Natalie Maines

  • Natalie Louise Maines (* 14. Oktober 1974 in Lubbock, Texas) ist eine US-amerikanische Country-Sängerin und wurde als Leadsängerin der Country-Band Dixie Chicks bekannt.

    Privatleben

    Natalie Maines hat 1992 die High-School in Lubbock, Texas abgeschlossen. Sie ist die Tochter des Steel-Guitar-Spielers, Produzenten und Country-Musikers Lloyd Maines.

    Sie ist mit dem Schauspieler Adrian Pasdar verheiratet und hat mit ihm zwei Kinder. Die Familie besitzt Häuser in Los Angeles, Kalifornien und Austin, Texas.

    Dixie Chicks

    Nachdem Natalie Maines das Berklee College of Music in Boston verlassen hatte, ersetzte sie Ende 1995 bei der 1989 gegründeten Country-Band Dixie Chicks Leadsängerin und Gründungsmitglied Laura Lynch. Maines spielt in der Band Rhythmusgitarre, ferner beherrscht sie E-Gitarre, E-Bass, Papoose, eine Mini-Gitarre und Omnichord, eine Art elektronische Autoharp.

    Maines hat zusammen mit den anderen Bandmitgliedern einige Texte für frühere Dixie-Chicks-Alben geschrieben; für das Album „Taking the Long Way“ aus dem Jahr 2006 schrieben die drei Frauen erstmals alle Texte selbst.

    Sonstige musikalische Aktivitäten

    Natalie Maines hat für einige andere Musiker Backing Vocals gesungen:

    • "Snowing on Raton" auf Pat Greens 1997er Album "George's Bar"
    • "Abilene" auf Sheryl Crows 2002er Album "C'mon C'mon"
    • "El Cerrito Place" auf Charlie Robisons 2004er Album "Good Times"
    • "How I Go" auf Yellowcards 2006er Album "Lights and Sounds"
    • "The Man" auf Pete Yorns 2006 Album "Nightcrawler"

    Außerdem hat Maines einige Duette mit anderen Künstlern aufgenommen, beispielsweise „The Wedding Song“ mit Charlie Robison, „Too Far From Texas“ mit Stevie Nicks für ihr 2001er-Album „Trouble in Shangri-La“, „Mary“ mit Patty Griffin für das 2005 erschienene Tsunami-Benefits-Album „Austin to South Asia“ oder „Another Day (That Time Forgot)“ mit Neil Diamond für dessen 2008er-Album „Home Before Dark“.

    Schauspielerin

    Maines hat zahlreiche Fernsehauftritte absolviert, unter anderem war sie in der Sesamstraße zu sehen. 2002 spielte sie in dem Familienfilm Grand Champion die Rolle der „Fiona“, 2006 stand sie für den Dokumentarfilm „Shut Up & Sing“ vor der Kamera.

    Öffentliche Äußerungen und Kontroversen

    Für einen nachhaltigen Skandal sorgte Natalie Maines im Frühjahr 2003, als sie während eines Konzerts der Dixie Chicks am 10. März in London äußerte, die Band sei "beschämt, dass der Präsident der Vereinigten Staaten aus Texas stamme". Es kam zu einem Aufruhr und Boykottaufrufen unter konservativen Countryfans und in den US-amerikanischen Medien. Die Sängerin versuchte am 12. März 2003 die Wogen zu glätten, indem sie unter anderem sagte: „Ich glaube, der Präsident ignoriert die Meinung vieler US-Amerikaner und befremdet den Rest der Welt“. Doch dies war ihren Kritikern nicht genug, und zwei Tage später fügte sie hinzu:

    Als Folge des medialen Aufruhrs, der unter anderem auch anonyme Morddrohungen zur Folge hatte, musste die Künstlerin um ihre Sicherheit und die ihrer Familien bangen.

    Am 15. Juni 2006 kam es erneut zu einer Kontroverse wegen Maines Aussage während eines Interviews mit dem Daily Telegraph:

    In dem Lied: "Not ready to make nice" aus dem Album "Taking the long way" (2006) wurde dieser Sachverhalt im Songtext aufgearbeitet.

    Weblinks

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