me
    • 2008: The Women
    • 2010: Cats & Dogs: Die Rache der Kitty Kahlohr (Cats & Dogs: The Revenge of Kitty Galore, Stimme)
    • 2012: Die Bestimmer – Kinder haften für ihre Eltern (Parental Guidance)

    Fernsehspecials

    • 1976: The Bette Midler Show
    • 1977: Ol’ Red Hair Is Back
    • 1984: Art or Bust
    • 1988: The Mondo Beyondo Show
    • 1997: Diva Las Vegas
    • 2010: The Showgirl Must Go On

    Fernsehserien

    • 2000–2001: Bette

    Diskografie

    Albumcharts fehlen -- Harro (Diskussion) 01:02, 7. Feb. 2015 (CET)

    Studioalben

    • 1972: The Divine Miss M
    • 1973: Bette Midler
    • 1976: Songs for the New Depression
    • 1977: Broken Blossom
    • 1979: Thighs and Whispers
    • 1983: No Frills
    • 1990: Some People’s Lives
    • 1995: Bette of Roses
    • 1998: Bathhouse Betty
    • 2000: Bette
    • 2003: Bette Midler Sings the Rosemary Clooney Songbook
    • 2005: Bette Midler Sings the Peggy Lee Songbook
    • 2006: Cool Yule
    • 2014: It's the Girls!

    Live-Alben

    • 1977: Live at last
    • 1980: Divine Madness
    • 1985: Mud Will Be Flung Tonight

    Soundtracks

    • 1979: The Rose
    • 1989: Beaches
    • 1991: For the Boys
    • 1993: Gypsy

    Kompilationen

    • 1978: The Best of Bette
    • 1981: The Best of Bette
    • 1987: Just Hits
    • 1993: Experience the Divine: Greatest Hits
    • 2008: Jackpot! The Best Bette
    • 2010: Memories of You

    Singles

    In dieser Tabelle befinden sich die Songs, die sich in den Charts der drei Länder etablieren konnten.

    Außerdem veröffentlicht

    • 1976: Strangers in the Night
    • 1976: Old Cape Cod
    • 1979: Big Noise from Winnetka
    • 1979: Hang in There Baby/My Knight in Black Leather
    • 1988: Under the Boardwalk
    • 1991: The Gift of Love
    • 1991: Moonlight Dancing
    • 1992: In My Life
    • 1995: To Deserve You
    • 1999: I’m Beautiful
    • 2001: In These Shoes
    • 2004: White Christmas
    • 2006: Fever
    • 2006: From a Distance (Neuveröffentlichung)

    Bühnenauftritte

    • 1966–1969: Anatevka (Musical, Broadway, Zweitbesetzung)
    • 1969–1970: Salvation (Off-Broadway, Zweitbesetzung)
    • 1971: Tommy (Rockoper, Seattle)[1]
    • 1973: Bette Midler (Konzertreihe, Broadway)
    • 1975: Bette Midler’s Clams on the Half Shell Revue (Revue, Broadway)
    • 1979–1980: Bette! Divine Madness (Konzertreihe, Broadway)
    • 2002: Short Talks on the Universe (Monolog, Broadway)

    Auszeichnungen

    Die folgende Liste der Preise und Nominierungen folgt den offiziellen Jahreszählungen und Kategoriebezeichnungen der preisverleihenden Institutionen.

    Academy Award

    • 1979 nominiert: Beste Hauptdarstellerin (The Rose)
    • 1991 nominiert: Beste Hauptdarstellerin (For the Boys – Tage des Ruhms, Tage der Liebe)

    American Comedy Award

    • 1987 gewonnen: Lustigste Hauptdarstellerin (Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone)
    • 1987 gewonnen: Lustigste Darstellerin des Jahres
    • 1987 gewonnen: Lifetime Achievement Award für das komödiantische Lebenswerk
    • 1988 gewonnen: Lustigste Hauptdarstellerin (Nichts als Ärger mit dem Typ)
    • 1989 gewonnen: Lustigste Hauptdarstellerin (Zwei mal Zwei)
    • 1993 gewonnen: Lustigste Darstellerin in einem Fernsehspecial (The Tonight Show Starring Johnny Carson)
    • 1996 gewonnen: Lustigste Nebendarstellerin (Schnappt Shorty)
    • 1998 gewonnen: Lustigste Darstellerin in einem Fernsehspecial (Diva Las Vegas)

