Alex Gaudino feat. Nicole Scherzinger

  • Nicole Prescovia Elikolani Valiente Scherzinger (* 29. Juni 1978 in Honolulu, Hawaii, USA) ist eine US-amerikanische Tänzerin und Sängerin. Sie wurde als Frontfrau der Pussycat Dolls bekannt, von denen sie sich 2010 trennte. Neben ihrer musikalischen Karriere ist sie auch als Schauspielerin tätig.

    Jugend

    Nicole Scherzinger wurde in Honolulu geboren und ist russischer, hawaiischer und philippinischer Herkunft. Nach der Trennung von ihrem philippinischen Mann zog Scherzingers Mutter Rosemary mit den Kindern Nicole und Keʻala nach Louisville (Kentucky), da ihr neuer Mann, der deutsch-amerikanische Soldat Gary Scherzinger, dorthin versetzt wurde. Während der Schulzeit nahm Scherzinger Schauspielunterricht; für ihr erstes Stück stand sie im Louisville Actors Theater auf der Bühne. Während der drei Jahre, in denen sie nach der Schule Schauspielerei und Tanz studierte, verdiente sie ihr Geld mit kleineren Jobs als Model. Als Travis Meeks von der Rockband Days of the New eine Sängerin suchte, nahm Scherzinger mit ihm eine Reihe von Demo-Tracks auf, setzte dann aber vorerst ihre Ausbildung fort. Schließlich hörte der Produzent Scott Litt ihre Demobänder und lud sie nach Los Angeles ein, um mit der Band deren zweites Album aufzunehmen. Nach der anschließenden Tour arbeitete Scherzinger an ihrer eigenen Musik.

    Karriere

    2001–2002: Eden’s Crush

    2001 bewarb sich Scherzinger bei der amerikanischen Ausgabe von Popstars und wurde Mitglied der daraus hervorgegangenen Gruppe Eden’s Crush. Dem Debütalbum Popstars folgte eine Tour mit *NSYNC und Jessica Simpson. Wegen mangelnden Erfolges löste sich die Gruppe bereits 2002 wieder auf.

    2003–2010: Pussycat Dolls und eigene Projekte

    2003 erfuhr Scherzinger durch eine ehemalige Kollegin bei Eden's Crush, dass das Tanzensemble Pussycat Dolls nach einer Leadsängerin suchte. Scherzinger sang vor und wurde in die Gruppe aufgenommen.

    Im Sommer 2005 erschien das erfolgreiche Album PCD, aus dem sechs Singles ausgekoppelt wurden und von denen fünf in Großbritannien in die Top 10 kamen. Besonders hervorzuheben ist der Titel Don’t Cha, der sich sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien an der Spitze der Charts platzieren konnte. In den USA erreicht die Single Platz 2. Das Album wurde auch von einer Welttournee begleitet.

    Danach arbeitete die Gruppe lange Zeit an ihrem zweiten Album Doll Domination, das im Herbst 2008 veröffentlicht wurde. Scherzinger war das einzige Gruppenmitglied, das auch selbst an den Liedern mitschrieb. Scherzinger war Jurorin in den ersten beiden Staffeln (2009 und 2010) der amerikanischen A-cappella-Show The Sing-Off.

    Scherzinger arbeitete auch während der Zeit bei den Pussycat Dolls immer wieder an ihrem eigenen Soloalbum, bei dem sie Produzenten wie Bryan Michael Cox, Scott Storch, Sean Garrett, Timbaland, Polow Da Don, Pharrell und Akon unterstützten.

    Im März 2007 bestätigte sie, dass ihr Soloalbum den Titel Her Name Is Nicole tragen und im November 2007 in Deutschland veröffentlicht werden sollte. Da die Plattenfirma sich jedoch entschied, noch ein bis zwei weitere neue Songs aufzunehmen, wurde das Veröffentlichungsdatum zunächst auf März 2008 verschoben. Am 2. November 2007 erschien die erste Singleauskopplung Baby Love in Deutschland, während das Album letztendlich nicht veröffentlicht wurde.

    Im Mai 2010 wurde sie Siegerin der 10. Staffel von Dancing with the Stars.

