Alanis Morissette

  • Alanis Nadine Morissette Sängerin.

    Leben

    In ihrer frühen Kindheit lebte Alanis Morissette drei Jahre lang in Heiligenzell im Schwarzwald in Deutschland. Ihr Vater, der gebürtige Franko-Ontarier Alan Richard Morissette und ihre ungarische Mutter Georgia Mary Ann Feuerstein unterrichteten Kinder von in Deutschland stationierten Soldaten im kanadischen Militärstützpunkt in Lahr.

    Im Februar 2005 erhielt Alanis Morissette die US-amerikanische Staatsbürgerschaft, ohne aber ihre kanadische aufzugeben.

    Am 22. Mai 2010 heiratete sie in Los Angeles im engen Familienkreis den sechs Jahre jüngeren Rapper Souleye, der mit bürgerlichem Namen Mario Treadway heißt. Die beiden waren bis dahin seit acht Monaten ein Paar.

    Karrierebeginn

    Als Morissette im Alter von neun Jahren einen Auftritt des Folkduos Lindsay und Jacqui Morgan gesehen hatte, war sie derart begeistert, dass sie es ihnen nachtun wollte. Das Geld, das sie durch die Produktion verdiente, investierte sie in ihre erste Single Fate Stay with Me.

    Unter dem Namen Alanis Nadine trat sie um 1990 in der US-amerikanischen Castingshow Star Search auf, schied jedoch bereits in der ersten Runde aus.

    Erfolge

    1995, im Alter von 21 Jahren, veröffentlichte Morissette ihr erstes internationales Album Jagged Little Pill, das einen unerwartet großen Erfolg hatte. Zunächst stieg das Album zwar nur auf Platz 118 der Billboard-200-Charts

    1998 veröffentlichte sie das Album Supposed Former Infatuation Junkie, das die Hitsingles Thank U und Joining You enthielt. Im nächsten Jahr folgte Alanis Morissette – MTV Unplugged.

    Im Februar 2002 veröffentlichte die Sängerin mit Under Rug Swept ihr drittes Studioalbum mit den Hits Hands Clean und Precious Illusions. Mit ersterem versuchte sie nach eigenen Aussagen, eine Beziehung zu einem ungefähr 30 Jahre alten Mann zu verarbeiten, die sie im Alter von 14 Jahren gehabt habe. Während die Strophen die damalige Sicht des Liebhabers wiedergeben, beinhaltet der Refrain Morissettes Antwort aus der Gegenwart. Im Dezember erschien dann Feast on Scraps, ein DVD/CD-Paket, das einen Konzertmitschnitt aus Rotterdam sowie acht Lieder enthält, die bei den Aufnahmen zu Under Rug Swept nicht verwendet wurden.

    2004 erschien ihr viertes Album So-Called Chaos, das stark durch die Beziehung zu Ryan Reynolds beeinflusst wurde, was sich vor allem in den drei Songs Not All Me, Knees of My Bees und der ersten Single Everything zeigt. Im Jahr 2005 veröffentlichte sie den Song Wunderkind für den Film Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia, der ihr in der Kategorie Bester Filmsong eine weitere Nominierung bei den Golden Globe Awards 2006 einbrachte. Im Juli brachte Morissette zum zehnten Jubiläum des Erscheinens von Jagged Little Pill eine Akustikversion des Albums heraus, dem im November das Best-of The Collection folgte. Die Single Crazy ist eine Coverversion des gleichnamigen 90er-Jahre-Hits von Seal.

    Im April 2007 veröffentlichte sie auf dem Videoportal YouTube eine Parodie des Liedes My Humps der Black Eyed Peas. Am 30. Mai 2008 erschien ihr Album Flavors of Entanglement, das komplett von Morissette geschrieben und von Guy Sigsworth produziert wurde. Es unterscheidet sich grundsätzlich im Stil von den vorherigen Alben, da es in Richtung elektronische Musik geht. Dies ist hauptsächlich dem Einsatz von Synthesizern zu verdanken. Als erste Auskopplung wurde die Single Underneath gewählt, zu der zwei Videos gedreht wurden. Der Titel Not As We (zweite Auskopplung in Nordamerika) untermalt die Folge 97 Sekunden aus der Fernsehserie Dr. House sowie die Folge Zeugenschutz aus der Fernsehserie Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen.

