Peter Heppner

  • Peter Heppner (* 7. September 1967 in Hamburg-Wilhelmsburg) ist ein deutscher Musiker, Songwriter und Musikproduzent, der u. a. durch seine Mitwirkung des Synthie Pop-Duos Wolfsheim bekannt wurde. Die kommerziell erfolgreichste Veröffentlichung von Peter Heppner ist die mit Platin ausgezeichnete Single Die Flut mit über 750.000 verkauften Einheiten.

    Leben

    Heppner ist im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg aufgewachsen. In seiner Kinder- und Jugendzeit sang er im Kirchen- und Schulchor. Zu seinem Freundeskreis gehörte u. a. das spätere Wolfsheim-Gründungsmitglied Pompejo Ricciardi. Peter besuchte ein Gymnasium, das gleiche wie sein späterer Wolfsheim-Partner Markus Reinhardt. Die beiden lernten sich aber erst im gemeinsamen Kunstkurs richtig kennen. Heppner strebte eigentlich eine Karriere als Maler oder Schriftsteller an und nicht als Berufsmusiker.

    Musikalische Karriere

    Mit Wolfsheim

    Heppners Karriere bei Wolfsheim begann 1987 als anfänglicher Ersatz und später anerkannter Nachfolger für den ausgestiegenen Sänger Pompejo Ricciardi. Nachdem im selben Jahr auch noch Oliver Reinhardt die Band verließ, bildete sich das Duo Peter Heppner und Markus Reinhardt. Schnell spielten die beiden sich so ein, dass Reinhardt für die Musik zuständig ist und Heppner für die Texte. Den ersten richtigen Erfolg konnte Wolfsheim mit der Maxi-Single The Sparrows and the Nightingales verbuchen, welche 1991 erschien und sich zu einem europaweiten Clubhit entwickelte. Nach mehreren Alben und Tourneen, erreichte Wolfsheim 1998 mit ihrem vierten Studioalben Spectators Platz zwei der Charts. Dieser Erfolg konnte mit dem folgenden Album Casting Shadows 2003 noch getoppt werden, welches sich auf Platz eins der deutschen Albumcharts platzierte. Anfang 2007 versuchte Reinhardt seinen langjährigen Bandkollegen Heppner aus dem gemeinsamen Bandprojekt Wolfsheim auszuschließen und klagte zu diesem Zweck vor dem Landgericht Hamburg. Die Klage wurde jedoch abgewiesen, ebenso die Revision vor dem zuständigen Oberlandesgericht. Heppner betonte wiederholt in Interviews, dass er auch weiterhin sehr an einer Fortführung von Wolfsheim interessiert sei. Seither gibt es keine weitere Aktivität von Wolfsheim mehr.

    Als Solokünstler

    Im Dezember 2005 unterzeichnete Peter Heppner seinen ersten Solovertrag beim Musiklabel Warner Music Group. Nach mehr als zwei Jahren, begann er 2007 mit den Aufnahmen zu seinem ersten Studioalbum.

    Am 5. September 2008 erschien die vorab Single Alleinesein aus dem Debütalbum. Die Single konnte sich auf Anhieb in den deutschen Top 20 der Singlecharts platzieren. Sie erreichte Position 16 und hielt sich insgesamt neun Wochen in den Charts. In Deutschland ist es der erste Solo-Hit Heppners der die Charts erreicht. Mit Duetten anderer Künstler eingerechnet, ist es bereits Heppners siebter Charterfolg. Geschrieben wurde das Lied von Tom Albrecht, Jose Alvarez-Brill, Dior Da Silva, Peter Heppner und Marc Kaschke, produziert wurde es von José Alvarez-Brill. Heppner veröffentlichte Alleinesein weil nur noch Charts rauf und runter gespielt werden. Bei dem Stück hatte er am ehesten das Gefühl, dass es von den verschiedenen Radiostationen angenommen und gespielt werde. Eine Woche später am 12. September 2008 erschien schließlich das Debütalbum solo. Es besteht aus zehn neukomponierten Titeln, die Limited-Edition aus elf Titeln und die Deluxe-Edition beinhaltet eine extra DVD mit dem Making of zur Albumentstehung. Das Album wurde von 3typen, José Alvarez-Brill, Peter-John Vettese und Thommy Hein produziert. In den deutschen Albumcharts platzierte sich das Album direkt in den Top-10 auf Position neun, insgesamt hielt sich das Album sechs Wochen in den Charts.

    Vom 15. Januar bis 21. Februar 2009 ging Heppner auf seine erste Solo-Tournee, mit dem Namen solo Tour. Die Tour, deren Beginn ursprünglich bereits auf Ende 2008 terminiert war, führte Heppner in 19 deutsche Städte, sowie einmal nach Wien in Österreich und in die zwei russischen Städte Sankt Petersburg und Moskau. In Dresden, Hamburg, Hannover, Stuttgart und Leipzig wurden von Heppners Fanclub jeweils zwei Meet and Greet Tickets exklusiv für Clubmitglieder verlost. Heppners Begleitband bestand aus Achim Färber, Carsten Klatte, Lothar Manteuffel und Dirk Riegner.

