Andrea Berg

  • Andrea Berg, eigentlich Andrea Ferber

    Biografie

    Vor ihrer Gesangskarriere arbeitete die gelernte Arzthelferin Laut ihrer Biografie war er begeistert von ihrer Stimme, und nach einer Woche wurden die ersten Titel für ihr Debütalbum Du bist frei aufgenommen. Es enthielt die Lieder Kilimandscharo und Schau mir noch mal ins Gesicht. Römer produzierte auch ihr zweites Album Gefühle, das den kommerziellen Durchbruch brachte. Die Singleauskopplungen Wenn du mich willst, dann küss mich doch und Einmal nur mit dir alleine sein wurden Hits. Von diesem Album stammt auch einer ihrer größten Erfolge Die Gefühle haben Schweigepflicht. 1994 gewann Berg als Mitglied der Gruppe Alle für Alle mit dem Lied Steig wieder auf bei der ZDF-Hitparade.

    1997 veröffentlichte sie ihr drittes Album Träume lügen nicht, das bis auf Platz 71 der Media-Control-Charts für Alben stieg. Die erste Singleauskopplung Warum nur träumen erreichte bei einigen Radiosendern Platz 1 und hielt sich bis zu 15 Wochen in den Hörer-Hitparaden. Im Sommer 1998 erschien nach der Geburt ihrer Tochter Lena das Album Zwischen tausend Gefühlen mit zwölf Liedern. Als Singles wurden daraus Diese Nacht soll nie enden, Insel der Nacht und Jenseits der Zärtlichkeit veröffentlicht (1999). Das nächste Album mit dem Titel Weil ich verliebt bin erschien 1999, als Single wurde Vielleicht ein Traum zu viel ausgekoppelt. Das Stück erreichte im November 1999 Platz drei der ZDF-Hitparade. In Hits des Jahres im Januar 2000 erreichte Berg ebenfalls den dritten Platz. In den deutschen Top-20-Airplay-Charts stand Andrea Berg mehrere Wochen lang auf Platz 1. Seit dem 18. Oktober 2000 ist die Marke Andrea Berg im deutschen Markenregister eingetragen.

    Im Oktober 2001 veröffentlichte Andrea Berg das Album Best of mit zwölf ihrer erfolgreichsten Lieder. Das Album erhielt 13-mal Gold und ist das Album, das am längsten in den deutschen und österreichischen Albumcharts vertreten ist. Es wurden zwei Millionen Exemplare des Best Of-Albums verkauft und mit Triple-Gold und Doppelplatin ausgezeichnet. Im August 2011 stieg das Album auf Platz 59 in die Schweizer Hitparaden ein und wurde direkt mit Gold ausgezeichnet.

    Zeitweise hatte Berg vier ihrer Veröffentlichungen gleichzeitig in den Hitlisten. Von 2003 bis 2011 gewann sie mehrmals den deutschen Musikpreis ECHO in der Sparte „Deutschsprachiger Schlager“. Von 2002 bis einschließlich 2007 erhielt sie die Goldene Stimmgabel sowie 2004 und 2005 den Amadeus Austrian Music Award für das beste Schlageralbum. Die CD Nah am Feuer wurde mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Ihr 2006 erschienenes Album Splitternackt platzierte sich direkt auf Platz 1 der Media-Control-Album-Charts und hielt sich dort über mehrere Wochen. Ihr Hit Du hast mich tausendmal belogen war 2007 auf Platz 2 der GEMA-Top-Ten internationaler Lieder.

    Ihr 2010 erschienenes Album Schwerelos, das von Dieter Bohlen produziert wurde und das Ende ihrer 17 Jahre langen Zusammenarbeit mit Eugen Römer markierte, wurde nach sechs Tagen mit Platin ausgezeichnet. Nach zwei Studioalben mit Dieter Bohlen gaben beide zunächst bekannt, in Zukunft wieder getrennte Wege gehen zu wollen. Andrea Bergs 2013 erschienenes Doppelalbum Atlantis enthielt aber zur Hälfte erneut Kompositionen von Dieter Bohlen, während die anderen von DJ Bobo und David Brandes beigesteuert wurden.

    Im Juni 2013 veröffentlichte Berg in Dänemark ein Album mit dem Titel My Danish Collection. Es erreichte in der ersten Woche Gold und stieg in der zweiten Woche auf Platz eins der dänischen Album-Charts. Am 6. September 2013 veröffentlichte Berg mit Atlantis ihr 14. Studioalbum. Es erreichte in Deutschland, Österreich und der Schweiz den ersten Platz der Charts.

    Privates

    Von 2002 bis 2004 war Andrea Berg mit Olaf Henning verheiratet. Am 27. Juni 2007 heiratete sie den Sportmanager und Hotelier Ulrich Ferber.

    Soziales Engagement

    Am 3. November 2008 wurde Andrea Berg das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland für ihre langjährige Hospizarbeit verliehen. Die Verleihung durch Bundespräsident Horst Köhler fand auf Schloss Bellevue statt.

