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Loretta Lynn

  • Loretta Lynn (* 14. April 1932 als Loretta Webb in Butcher Hollow, (Johnson County, Kentucky)) ist eine der erfolgreichsten US-amerikanischen Country-Sängerinnen und -Songwriter der 1960er und 1970er Jahre.

    Biografie

    Privatleben

    Loretta Lynn wurde 1932 in einer dem Dorf Van Lear zugehörigen Siedlung in den Appalachen als Tochter des Bergarbeiters Ted Webb und seiner Frau Clara geboren. Am 10. Januar 1948 heiratete sie im Alter von 15 Jahren den 21-jährigen Oliver Vanetta Lynn jr., genannt „Mooney“ oder auch „Doolittle“, (* 27. August 1926 in Butcher Hollow, † 22. August 1996 in Hurricane Mills, (Tennessee)).

    Im Bemühen, der zwangsläufigen Arbeit in den Kohlenminen zu entkommen, zog das Paar zunächst nach Custer, Washington. Die Lynns hatten sechs Kinder:

    • Betty Sue, * 26. November 1948, † 29. Juli 2013[3]
    • Clara Marie (Cissy), 4. März 1951
    • Jack Benny, * 7. Dezember 1949, † 24. Juli 1984
    • Ernest Ray, * 12. April 1959
    • Peggy Jean + Patsy Eileen, * 3. Juni 1964

    Clara Marie (Cissy) ist eine erfolgreiche Country-Sängerin, ebenfalls die Zwillinge Peggy Jean und Patsy Eileen, die unter dem Namen The Lynns auftreten. Patsy Eileen erhielt ihren Namen nach Lorettas Freundin Patsy Cline, die bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Auch Lynns jüngere Schwester Crystal Gayle ist eine bekannte Country-Sängerin, und die beiden sind Cousinen der Country-Sängerin Patty Loveless.

    Karriere

    1961 startete Loretta Lynn ihre Gesangskarriere; 1962 hatte sie ihren ersten Auftritt in der Grand Ole Opry. Lynn veröffentlichte 70 Alben (davon erreichten 17 Platz 1 der Charts) und hatte 27 Nummer-1-Hit-Singles. Sie schrieb mehr als 160 Songs. Ihre erste Single Honky Tonk Girl erreichte Platz 14 der Billboard Single-Charts. Ihr erster Nummer-1-Song war Don't Come Home a Drinkin' (With Lovin' on Your Mind). 1971 begann eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Conway Twitty. 1972 bekam Lynn als erste Frau den CMA Award „Entertainer of the Year“. Die Academy of Country Music kürte Lynn in den 1970er Jahren zum „Künstler des Jahrzehnts“.

    Loretta Lynn verfasste zwei Autobiografien: Coal Miner's Daughter und Still Woman Enough. Erstere wurde 1980 mit Sissy Spacek verfilmt, die dafür den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewann. In Deutschland lief der Film unter dem Titel Nashville Lady. Ein überraschendes Comeback hatte Lynn 2004 mit dem Album Van Lear Rose (Interscope/Universal Music), das in Zusammenarbeit mit Jack White von den White Stripes entstand. 2007 brachte Lynn zusammen mit anderen Countrystars das Album Anchored in Love zu Ehren von June Carter Cash heraus, auf dem sie den Song Wildwood Flower singt. Im selben Jahr nahm sie mit Marty Stuart den Song Will You Visit Me on Sunday auf.

    Ihr fünfzigstes Bühnenjubiläum im Jahr 2010 nahmen unterschiedliche Künstler zum Anlass für Tributalben. Coal Miner's Daughter: A Tribute to Loretta Lynn enthielt Lynn-Interpretationen anderer Country-Künstler wie Miranda Lambert, Gretchen Wilson, Steve Earle, Martina McBride, Lucinda Williams und Lee Ann Womack. Eine weitere Tributveröffentlichung war das Album Butcher Holler – A Tribute to Loretta Lynn von Eilen Jewell, das eine Mischung bekannter und weniger bekannter Loretta-Lynn-Stücke enthielt.

    Diskografie

    Loretta Lynns Diskografie umfasst 54 Studioalben, 15 Kompilationsalben, 88 Singles und sieben Musikvideos.

    Auszeichnungen

    Einzelnachweise

    1. auch „Butcher Holler“ genannt
    2. http://www.wsaz.com/news/kentuckynews/headlines/_Loretta_Lynn_Married_at_15_Not_13_152064195.html
    3. http://www.musicrow.com/2013/07/loretta-lynns-eldest-daughter-dies-at-64/
    4. a b c d Billboard chart positions - singles. allmusic. Abgerufen am 16. August 2008.
    5. a b Search results for "Loretta Lynn". RPM. Abgerufen am 11. November 2009.

    Weblinks

    • Tonträger von Loretta Lynn im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
    • Lynns Webpräsenz

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