Hallelujah mach's gut (Steck Dir mein Herz an den Hut) (ZDF Tele-Illustrierte 23.11.1984)

Wolfgang Petry

  • Wolfgang „Wolle“ Petry (* 22. September 1951 in Köln-Raderthal; bürgerlich Franz Hubert Wolfgang Remling) ist ein deutscher Schlagersänger und Songschreiber. Seine bekanntesten Titel sind Wahnsinn (1983) und Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n (1992).

    Biografie

    Privatleben und Anfänge

    Petry wurde 1951 in Köln-Raderthal geboren und wuchs dort auf. Als 16-Jähriger musste er nach dem Tod des Vaters die Verantwortung für seinen fünf Jahre jüngeren Bruder übernehmen. Während der Schulzeit gründete er die Band Screamers, dann absolvierte er eine Ausbildung als Feinmechaniker. Zur Zeit der Lehre tourte er mit seiner Band in Köln und Umgebung. Später traten sie gemeinsam mit den Top Singers auf. Petry ist seit 1972 verheiratet und hat einen Sohn, der mit den Liedern seines Vaters unter dem Namen Achim Petry auftritt.

    Entdeckung

    Petry wurde 1975 bei einem Auftritt in der Forsbacher Disco „Whisky Bill“ vom Produzententeam Tony Hendrik und Karin Hartmann entdeckt. Sie schrieben und produzierten für Petry dessen Debütalbum Ein Freund – ein Mann, das im Dezember 1976 erschien und aus dem u.a. die Single Jeder Freund ist auch ein Mann / Wer kennt Julie? ausgekoppelt wurde. Petrys Debütsingle Sommer in der Stadt stammte auch aus dieser LP und war mit Rang 16 der erste Hit für Petry. Hiermit trat er am 31. Juli 1976 in der ZDF-Hitparade auf. Die Zuschauer wählten Petry hinter Jürgen Drews mit Ein Bett im Kornfeld auf Platz zwei. Es folgte die LP Zweisaitig mit der Single Ruby. Petry ging mit den ersten Songs auf Tour. Die Singles Wenn ich geh’ und Jessica, das 1981 Platz 8 der deutschen Singlecharts belegte, folgten. Das Team Hendrik/Hartmann zeichnete auch verantwortlich für die LPs Einfach Leben und Wahnsinn von 1983 mit der gleichnamigen Single. Insgesamt produzierten sie für ihn bis 1984 20 Singles und sieben LPs.

    Band

    Am Anfang seiner Karriere trat Petry in Fernsehsendungen mit Playbackmusikern auf. 1996 suchte er eine geeignete Band, um seine Musik live präsentieren zu können. Sein damaliger Manager Armin Rahn, der auch die Band The Public vertrat, stellte den Kontakt zwischen Petry und den Bandmitgliedern von The Public her. Die „Petry-Band“ wurde anschließend durch Axel Kowollik (Bass), Rolf Pröpper (Gitarre), Richard Schuster (Schlagzeug), Rainer Jäger (Keyboard) und Wolfgang Petry (Gesang) besetzt. Als weiterer Gitarrist kam Bernd Kühl dazu, und die Band ging auf verschiedene Stadiontourneen. Die bekannteste Tour fand 1999 statt. Das Konzert im damaligen Essener Georg-Melches-Stadion wurde unter dem Namen Wolfgang Petry - Einfach Geil! auf DVD veröffentlicht. Durch die Band, die zum größten Teil aus Rock’n’Roll-Musikern bestand, erhielt Petrys Musik einen neuen Stil. So wurde Schlager mit Rock kombiniert, was einen großen Einfluss auf seine Livekonzerte hatte.

    Karriere

    Nachdem es Ende der 1980er Jahre stiller um Petry geworden war, hatte er 1991 sein Comeback mit dem von Jürgen Dönges geschriebenen Hit Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n. Bei den Deutschen Schlager-Festspielen 1994 belegte er mit dem Lied Denn eines Tags vielleicht den ersten Platz vor Michelle und Andreas Martin. Dafür wurde ihm von Dieter Thomas Heck die „Goldene Muse“ überreicht. 1996 erschien Petrys Best-of-Album Alles, das sich eine Million Mal verkaufte. 1997 brachte er die Single Weiber heraus. Auch diese landete weit oben in den Charts. Im August gleichen Jahres erschien das Album Nie genug. 1998 kam die CD Einfach geil heraus, mit der er auf Tour ging.

    1996 und 1998 wurde Petry Jahressieger der Deutschen Schlagerparade und 1997, 1998 und 1999 Jahressieger der ZDF-Hitparade. Die Goldene Stimmgabel erhielt Petry insgesamt zehnmal, darunter 1996 bis 2003 ohne Unterbrechung sowie 1998 die Stimmgabel in Platin. 1997 bis 2001 bekam er den deutschen Musikpreis Echo.

    Im September 2006 feierte Petry sein 30-jähriges Bühnenjubiläum; zu diesem Anlass wurde ihm eine weitere Platin-Stimmgabel verliehen.

    Comeback

    Im Februar 2014 erschien ein Album mit dem Titel Einmal noch!, das Neuinterpretationen seiner Lieder enthält. Im Dezember 2014 gab er seine Entscheidung für ein Comeback bekannt, das kommende Album sollte den Namen "Wolfgang Petry Brandneu" tragen und am 27. Februar 2015 veröffentlicht werden.

    Stil

    Musikalisch und rhythmisch weisen Petrys Lieder einen Schnitt zwischen Rock’n’Roll und Schlager auf. Inhaltlich werden oft die Problemsituationen der Liebe und des Zusammenseins geschildert. Formal bestehen sie aus aus zwei je vierversigen Strophenpaaren und einem Refrain, wobei die jeweils zweite Strophe der Strophenpaare oft gleich lautet.

    Auszeichnungen

    • ECHO Pop
      • 1997: für „Schlager/Volksmusik Künstler/in National/International“
      • 1998: für „Schlager/Volksmusik Künstler/in National/International“
      • 1999: für „Schlager/Volksmusik Künstler National/International“
      • 2000: für „Schlager/Volksmusik Künstler National/International“
      • 2001: für „Schlager/Volksmusik Künstler/in National/International“
    • Goldene Stimmgabel
      • 1996, 1997, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003 und 2005 – „Erfolgreichster Solist deutsch Pop/Schlager“
      • 1998 und 2006 – „Platinum Life Award“

    Weblinks

    Einzelnachweise

    1. a b c d Wolfgang Petry. In: Pop-Archiv International 01/2003 / Munzinger-Archiv. 15. Januar 2003. Abgerufen am 22. März 2011.
    2. Historie auf wolfgangpetry.de
    3. Wolfgang Petry Abgerufen am 24. März 2011.
    4. Wolfgang Petry: Rücktritt mit Stimmgabel Abgerufen am 24. März 2011.
    5. http://www.focus.de/kultur/musik/wolfgang-petry-comeback-album-erscheint-im-februar_id_3513618.html
    6. http://www.wolfgangpetry.de/biografie/
    7. http://schlagermanie.com/schlager-news/wolfgang-petry-weihnachtsalbum/
    8. https://www.youtube.com/watch?v=pWNehV44kzc
    9. http://www.t-online.de/unterhaltung/musik/cd-kritiken/id_71131120/cd-kritik-achim-petry-mittendrin-.html
    10. http://www.wolfgangpetry.de/biografie/

    Der Text ist unter der Lizenz "Creative Commons Attribution/Share Alike" verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Einzelheiten sind auf der Seite von Creative Commons beschrieben. Ursprüngliche(r) Autor(en) des verwendeten Textes.