Belphegor

  • Belphegor ist eine 1991 gegründete Death-Metal-Band aus Salzburg, Österreich. Die Band benannte sich nach dem Dämon Belphegor aus der jüdischen und mittelalterlichen Dämonologie.

    Geschichte

    Die Band wurde 1991 unter dem Namen Betrayer gegründet

    Nach Veröffentlichung des Live-Albums Infernal Live Orgasm auf dem eigenen Label Phallelujah Productions wechselte Belphegor zu Napalm Records. Wegen des Albums Lucifer incestus wurde ein Indizierungsverfahren eingeleitet, das jedoch vom achtköpfigen Gremium eingestellt wurde. Der Antrag auf Indizierung war laut metal.de vom „katholisch-bayrischen“ Jugendamt ausgegangen und wurde daher als vom Klerus ausgehend interpretiert.

    Im Januar 2006 hatte Barth einen Unfall, bei dem seine rechte Hand verletzt wurde. Nach der Operation war unklar, ob er wieder als Bassist einsteigen könne. Bei Konzerten wurde er zeitweilig durch den deutschen Bassisten A.X. ersetzt. wurde nie veröffentlicht.

    Im Frühjahr 2008 musste Gitarrist Sigurd aus Gesundheitsgründen pausieren; er wurde von Morluch ersetzt.

    Die Aufnahmen des Nachfolgers von Bondage Goat Zombie begannen Anfang 2009 und wurden im Juni des Jahres beendet. Zwischendurch spielte die Band Konzerte ihrer Tour durch Skandinavien, die USA und Kanada.

    Das nächste Album Walpurgis Rites – Hexenwahn wurde am 9. Oktober in Europa und am 20. Oktober in den USA über Nuclear Blast veröffentlicht; zum Titel Der Geistertreiber wurde ein Musikvideo gedreht, das auf der Digipak-Version des Albums zu finden ist.

    Zwischen Juni und Oktober 2010 wurde das Album Blood Magick Necromance im Abyss Studio mit Peter Tägtgren aufgenommen. Das Album wurde europaweit am 14. Januar 2011 veröffentlicht.

    Im Oktober 2011 gab die Band auf ihrer offiziellen Internetseite bekannt, dass sich Sänger und Gitarrist Helmuth einer „ernsthaften und schwierigen Operation“ unterziehen musste. Deswegen wurden alle geplanten Auftritte bis Mai 2012 abgesagt. Seit August 2012 spielt Belphegor wieder live.

    Am 8. August 2014 erschien das Album Conjuring the Dead bei Nuclear Blast Europe.

    Stil

    Die Musik von Belphegor vermischt Black- und Death-Metal-Einflüsse mit unterschiedlicher Gewichtung je nach Album; Helmuth lehnt allerdings ab, seine Musik mit einer Stilbezeichnung zu versehen und überlässt dies anderen.

    Diskografie

    Studioalben

    • 1995: The Last Supper
    • 1997: Blutsabbath
    • 2000: Necrodaemon Terrorsathan
    • 2003: Lucifer incestus
    • 2005: Goatreich – Fleshcult
    • 2006: Pestapokalypse VI
    • 2008: Bondage Goat Zombie
    • 2009: Walpurgis Rites – Hexenwahn
    • 2011: Blood Magick Necromance
    • 2014: Conjuring the Dead

    Livealben

    • 2002: Infernal Live Orgasm

    Weitere Veröffentlichungen

    • 1991: Kruzifixion (Demo, als Betrayer)
    • 1993: Bloodbath in Paradise (Demo)
    • 1994: Obscure and Deep (Single)

    Quellen

    1. Cameron Edney: Belphegor.
    2. a b Olly: BELPHEGOR (November 2002).
    3. Rob: Belphegor – Interview (Memento vom 22. November 2010 im Internet Archive), zugegriffen am 8. August 2008.
    4. Uwe Schmidt: Jenseits aller Normen, zugegriffen am 8. August 2008.
    5. Thomas: Interview mit Helmuth zu "Goatreich – Fleshcult", zugegriffen am 8. August 2008.
    6. John Mathias: Interview – Belphegor.
    7. David E. Gehlke: Belphegor – Black Magic Knights.
    8. Jason Fisher: Belphegor.
    9. Arlette Huguenin: BELPHEGOR: Bassist gesucht.
    10. a b c Moritz: INTERVIEW: Belphegor (11. August 2005).
    11. BELPHEGOR: Gitarrist Sigurd muss Pause machen, zugegriffen am 8. August 2008.
    12. Mario K., Stefan J.: Interview mit Helmuth von Belphegor bei HardHarderHeavy, zugegriffen am 8. August 2008.
    13. Eike Frommeyer: Belphegor: Wieder im Studio, abgerufen am 9. Februar 2009.
    14. nuclearblast.de: BELPHEGOR – Album details and videoshoot!, zugegriffen am 17. Juli 2009.
    15. Official BELPHEGOR Website. Abgerufen am 21. November 2011 (englisch).
    16. Balint: INTERVIEW: Belphegor (24. Juli 2003).
    17. Oliver Vollmer: Interview vom 28. Januar 2001 zugegriffen am 8. August 2008.
    18. Ralf Henn: Belphegor – Titten, Tod und Teufel (Helmuth) – Mai 2005, zugegriffen am 8. August 2008.
    19. Chartplatzierungen: Deutschland - Österreich

    Weblinks

    Der Text ist unter der Lizenz "Creative Commons Attribution/Share Alike" verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Einzelheiten sind auf der Seite von Creative Commons beschrieben. Ursprüngliche(r) Autor(en) des verwendeten Textes.