    Vom 30. Januar bis 16. Oktober 2010 ging Heppner auf seine zweite Solo-Tournee namens Clubtour. Die Tour sollte dazu dienen, Shows in Teilen Deutschlands zu spielen, welche bei der vorangegangenen solo Tour unterrepräsentiert waren. Geplant war, dass die Tour sich über einen Monat von Januar bis Februar 2010 streckt, doch gegen Ende der Tour musste Heppner die drei letzten Konzerte in Flensburg, Magdeburg und Neubrandenburg krankheitsbedingt absagen. Die Nachholtermine fanden ein halbes Jahr später im September 2010 statt. Neben den drei Nachholterminen gab es zusätzlich drei extra Konzerte. Auch ein Zusatz Konzert in Paderborn für den 16. September 2010 war geplant, doch aus betrieblichen Gründen mussten sämtliche Veranstaltungen im Capitol Paderborn von Seiten der Veranstalter gestrichen werden. Die Tour führte Heppner in 12 deutsche Städte sowie nach Athen in Griechenland. Auch ein Konzert in Moskau war geplant, welches aber abgesagt werden musste. Als Vorgruppe für alle Konzerte innerhalb Deutschlands wurde die deutsche Synthie Pop-Band Melotron engagiert.

    Bei jedem seiner Konzerte hat Heppner vor sich einen Notenständer mit seinem „Songbook“ stehen, von welchem er jederzeit den Liedtext und die Liederreihenfolge ablesen kann. Das Mitnehmen seines Liederbuches macht er schon seit den Anfängen mit Wolfsheim.

    Die Aufnahmen zu seinem zweiten Studioalbum begannen 2011. Als erste vorab Single erschien am 11. April 2012 die Single God Smoked. Geschrieben wurde das Lied von Peter Heppner, Lothar Manteuffel und Dirk Riegner, produziert wurde es von Thommy Hein, Lothar Manteuffel und Dirk Riegner. God Smoked wurde zum kostenlosen Download, für ein „gefällt mir“, auf Facebook angeboten. Am 4. Mai 2012 erschien die zweite vorab Single Meine Welt. Geschrieben wurde das Lied von Peter Heppner, Lothar Manteuffel und Dirk Riegner, produziert wurde es von Thommy Hein, Lothar Manteuffel und Dirk Riegner. Die erste Promotion dazu fand am 12. April 2012 über Facebook statt, hier wurde eine kurze Hörprobe des Songs gepostet, einen Tag später wurden einige Screenshots zum Musikvideo vorgestellt. Am 17. April 2012 fand ein Liveauftritt in der Harald Schmidt Show statt. Die letzte große Promotion-Aktion war ein Werbetrailer für RTL II, in dem die Berlin – Tag & Nacht Darstellerin Meike zu sehen war. Meine Welt erreichte Position 44 der deutschen Singlecharts und hielt sich insgesamt vier Wochen in den Charts. Am 18. Mai 2012 erschien schließlich das zweite Studioalbum My Heart of Stone. Das Album wurde von Thommy Hein produziert und wie sein Vorgänger konnte sich auch das zweite Album auf Anhieb in den Top-10 der deutschen Albumcharts platzieren. Es erreichte Position sechs der Charts und hielt sich insgesamt fünf Wochen in den Charts. Erstmals konnte sich ein Heppner-Album in allen D-A-CH-Ländern in den Charts positionieren. Die My Heart of Stone (Deluxe-Edition) beinhaltet einen zweiten Tonträger, auf dem die Besten Gastbeiträge Heppners zu hören sind. Am 7. Dezember 2012 veröffentlichte Heppner die Weihnachts-Single Dream of Christmas. Das Lied wurde lediglich als Dankeschön an seine Fanszum download angeboten. Wie God Smoked wurde Dream of Christmas zum kostenlosen Download, für ein „gefällt mir“, auf Facebook angeboten.

    Vom 12. November 2012 bis 26. April 2013 ging Heppner auf seine dritte Tournee namens My Heart of Stone Tour. Die Setlist bestand aus 20 Liedern bestehend aus Heppner und Wolfsheim Songs. Die Tour führte Heppner in 18 deutsche Städte sowie einmal nach Athen in Griechenland und in die zwei russischen Städte Sankt Petersburg und Moskau. Als Vorgruppe für die Konzerte innerhalb Deutschlands wurden die deutschen Bands Kosmos, Moonrise und Solar Fake engagiert.