    Am 28. Februar 2010 trat sie auf der Abschlussfeier der XXI. Olympischen Winterspiele in Vancouver mit dem Titel Wunderkind auf. Ebenfalls 2010 wurde I Remain als Titelsong für den Film Prince of Persia: Der Sand der Zeit ausgewählt. Im August 2012 erschien das Album Havoc and Bright Lights. Die Platte sei von einer fürsorglichen, mütterlichen, angemessenen erwachseneren Art gekennzeichnet, sagte die Sängerin in einem Interview. Große Teile des Musikvideos zu Guardian (2012) entstanden in Berlin.

    Schauspielerei

    1999 spielte sie neben Matt Damon, Ben Affleck und Alan Rickman im Kevin-Smith-Film Dogma die Rolle von Gott, die eigentlich für Emma Thompson gedacht war. Außerdem hatte sie 2006 in der Serie Nip/Tuck eine Gastrolle als Freundin von Dr. Liz Cruz. 2009 spielte sie in der Showtime-Serie Weeds in sieben Episoden der fünften Staffel die Rolle der Ärztin Audra Kitson.

    Sonstiges

    Alanis Morissette beteiligte sich gemeinsam mit Keanu Reeves an dem Dokumentarfilm The Great Warming (2006), der die globale Erwärmung zum Thema hat.

    Diskografie

    Single-Chartplatzierungen

    Filmografie

    • 1993: Just One of the Girls
    • 1999: Dogma
    • 2000: Sex and the City, TV-Serie, Staffel 3 Folge 4
    • 2001: Jay und Silent Bob schlagen zurück (Jay and Silent Bob Strike Back)
    • 2004: De-Lovely – Die Cole Porter Story
    • 2009: Weeds, TV-Serie, Staffel 5 und 6

    Auszeichnungen

    Grammy Awards

    • 1996: Album des Jahres für Jagged Little Pill
    • 1996: Beste weibliche Gesangsdarbietung – Rock für You Oughta Know
    • 1996: Bester Rocksong für You Oughta Know
    • 1996: Bestes Rock-Album für Jagged Little Pill
    • 1998: Bestes Musik-Langvideo für Jagged Little Pill, Live
    • 1998: Beste weibliche Gesangsdarbietung – Rock für Uninvited
    • 1999: Bester Rocksong für Uninvited

    MTV Europe Music Awards

    • 1996: Beste Künstlerin

    BRIT Awards

    • 1996: International Breakthrough Act

    Echo

    • 1996: Nachwuchspreis international
    • 1997: Künstlerin international

    Bravo Otto

    • 1996: Silber in der Kategorie Sängerin

    Comet

    • 1996: Zuschauer-Comet VIVA Plus

    Quellen

    1. abcdefgh http://www.imdb.com:80/name/nm0001551/bio
    2. abcdefg http://www.brigitte.de/kultur/leute/lebenslaeufe/morisette/
    3. http://www.comcast.net/entertainment/index.jsp?fn=2007/02/02/231417.html
    4. Dash Mihok in der IMDb
    5. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,699352,00.html
    6. Sohn Ever Imre
    7. Biografie bei Laut
    8. Top Singles - Volume 54, No. 8, July 27 1991
    9. JUNO Awards - Past Winners Search. Abgerufen am 28. Mai 2014.
    10. http://www.myspace.com/alanismorissette
    11. Charts bei Allmusic.com
    12. Quellen für Auszeichnungen: DE AT CH UK US CA
    13. abc GRAMMY - Past Winners. Abgerufen am 28. Mai 2014.
    14. Biografie auf Labelseite
    15. http://www.swr3.de/musik/-/id=47316/nid=47316/did=208824/1cqx3jg/index.html
    16. YouTube-Video: Parodie von My Humps (erfordert Flash)
    17. http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/pop_rock_jazz/481209_Alanis-Morissette-Rockidol-und-spirituelle-Mom.html Alanis Morissette: Rockidol und spirituelle Mom Von David Fischer, dpa
    18. http://www.thestage.co.uk/news/newsstory.php/12327/alanis-morissette-to-appear-in-riversides
    19. The Great Warming - Reviews. Abgerufen am 7. Dezember 2013.
    20. ab Chartquellen: DE AT CH UK US CA
    21. https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151026759491794&set=a.10150647724216794.389711.6002796793&type=3
    22. MTV Europe Music Awards – Preisträger 1994–2009
    23. Die Brit Awards 1996 in der IMDb
    24. Der Echo – Suche nach Preisträger
    25. Bravo Otto – 1996 Statistik & Sieger
    26. Comet-Gewinner 1995–2005

    Weblinks

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