    2011–2013: Killer Love und The X-Factor

    Anfang 2011 veröffentlichte Scherzinger ihre erste Solosingle Poison, diese platzierte sich in vielen Ländern in den Charts. Als zweite Single veröffentlichte sie Dont Hold Your Breath, dieser ist bisher ihr erfolgreichster Solo-Hit. Weitere Songs aus dem Album Killer Love sind Right There mit 50 Cent, Wet und Try with Me. Das Album wurde erstmals im März 2011 in Großbritannien veröffentlicht, wo es Platz 8 der britischen Hitparade belegte. In Deutschland platzierte sich das Album auf Platz 85 und in der Schweiz auf Platz 55.

    Im Herbst 2011 war Scherzinger während der ersten Staffel in der amerikanischen Version der Castingshow The X Factor neben Simon Cowell, Paula Abdul und L. A. Reid Jurymitglied. Ursprünglich sollte Scherzinger neben dem britischen Moderator Steve Jones durch das Programm führen, ersetzte dann aber das Ex-Jury-Mitglied Cheryl Cole.

    Seit 2014: Big Fat Lie

    Im Februar 2014 wurde bekanntgegeben, dass Scherzinger einen Vertrag über 4.5 Millionen $ für mehrere Alben mit Sony unterschrieben habe. Dies beendet ihren langjährigen Plattenvertrag mit Interscope.

    Persönliches

    Scherzinger war zwischen 2008 und 2015 zeitweise mit dem Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton liiert.

    Im November 2013 wurde Scherzinger zur Botschafterin der Special Olympics ernannt. Scherzinger hat eine Bindung zu Menschen mit Behinderungen, da ihre Tante am Down-Syndrom sowie der Halbbruder von Lewis Hamilton an Infantiler Zerebralparese leiden.

    Diskografie

    Weitere Auftritte

    Filmografie (Auswahl)

    • 2001: Sabrina – total verhext! (Sabrina, the Teenage Witch, eine Folge)
    • 2002: What’s Up, Dad? (Fernsehserie, zwei Folgen)
    • 2003: Love Don’t Cost a Thing
    • 2003: Chasing Papi
    • 2005: Be Cool – Jeder ist auf der Suche nach dem nächsten großen Hit (Be Cool)
    • 2009: Big Time Rush
    • 2010: How I Met Your Mother (Fernsehserie, eine Folge)
    • 2012: Men in Black 3

    Quellen

    1. Scherzinger in "The Sing-Off". In: imdb.de. Abgerufen am 19. Januar 2011.
    2. Scherzinger ist DWTS-Siegerin. In: bunte.de. Abgerufen am 26. Mai 2010.
    3. Scherzinger im RENT-Musical. In: bluewin.ch. Abgerufen am 4. August 2010.
    4. Neuaufnahme zu "Goldeneye". In: nintendo-lan.de. Abgerufen am 25. Oktober 2010.
    5. Scherzinger verlässt Pussycat Dolls. In: fan-lexikon.de. Abgerufen am 5. Dezember 2010.
    6. Scherzinger ergattert Juryplatz. In: news.ch. Abgerufen am 28. Juni 2011.
    7. a b Nicole Scherzinger: 'Boomerang' - Single review. In: digitalspy.co.uk. Abgerufen am 19. Juni 2013.
    8. Scherzinger hat neues Plattenlabel (Englisch) In: onepopz.com. Abgerufen am 19. Februar 2014.
    9. Big Fat Lie VÖ. In: amazon.de. Abgerufen am 22. September 2014.
    10. Scherzinger und Hamilton trennen sich. In: sueddeutsche.de. Abgerufen am 4. August 2014.
    11. http://www.motorsport-total.com/f1/news/2015/02/gab-nicole-scherzinger-lewis-hamilton-den-laufpass-15020404.html
    12. Scherzinger litt an Bulimie. In: gala.de. Abgerufen am 8. Oktober 2012.
    13. Nicole Scherzinger als Special Olympics-Botschaftlerin (English) In: bestdaily.co.uk. Abgerufen am 15. November 2013.
    14. joy.de: Nicole Scherzinger hilft Kindern mit Down-Syndrom , abgerufen am 2. September 2014
    15. Scherzinger und UNICEF in Guyana. In: gala.de. Abgerufen am 30. Juni 2014.
    16. a b c Chartquellen: DE AT CH UK
    17. We Are the World 25 for Haiti
    18. Musikdatenbank Scherzinger (unter Rubrik Songs) In: hitparade.ch. Abgerufen am 2. September 2014.

    Weblinks

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