Guano Apes

  • Guano Apes ist eine mit Unterbrechung seit 1994 bestehende deutsche Rockband aus Göttingen. Bislang verkaufte sie weltweit über 4 Millionen Tonträger.

    Geschichte

    1994–2000: Gründung und Proud Like a God

    Im Jahr 1994 gründeten Henning Rümenapp, Denis Poschwatta und Stefan Ude in Göttingen die Band Guano Apes. 1994 stieß Sandra Nasić zu ihnen. Die vier hatten ihren ersten Erfolg, als sie sich 1996 bei dem Nachwuchswettbewerb „Local Heroes“, der von Radio ffn und VIVA veranstaltet wurde, gegenüber 1000 Konkurrenten durchsetzten. Ihren ersten Liveauftritt hatten die Guano Apes am 10. März 1994 in Moringen.

    Mit dem vom Land Niedersachsen gestifteten Preisgeld finanzierten sie ihr erstes Album Proud Like a God, das 1997 erschien. Die Reaktion auf die Platte war zu Beginn etwas verhalten. Das änderte sich jedoch recht schnell und das Album konnte sich über ein Jahr in den deutschen Charts halten. Auch die ausgekoppelten Singles „Open Your Eyes“ und „Lords of the Boards“ wurden zu Hits und sind immer noch bekannte Lieder der Band. „Lords of the Boards“ war eine Auftragskomposition für die Snowboardweltmeisterschaften. Vorgeschrieben war nur der Titel „Lords of the Boards“ und er musste in den Song integriert werden. Es folgte eine 18-monatige Tour durch Europa und die Vereinigten Staaten, welche die Band auch international bekannt machte und das erste Album mit über 3 Millionen Exemplaren zu einem der meistverkauften Debüt-Alben machte. Die Gruppe erhielt dafür den IFPI-Preis.

    Die Guano Apes waren eine der ersten deutschen Musikgruppen, die intensiv das Internet nutzten. Zuständig dafür war der Designer Friedel Muders, der das komplette „Visuelle Image“ der Band gestaltete. Er wurde für die Covergestaltung, die Multimedia-Teile auf den CDs und DVDs und für das Konzept und die Gestaltung der Website 2001 mit dem deutschen Musikpreis Echo ausgezeichnet.

    2000–2004: Don’t Give Me Names und Walking on a Thin Line

    Im Jahr 2000 erschien ihr zweites Album Don’t Give Me Names. Die Platte wurde mit einem Echo und einem MTV Music Award ausgezeichnet. Auch die ausgekoppelte Single „Big in Japan“ (im Original von Alphaville) wurde ein Erfolg.

    Das 2003 erschienene dritte Album Walking on a Thin Line setzte den internationalen Erfolg seiner Vorgänger fort. Im September desselben Jahres kündigte die Band überraschend eine Auszeit an, da sich die Mitglieder nach eigener Aussage erst einmal auf Soloprojekte konzentrieren möchten.

    2004–2006: Lost (T)apes und Auflösung

    Im Jahr 2004 hatten sie drei Auftritte auf kleineren Festivals. Am 15. November 2004 veröffentlichten sie die Single „Break the Line“. Sandra Nasic sagte in einem Interview, dass sich die Band immer weniger verstanden hätte. Laut Dennis war aber auch das Thema Geld ein nicht unwesentlicher Trennungsgrund:

    Als Letztes veröffentlichten die Band ihre zweite DVD Planet of the Apes / The Documentary. Es folgte die Abschiedstour „Planet of the Apes“. Ihr letztes Konzert spielten sie im Jolly Joker in Braunschweig. Am 1. Dezember 2006 erschien das Album Lost (T)apes, dieses ist auch als Doppel-CD unter dem Namen The Best and the Lost (T)Apes erhältlich. Die Platte enthält Demo-Tracks aus den Jahren 1994 bis 1995.

    2006–2008: Nach der Auflösung

    Die einzelnen Musiker arbeiten alle weiterhin im Musikgeschäft. Dennis Poschwatta veröffentlichte 2006 mit dem ehemaligen Guano-Mischer „G-Ball“ unter dem Namen Tamoto ein Album auf Gun Records und 2007 eine EP auf dem Online-Only-Label Fuego. An diesem Projekt beteiligen sich auch Stefan Ude und Henning Rümenapp. Henning Rümenapp betätigt sich als Musiklehrer und Dozent und arbeitet in verschiedenen Gremien der deutschen Musikkultur. Sängerin Sandra Nasić veröffentlichte am 28. September 2007 ihr Soloalbum The Signal. Henning Rümenapp, Dennis Poschwatta und Stefan Ude haben im September 2006 zusammen mit R ’n’ B-Sänger Charles Simmons die Band iO gegründet, mit der sie 2007 über 50 Konzerte spielten. Am 1. August 2008 erschien ihr erstes Album For the Masses.

    2009: Comeback

    2009 fand sich die Band erneut zusammen und spielte im Sommer auf Festivals in Europa. Zum Comeback äußerte sich Bandmitglied Henning wie folgt:

    Guano Apes spielte am 5. und 7. Juni 2009 auf den Rockfestivals Rock im Park und Rock am Ring. Auf dem Tuborg Green Fest Festival in Bukarest, der letzten Etappe der Festival-Tour, kündigte die Gruppe ein neues Studioalbum für das Jahr 2010 an. Es erschien schließlich am 1. April 2011 unter dem Titel Bel Air. Die erste Single ist Oh What a Night, welche am 18. März veröffentlicht wurde.

    Die Gründe für die Trennung und die Wiedervereinigung nach 4 Jahren ordnet die Band mit dem zeitlichen Abstand anders ein als noch 2004, und spricht in aktuellen Interviews offen darüber:

    2014 rückte die Band erneut in den Blickpunkt, als Frontfrau Sandra Nasić an der Fernsehshow Sing meinen Song – Das Tauschkonzert teilnahm und dort mehrere Hits der Band von anderen Musikern gesungen wurden.

    Tourneen

    • 1998–1999: Proud Like a God
    • 2000: US-Package-Tour mit Creed (28. April bis 10. Mai 2000)
    • 2005: Planet of the Apes Tour (5. bis 20. Februar 2005)
    • 2009: Summer Festival Tour (10. Mai bis 5. September 2009)
    • 2011: Bel Air Tour (5. Oktober 2011 bis 8. Februar 2012)
    • 2014: Offline Tour

    Diskografie

    → Hauptartikel: Guano Apes/Diskografie

    Auszeichnungen

    • 1997: Comet für das Album Proud Like a God
    • 1998: Echo für das Musikvideo zu „Lords of the Boards“
    • 1998: Bravo Otto Silber für Band Rock
    • 2000: MTV Europe Music Award in der Kategorie „Bester deutscher Act“
    • 2001: Eins Live Krone an Sandra Nasic als „beste Sängerin“
    • 2003: Eins Live Krone an Guano Apes als „beste Band“

    Literatur

    • Songbook

    Quellen

    1. whiskey-soda.de: „Guano Apes – Das Ende einer erfolgreichen Crossoverband“, zugegriffen am 10. November 2008
    2. festivalhopper.de: „Nova Rock mit Limp Bizkit + Guano Apes!“ – 19. Februar 2009, zugegriffen am 19. Februar 2009
    3. laut.de: [1], zugegriffen am 2. Mai 2010
    4. musikmarkt.de: [2], zugegriffen am 2. Mai 2010
    5. musikmarkt.de: [3], zugegriffen am 2. Mai 2010
    6. musikmarkt.de: [4], zugegriffen am 2. Mai 2010
    7. Verkäufe von Proud Like a God

    Weblinks

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