Yvonne Catterfeld

  • Yvonne Catterfeld (* 2. Dezember 1979 in Erfurt) ist eine deutsche Sängerin, Schauspielerin, Musikerin und Moderatorin. Sie verkaufte bereits mehr als 765.000 Tonträger.

    Leben

    Anfänge

    Catterfeld nahm ab ihrem 15. Lebensjahr Klavier-, Gitarren-, Gesangs-, Ballett- und Tanzunterricht, unter anderen bei Kerstin Radtke und Chung Luong.

    Nach dem Studium nahm sie am Gesangswettbewerb Stimme 2000 teil, der von Peter Sebastian moderiert und vom MDR ausgestrahlt wurde. Dabei nannte sie sich Viviane, sie gab diesen Künstlernamen jedoch bald wieder auf. Der Musikmanager Thomas M. Stein (damals Geschäftsführer der BMG Deutschland, später Jury-Mitglied bei Deutschland sucht den Superstar) traf als Jury-Mitglied die Vorauswahl für Stimme 2000. Die BMG-Plattenfirma Hansa nahm Catterfeld als Zweitplatzierte unter Vertrag. 2001 erschien unter dem Namen Catterfeld ihre erste Single Bum, die nicht in die Charts kam. In den nächsten beiden Jahren erschienen unter ihrem Familiennamen drei weitere Singles.

    Ab September 2001 spielte sie die Rolle der Julia Blum in der RTL-Seifenoper Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Im selben Jahr ließ sich Catterfeld für die Märzausgabe des Magazins Maxim im Rahmen eines Interviews in Dessous ablichten.

    2003–2006: Musikalischer Durchbruch

    Mit dem Titel Für dich, produziert von Dieter Bohlen, Text von Lukas Hilbert, gelang ihr 2003 mit dem ersten Platz in den deutschen Singlecharts der musikalische Durchbruch in Deutschland. Ein Jahr später konnte sie diesen Erfolg mit Du hast mein Herz gebrochen (produziert von Dieter Bohlen, Text von Eko Fresh) wiederholen. Außerdem sang sie 2003 beim Abschiedskonzert von Modern Talking und im Vorprogramm von Nena und Mariah Carey. Ihre erste Moderation übernahm sie bei Lucky Star; die Pop-Rock-Band Silbermond hatte dort ihren ersten Fernsehauftritt. Außerdem moderierte sie Musikshows wie The Dome und 2003 als Vertretung für Michelle Hunziker Deutschland sucht den Superstar.

    2004 trat sie bei einigen Konzerten der Jubiläums-Tour Aufmarsch der Giganten von Udo Lindenberg auf. In Berlin-Treptow wurde sie vom Publikum derart ausgepfiffen und ausgebuht, dass sie unter Tränen die Bühne verließ und auch für das Konzertfinale nicht zurückkehrte.

    Am 17. Dezember 2004 hatte sie ihren letzten Drehtag bei Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Ihren Ausstieg aus der Serie begründete sie damit, dass ihr die Rolle keine weiteren Möglichkeiten geboten habe, sich schauspielerisch auszuprobieren. Ihr Hauptanliegen war nun erst einmal, ihre Gesangskarriere weiterzuverfolgen. Im Frühjahr 2005 erschien ihr drittes Album Unterwegs mit der Singleauskopplung Glaub an mich. Einen Wiedereinstieg in die RTL-Serie schloss sie aus.

    Im Juni 2005 trennte sich Catterfeld von ihrer Managerin Veronika Jarzombek, die sie seit dem Beginn ihrer Karriere begleitet hatte. In den Medien wurden als Hauptgrund dafür Differenzen zwischen der Managerin und Wayne Carpendale vermutet, mit dem Catterfeld zu der Zeit liiert war. Ihr Manager ist seitdem Jürgen Otterstein.

    Ab dem 8. November 2005 spielte sie in der ARD-Telenovela Sophie – Braut wider Willen die Hauptrolle der Sophie von Ahlen. Da die Einschaltquoten deutlich hinter den Erwartungen des Senders zurückblieben, wurde die Telenovela am 9. März 2006 nach 65 Folgen eingestellt. Im November und Dezember 2006 stand Catterfeld für den RTL-Mystic-Thriller Das Geheimnis des Königssees vor der Kamera. Sie spielte darin die Hauptrolle der Marla, die für ein Münchner Reisebüro eine Pauschalreise an den Königssee organisiert und dabei ein schauriges Geheimnis entdeckt.

    2007–2009: Musikalische Rückkehr und weitere Filme

    Catterfelds für das Frühjahr 2007 geplante Tournee wurde wegen einer Kieferoperation abgesagt. Im Vergleich zu früheren CDs verkaufte sich das Album Aura eher mäßig und belegte in den Charts eine Woche lang Platz 10. Im September 2007 nahm die Sängerin den Titel Better Than Christmas für The Christmas Album von Till Brönner auf.

    Am 25. April 2008 sprach sich Catterfeld zusammen mit rund 200 anderen Künstlern in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen Filesharing aus und forderte einen besseren Schutz des geistigen Eigentums. Anlass für den Brief war der von der Weltorganisation für geistiges Eigentum ausgerufene „Tag des geistigen Eigentums“ am 26. April 2008.

    Wegen ihrer Ähnlichkeit mit Romy Schneider war Catterfeld für die Darstellung der Titelrolle in der internationalen Verfilmung Eine Frau wie Romy vorgesehen. Das Engagement kam jedoch nicht zustande.

