Mirja Boes

  • Mirja Boes (* 3. September 1971 in Viersen, aufgewachsen im Stadtteil Boisheim) ist eine deutsche Schauspielerin, Komikerin und Sängerin.

    Anfänge

    Nach ihrem Abitur 1991 am Clara-Schumann-Gymnasium Dülken (vormals: Städtisches Gymnasium) in Dülken studierte Boes zunächst an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Italienisch, Spanisch und Musik- und Medienwissenschaften. Später kam noch das Fach Musical an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig hinzu. 1994 schloss Boes sich dem Theaterensemble Compagnia 82 an, zwei Jahre später stieg sie bei den Fabulösen Thekenschlampen ein, deren größter Hit der dem Fußballer Toni Polster gewidmete Song Toni, lass es polstern war. Außerdem spielte sie beim Improvisationstheater Frizzles.

    Im Sommer 2001 trat Boes unter ihrem Künstlernamen Möhre regelmäßig in der Diskothek Oberbayern in Palma de Mallorca auf. Im gleichen Jahr erschien auch ihre erste Single 20 Zentimeter. Nach ihrer zweiten Single Pack ihn ein folgte 2003 Wir ham doch keine Zeit … Boes gehört außerdem zu den Mallorca Allstars. Im Rahmen dieses EMI-Projekts interpretieren sie und Künstler wie Mickie Krause Titel der Neuen Deutschen Welle wie Sternenhimmel und Ich will Spaß. 2003 moderierte sie für RTL 2 die Après Ski Hits.

    Fernsehkarriere

    Seit 2002 ist Boes regelmäßig im Fernsehen zu sehen. Zusammen mit den Comedians Ralf Schmitz (2006-2009 Mathias Schlung) und Markus Majowski spielte sie bis Ende 2006 Sketche in der Comedysendung Die Dreisten Drei. Ersetzt wurde sie dort von Janine Kunze. Es folgten Gastauftritte bei TV total, Elton.tv, Anke Late Night, Frei Schnauze, Genial daneben und der Gong Show.

    2005 spielte Boes an der Seite von Tom Gerhardt im Kinofilm Siegfried sowie in einer Comedy-Verfilmung von Urmel aus dem Eis. Von Dezember 2006 bis Mai 2007 moderierte sie den Karaoke Showdown und spielte von 2006 bis 2008 in der RTL-Serie Angie die Hauptrolle. Boes war zu Beginn des Jahres 2008 mit Jan Sosniok in dem Film African Race auf RTL zu sehen, in dem sie in der Hauptrolle auf der Suche nach dem größten verschollenen Diamanten der Welt war. Januar 2008 lief die zweite Staffel von Angie auf RTL; Boes in der Hauptrolle als Parfümerieangestellte, die auf der Suche nach ihrem Traummann von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt. Von Februar bis April 2010 lief die Sketch-Comedy Ich bin Boes mit Boes als Hauptdarstellerin.

    Bücher

    Zusammen mit Tim Bergmann und Florian Lukas spielt Boes in der Hörspielserie des Bastei-Lübbe-Verlags Leben hoch drei. Boes hat ebenfalls das Kinderhörbuch Hugo Pepper und der fliegende Schlitten gesprochen. 2008 erschienen die Hörbücher Lügen, die von Herzen kommen, Ach wär ich nur zu Haus geblieben, Die Patin, Die Mütter Mafia und Gegensätze ziehen sich aus von Kerstin Gier, welche Mirja Boes liest. Ende Mai hat Boes Comedy Gold in der Schweiz moderiert. Dort stellte Boes die größten internationalen Comedy-Highlights vor. Beim Radiosender 1 Live hat sie seit März 2008 zudem eine eigene Radiocomedy mit dem Titel Alles Lüge mit Mirja Boes. Im Januar 2009 erschien ihr erstes eigenes Buch Boese Tagebücher: Unaussprechlich peinlich im Wunderlich-Verlag. Zusätzlich wurde auch das gleichnamige Hörbuch veröffentlicht, welches Boes selbst liest.

    Bühne

    Seit Herbst 2007 war Boes mit ihrem ersten Soloprogramm Morgen mach ich Schluss!...Wahrscheinlich! auf Tournee; unter anderem trat sie damit im Rahmen des Köln Comedy Festival auf.

    Mitte November 2010 wurde ihre Tour Erwachsen werde ich nächste Woche!! vorzeitig abgebrochen, da Boes zu diesem Zeitpunkt schwanger war. Am 3. Januar 2011 brachte sie ihr erstes Kind, einen Sohn, zur Welt.

    Gemeinsam mit Joachim Llambi moderierte Boes die im April 2012 bei RTL ausgestrahlte Pilotfolge der Gameshow Jungen gegen Mädchen.

    2012 warb Boes als Testimonial für die IDEi Informationsgemeinschaft Deutsches Ei e. V. und engagierte sich auch für die Tierschutz-Organisation PETA gegen Wildtierhaltung in Zoos.

    Diskografie

    • 2000: 20 Zentimeter!? (als Möhre)
    • 2001: Pack ihn ein (La la la la) (als Möhre)
    • 2002: Wir ham doch keine Zeit (als Möhre)
    • 2006: Medley (als Möhre)
    • 2006: California Dreamboy (als Möhre)
    • 2010: Montag Dienstag Mittwoch (als Möhre)
    • 2014: 20.000 Worte am Tag
    • 2004: Ich kann auch anders (als Möhre)
    • 2009: Morgen mach ich Schluß!... Wahrscheinlich!?
    • 2011: In meiner Fantasie
    • 2014: Das Leben ist kein Ponyschlecken

    Filmografie (Auswahl)

    • 2005: Urmel aus dem Eis
    • 2008: African Race – Die verrückte Jagd nach dem Marakunda (Fernsehfilm)

    Auszeichnungen

    • 2007: Deutscher Comedypreis als Ensemblemitglied von Frei Schnauze XXL (Beste Comedy-Show)
    • 2008: Deutscher Comedypreis (Beste Comedian)
    • 2009: Deutscher Comedypreis (Bestes Comedyevent – Quatsch goes Christmas)

    Weblinks

    Einzelnachweise

    1. Mirja-Boes-FC.de: Biografie
    2. http://diepresse.com/home/leben/mensch/622848/ComedyStar-Mirja-Boes-wurde-Mutter-
    3. [1]
    4. „Jungen gegen Mädchen“: RTL testet neue Spielshow. In: wunschliste.de. 23. März 2012, abgerufen am 13. April 2012.

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