    British Academy Film Award

    • 1980 nominiert: Beste Hauptdarstellerin (The Rose)

    Emmy

    • 1978 gewonnen: Herausragendes Special – Comedy-Varieté oder Musik (Ol’ Red Hair Is Back)
    • 1978 nominiert: Herausragendes Drehbuch in einem Comedy-Varieté- oder Musikspecial (Ol’ Red Hair Is Back)
    • 1992 gewonnen: Herausragende Individuelle Leistung in einer Varieté- oder Musiksendung (The Tonight Show Starring Johnny Carson)
    • 1994 nominiert: Herausragende Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Special (Gypsy)
    • 1997 gewonnen: Herausragende Leistung in einer Varieté- oder Musiksendung (Diva Las Vegas)
    • 1997 nominiert: Herausragendes Varieté-, Musik- oder Comedyspecial (Diva Las Vegas)
    • 1998 nominiert: Herausragende Gastdarstellerin in einer Comedyserie (Murphy Brown)

    Golden Globe Award

    • 1980 gewonnen: Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical (The Rose)
    • 1980 gewonnen: Beste Nachwuchsdarstellerin (The Rose)
    • 1981 nominiert: Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical (Divine Madness)
    • 1987 nominiert: Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical (Zoff in Beverly Hills)
    • 1988 nominiert: Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical (Nichts als Ärger mit dem Typ)
    • 1992 gewonnen: Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical (For the Boys – Tage des Ruhms, Tage der Liebe)
    • 1994 gewonnen: Beste Hauptdarstellerin – Miniserie oder Fernsehfilm (Gypsy)
    • 2001 nominiert: Beste Serien-Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical (Bette)

    Goldene Himbeere

    • 1991 nominiert: Schlechteste Hauptdarstellerin (Stella)
    • 2001 nominiert: Schlechteste Hauptdarstellerin (Ist sie nicht großartig?)

    Grammy Award

    • 1974 nominiert: Album des Jahres (The Divine Miss M)
    • 1974 gewonnen: Beste Neue Künstlerin
    • 1974 nominiert: Beste weibliche Pop-Gesangsdarbietung (Boogie Woogie Bugle Boy)
    • 1981 nominiert: Single des Jahres (The Rose)
    • 1981 gewonnen: Beste weibliche Pop-Gesangsdarbietung (The Rose)
    • 1990 gewonnen: Single des Jahres (Wind Beneath My Wings, zusammen mit Arif Mardin)
    • 1990 nominiert: Beste weibliche Pop-Gesangsdarbietung (Wind Beneath My Wings)
    • 1991 nominiert: Single des Jahres (From a Distance)
    • 1991 nominiert: Beste weibliche Pop-Gesangsdarbietung (From a Distance)
    • 2004 nominiert: Bestes Traditionelles Pop-Gesangsalbum (Bette Midler Sings the Rosemary Clooney Songbook)
    • 2007 nominiert: Bestes Traditionelles Pop-Gesangsalbum (Bette Midler Sings the Peggy Lee Songbook)
    • 2008 nominiert: Bestes Traditionelles Pop-Gesangsalbum (Cool Yule)

    Tony Award

    • 1974 gewonnen: Special Tony Award

    Bette Midler ist außerdem mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame verewigt.

    Weblinks

    Einzelnachweise

    1. a b c d Harenberg Personenlexikon. Harenberg Verlag 2000, S. 678.
    2. die offiziellen Webseiten: Academy Awards (Eintrag zu 1979 und 1991); Golden Globe Awards (Einträge zu 1980, 1981, 1987, 1988, 1992, 1994 und 2001); Emmy Awards (Einträge zu 1978, 1992, 1994, 1997 und 1998); Tony Awards (Eintrag zu 1974); Grammy Awards (Einträge zu 1973, 1980, 1989, 1990, 2003 und 2006); BAFTA-Awards (Eintrag zu 1980).

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