    2010-2013: Musikalische Veränderung und Konzentration auf die schauspielerische Arbeit

    Catterfelds Album Blau im Blau,

    2010 schlüpfte Catterfeld in dem von ZDF und ORF produzierten Fernsehfilm Das Mädchen auf dem Meeresgrund in die Rolle der Lotte Hass. Der Film handelt vom Leben der Tauchpioniere Lotte und Hans Hass, der von Benjamin Sadler dargestellt wurde; Regie führte Ben Verbong. Zur Vorbereitung musste Catterfeld den Tauchschein erwerben. Bei einigen Unterwasser-Stuntszenen wurde sie von Anna von Boetticher, der Deutschen Meisterin im Apnoetauchen gedoubelt. Am 14. Oktober 2011 brachte sie die Kompilation The Best of, Von Anfang bis jetzt auf den Markt, auf der alle Singletitel enthalten sind. Das Album konnte jedoch keine Chartplatzierung erreichen. Am 10. November 2011 eröffnete Catterfeld die Bambi-Verleihung mit Beautiful Day, einer Coverversion des gleichnamigen U2-Songs.

    2013: Rückkehr zur Musik und internationale Filmproduktionen

    Nach dreijähriger musikalischer Pause erschien am 22. November 2013 Catterfelds sechstes Album Lieber so. Die erste Single, Pendel, erschien am 8. November 2013. Im Oktober 2013 war sie in dem Fernsehfilm Helden – Wenn dein Land dich braucht zu sehen. 2013 stand sie für den russischen Film Strana khoroshikh detochek vor der Kamera, der im Dezember 2013 in den russischen Kinos anlief. Am 1. Mai 2014 startete der französische Film Die Schöne und das Biest von Regisseur Christophe Gans, in dem Catterfeld neben Vincent Cassel und Léa Seydoux in einer Nebenrolle zu sehen ist. Der Film ist eine Adaption des gleichnamigen französischen Volksmärchens.

    2015 nahm sie an der zweiten Staffel von Sing meinen Song – Das Tauschkonzert teil. Nach Ausstrahlung der ersten Folge kehrte ihr Album Lieber so in die Charts zurück und erreichte mit Platz 14 eine neue Höchstposition. Der Titelsong, den sie selbst in der Sendung gesungen hatte, stieg neu in die Singlecharts ein.

    Am 29. August 2015 wird Yvonne Catterfeld Thüringen beim Bundesvision Song Contest 2015 in Bremen vertreten.

    Privatleben

    Catterfeld war von Sommer 2004 bis August 2007 mit dem Schauspieler Wayne Carpendale liiert. Seitdem hat sie eine Beziehung mit dem Schauspieler Oliver Wnuk, bekannt als Ulf Steinke aus der Pro7-Serie Stromberg.

    Filmografie (Auswahl)

    Kinofilme

    • 2007: Keinohrhasen
    • 2008: U-900
    • 2009: Hexe Lilli – Der Drache und das magische Buch
    • 2009: Zweiohrküken
    • 2010: Das Leben ist zu lang
    • 2013: Sputnik
    • 2014: Die Schöne und das Biest (La Belle et la Bête)
    • 2014: Bocksprünge

    Fernsehfilme

    • 2007: Wenn Liebe doch so einfach wär’
    • 2008: Das Geheimnis des Königssees
    • 2009: Vulkan
    • 2009: Schatten der Gerechtigkeit
    • 2009: Engel sucht Liebe
    • 2010: Die Frau des Schläfers
    • 2011: Am Ende die Hoffnung
    • 2011: Das Mädchen auf dem Meeresgrund
    • 2012: Plötzlich 70!
    • 2013: Nur eine Nacht
    • 2013: Helden – Wenn dein Land dich braucht
    • 2014: Cecelia Ahern – Zwischen Himmel und hier
    • 2014: Cecelia Ahern – Mein ganzes halbes Leben
    • 2014: Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen! (Dora Heldt)
    • 2015: A Dangerous Fortune

    Fernsehserien

    • 2001–2005: Gute Zeiten, schlechte Zeiten
    • 2005: Hallo Robbie!
    • 2005: Tatort – Der Name der Orchidee
    • 2005–2006: Sophie – Braut wider Willen
    • 2007: SOKO 5113
    • 2010–2011: The Promise – Gelobtes Land

    Synchronrollen

    • 2004: Große Haie – Kleine Fische
    • 2008: Hexe Lilli – Der Drache und das magische Buch
    • 2011: Nils Holgerssons wunderbare Reise
    • 2012: Niko 2 – Kleines Rentier, großer Held
    • 2014: TinkerBell und die Piratenfee

    Weblinks

    Quellen

    1. ifpi.at und hitparade.ch
    2. derwesten.de
    3. superillu.de
    4. jamtonic.de
    5. berliner-zeitung.de
    6. heise.de: Bundeskanzlerin soll Künstlerrechte schützen
    7. google.com oder morgenpost.de
    8. nds-ost.business-on.de: Yvonne Catterfeld zu Besuch in Hannover, 10. Dezember 2009
    9. ok-magazin.de
    10. moviepilot.de
    11. monstersandcritics.de
    12. spiegel.de
    13. http://eurofire.blog.de/2015/05/13/bundesvision-prosieben-gibt-teilnehmer-bekannt-20363848/#comments
    14. welt.de: Yvonne Catterfeld liebt „Stromberg“-Star, 24. November 2007
    15. focus.de: Yvonne Catterfeld hat an Ostern einen Sohn bekommen, 21. April 2014

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