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Joel Grey

  • Joel Grey, eigentlich Joel David Katz, (* 11. April 1932 in Cleveland, Ohio) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Oscar-Preisträger.

    Leben

    Joel Grey ist ein Theater- und Filmschauspieler. Er ist einer der acht Schauspieler, denen es gelang, einen Tony Award wie auch einen Oscar für ein und dieselbe Rolle zu gewinnen. Er erhielt beide Auszeichnungen für die Rolle des Conférenciers im Musical Cabaret. Grey spielte diese Rolle zunächst am Broadway unter der Regie von Harold Prince und danach in der Verfilmung von Bob Fosse an der Seite von Liza Minnelli.

    Joel Grey wirkte in zahlreichen Fernsehserien und Kinofilmen (unter anderem 1976 in Kein Koks für Sherlock Holmes und 1991 in Kafka) mit. Nach Cabaret konnte er jedoch keinen vergleichbaren Erfolg mehr vorweisen. Im Jahr 2000 gehörte er neben der isländischen Popsängerin Björk und der Französin Catherine Deneuve zum Schauspielerensemble von Lars von Triers Film Dancer in the Dark, der bei den Filmfestspielen von Cannes die Goldene Palme erhielt.

    Zuletzt war der Schauspieler 2003 wieder am Broadway zu sehen. Dort verkörperte er den Zauberer von Oz in dem Erfolgsmusical Wicked – Die Hexen von Oz an der Seite von Idina Menzel und Kristin Chenoweth.

    Grey war von 1958 bis 1982 mit der Schauspielerin Jo Wilder verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder, den Koch James Katz und die Schauspielerin Jennifer Grey.

    Synchronisation

    Joel Grey wurde bisher von folgenden Sprechern synchronisiert:

    • Wolfgang Ziffer in Kein Koks für Sherlock Holmes & Star Trek: Voyager
    • Klaus Jepsen in Kafka
    • Friedhelm Ptok in Dallas
    • Peter Matić in Remo
    • Peter Fricke in A Christmas Carol-Die Nacht vor Weihnachten

    Auszeichnungen

    • 1972: Auszeichnung des National Board of Review als Bester Nebendarsteller für Cabaret
    • 1973: Auszeichnung der National Society of Film Critics als Bester Nebendarsteller für Cabaret
    • 1973: Golden Globe Award als Bester Nebendarsteller für Cabaret
    • 1973: Oscar als Bester Nebendarsteller für Cabaret
    • 1985: Nominierung für den Saturn Award als Bester Nebendarsteller für Remo – unbewaffnet und gefährlich
    • 1996: Drama Desk Award als Bester Nebendarsteller für Chicago

    Zu Ehren seiner Arbeit beim Theater wurde Joel Grey ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame bei der Adresse 6753 Hollywood Boulevard gewidmet.

    Theaterengagements

    • 1966: Originalbesetzung im Musical Cabaret als Conférencier
    • 1996: Wiederaufnahme des Musicals Chicago
    • 2003: Original Broadwaybesetzung als Zauberer im Musical Wicked - Die Hexen von Oz
    • 2011: Revival des Musicals Anything Goes als Moonface Martin

    Filmografie (Auswahl)

    • 1972: Cabaret
    • 1974: Der Mann auf der Schaukel (Man on a Swing) – Regie: Frank Perry (mit Cliff Robertson)
    • 1976: Kein Koks für Sherlock Holmes
    • 1976: Buffalo Bill und die Indianer
    • 1976: Muppet Show (Gastauftritt)
    • 1982: The Yoemen of the Guard (Jack Point in der Gilbert und Sullivan-Opernverfilmung)
    • 1985: Remo – unbewaffnet und gefährlich (Remo Williams: The Adventure Begins)
    • 1991: Kafka
    • 1991: Dallas (Gastauftritt)
    • 1991: Matlock (Fernsehserie) (Gastauftritt)
    • 1995: Star Trek: Raumschiff Voyager (Gastauftritt)
    • 1999: A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten
    • 2000: Dancer in the Dark
    • 2001: Buffy – Im Bann der Dämonen (Gastauftritt)
    • 2001: Alias – Die Agentin
    • 2005: Crossing Jordan – Pathologin mit Profil (Gastauftritt)
    • 2006: Brothers & Sisters (Gastauftritt)
    • 2006: Dr. House (Gastauftritt)
    • 2009: Grey’s Anatomy (Gastauftritt)
    • 2013: Warehouse 13 (Gastauftritt)
    • 2014: CSI: Vegas (Gastauftritt)

    Weblinks

    • Joel Grey in der Internet Movie Database (englisch)
    • Joel Grey in der Internet Broadway Database (englisch)
    • Literatur von und über Joel Grey im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

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