    Chartrekorde

    In den Top-100-Album-Charts wurde sie die Künstlerin mit dem erfolgreichsten Dauerbrenner in den Charts (Best of, 345 Wochen), in Österreich über 585 Wochen.

    Musikpreise

    • Bambi (Auszeichnung)
      • 2013: Sonderpreis der Jury
    • Bild Osgar
      • 2008: für „Musik“
    • Echo
      • 2003: für „Schlager/Volksmusik Künstler/in National/International“
      • 2004: für „Schlager/Volksmusik Künstler/in National/International“
      • 2005: für „Schlager/Volksmusik Künstler/in National/International“
      • 2007: für „Schlager/Volksmusik Künstler/in National/International“
      • 2010: für „Schlager/Volksmusik Künstler/in National/International“
      • 2011: für „Künstler/Künstlerin/Gruppe Deutschsprachiger Schlager“
      • 2015: für „Bester Live-Act national“
    • Goldene Henne
      • 2011: „Leserpreis Musik“
      • 2013: „Publikumspreis Musik“
    • Goldene Stimmgabel
      • 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008
    • Krone der Volksmusik
      • 2010: für „Erfolgreichste Sängerin des Jahrzehnts“
      • 2011: für „Erfolgreichste Solisten des Jahres“
      • 2012: für „Erfolgreichste Live-Künstlerin des Jahres“
    • 10-fach-Platin-Millenniums-Schallplatte
      • 2010: für das Album „Best of“ (erfolgreichstes deutsches Album des Jahrzehnts)
    • Goldauszeichnungen
    • 17-fache Goldauszeichnung (2013)
    • 1x Gold verliehen in Dänemark für „Atlantis“ „My Danish Collection“ (2014)

    Kritik

    Georg Seeßlen warf Berg in der Wochenzeitung Der Freitag vor, dass ihre Musik thematisch einseitig sei und die Lieder dem Publikum „die Botschaft von der Frau, die nichts anderes als den Mann will“ buchstäblich einhämmern. Sowenig wie in ihren Liedern angesprochen werde, „dass es eine Welt außerhalb der Paar-Fixierung geben könnte, sowenig kommt in der Andrea-Berg-Welt die Ahnung vor, dass eine Frau auch ohne den Mann existieren kann“. Berg tröste ihr Publikum, „Frauen des unteren Mittelstands, mit der Aussicht aufs Weiterträumen und damit, dass man auch mit 47 noch «sexy» wirken kann“. Und die Männer tröste sie damit, „dass sie vielleicht sozial absteigen, aber immer noch eine Frau wie Andrea Berg finden, der es am Ende nichts ausmacht, wenn die betrunkenen Vollspacken mal mit der Nachbarin rummachen“. Damit sei Berg letztlich „ein radikal-antifeministisches Projekt“, so Seeßlen.

    Quellen

    1. Stammbaum der Familie Ferber, Seite 7 (PDF; 18,1 MB)
    2. Porträt Andrea Berg in Musikmarkt
    3. Spezial-Award für zehn Millionen Tonträger
    4. Biografie: Zur Person von Andrea Berg, Bunte
    5. Andrea Berg im Interview: Privat in Gummistiefeln – Kultur – Nachrichten – HNA Online
    6. http://www.ksta.de/region/funkenmariechen-wird-superstar,15189102,13268018.html
    7. Markenregister Andrea Berg
    8. Schweizer Hitparade – Alben Top 100 14.08.2011 – hitparade.ch
    9. Bundesverband Musikindustrie: Gold-/Platin-Datenbank
    10. Neues Album von Andrea Berg stürmt die Charts auf DerWesten.de vom 11. Oktober 2011
    11. 20 Jahre Andrea Berg- Abenteuertour 2012 auf andrea-berg.de
    12. Biographie von Andrea Berg auf Schlager.de
    13. http://danishcharts.com/showitem.asp?interpret=Andrea+Berg&titel=My+Danish+Collection&cat=a
    14. Unterstützung für Dieter Bohlen: Andrea Berg wird Gastjurorin bei DSDS, auf n-tv.de
    15. Christine Kensche: Das Erfolgsgeheimnis eines deutschen Phänomens. In: Die Welt. 11. Januar 2013, abgerufen am 8. März 2013.
    16. RTL Punkt 12 vom 6. September 2013
    17. Andrea Berg erhält Bundesverdienstkreuz in MusikWoche vom 5. November 2008
    18. Krefeld aktuell: Andrea Berg mit dem Stadtsiegel ausgezeichnet
    19. Dauerbrenner Top 100 Auswertung (ab Monat 07/1962). chartsurfer.de. Abgerufen am 5. November 2011.
    20. Georg Seeßlen: Millionenmal Du, Der Freitag, 28. Oktober 2013

    Weblinks

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