    Gleich nach der Vollendung der My Heart of Stone Tour begann Heppner mit den Arbeiten an seinem dritten Studioalbum. Die erste Komositionssession fand am 28. Mai 2013 zusammen mit Dirk Riegner statt. In der Zwischenzeit folgten zwei Festival-Konzerte, sowie einige Gastauftritte bei Konzerten von Camouflage. Vom 16. November bis 4. Dezember 2014 spielte Heppner sechs Akustikkonzerte, die ihn nach Bochum, Berlin, Dresden, Hamburg und Mannheim führten. Während der Tour überraschte er seine Fans in der zweiten Zugabe mit einer Coverversion von Marlene Dietrichs Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre. Die Setlist bestand mit den Zugaben aus insgesamt 21 Liedern. Seine Begleitband bestand aus Achim Färber (Schlagzeug), Carsten Klatte (Gitarre) und Dirk Riegner (Klavier). Durch den großen Anklang bei seinen Fans, wird die Tour im September 2015 fortgesetzt. Am 29. März 2015 trat Heppner erneut mit Camouflage bei einem ihrer Konzerte auf, diesmal sangen sie ihr neues Lied Count on Me zusammen.

    Als Gastmusiker

    1992 veröffentlichte Heppner das erste Mal, abseits des Projektes Wolfsheim, als Solo-Künstler Lieder. Er arbeitete 1992 mit der deutschen Rock-Band Girls Under Glass zusammen und unterstützte sie bei den Liedern Grey in Grey und Reach for the Stars für deren vierten Studioalbum Darius. Wie es genau zu dieser Kollaboration kam ist nicht bekannt. Bekannt ist nur, dass Girls Under Glass zu diesem Zeitpunkt schon lange beim Musiklabel Dark Star (einem Sidelabel von Strange Ways Records) unter Vertrag waren und das Heppner zusammen mit seiner Band Wolfsheim neu bei Strange Ways Records engagiert waren, um an ihrem Debütalbum No Happy View zu arbeiten.

    Zwischen den Jahren 1993 und 2000 arbeitete Heppner insgesamt viermal mit der deutschen Neue-Deutsche-Härte-Band Umbra et Imago zusammen. 1993 entstand das Lied Away für das zweite Studioalbum Infantile Spiele von Umbra et Imago. 1996 nahmen sie zusammen die beiden Titel Hörst du mein Rufen und Black Waves auf, welche auf dem vierten Studioalbum Mystica sexualis von Umbra et Imago zu finden sind. Für das sechste Studioalbum Mea culpa im Jahr 2000 nahmen sie zusammen das Stück Lieber Gott auf.

    1997 arbeitete Heppner erstmals mit der deutschen Rock-Band Moonrise zusammen. Sie nahmen zusammen den Titel Whispering Voices für die erste Moonrise EP No Mean Depression auf. Im Sommer 2008 folgten Moonrise zwischenzeitlich dem Ruf von Heppner nach Berlin, um mit ihm eine alternative Version für „Vorbei“ einzuspielen. Die Kooperation ist auf der Fanedition des Albums solo zu finden. 2009 und 2012 gastierten Moonrise als Vorband auf einigen Konzerten Heppner’s.

    1998 arbeiteten Joachim Witt und Peter Heppner unter dem Projektnamen Witt/Heppner zusammen. Dabei entstand die gemeinsame Maxi-Single Die Flut mit den B-Seiten Twelve, dem ersten offiziell veröffentlichten Solo-Titel von Heppner und dem Lied Wintermärz, das komplett aus Witts Feder stammt. Geschrieben wurde Die Flut von Heppner und Witt, produziert von Jose Alvarez-Brill. Der Song ist für beide Künstler bis heute der größte Erfolg ihrer Karriere. Das Lied konnte sich in allen D-A-CH-Ländern platzieren, in Deutschland stieg er sogar bis auf Position zwei in den Top-10 und hielt sich insgesamt 19 Wochen in den Top-10 und 37 Wochen in den Charts. Auch in den Jahrescharts konnte sich das Stück in den deutschen Single-Top-10, auf Position acht, platzieren. In den Dekadencharts der 1990er platzierte sich das Lied in Deutschland auf Position 46. Für einen Zeitraum von zwölf Wochen war er der erfolgreichste deutschsprachige Song in den deutschen Singlecharts. Noch im selben Jahr wurde Die Flut in Deutschland für über 500.000 verkaufte Exemplare mit einer Platin-Schallplatte ausgezeichnet. Weltweit verkaufte sich die Single über 750.000 Mal.

    2001 arbeitete Heppner mit der deutschen Rock-Band Alice 2 zusammen, dabei entstand das Lied In My Life. Das Lied ist auf dem ersten Studioalbum Brave New World und als B-Seite der Maxi-Single It’s a Crime von Alice 2 zu finden. Alice 2 war eine Band um den Musiker Dirk Riegner. Dieser arbeitete später an allen Studioalben Heppners mit und begleitete ihn bei jedem seiner Tourneen als Keyboarder/Pianist.

    Am 22. Oktober 2011 kollaborierte Heppner zusammen mit der deutschen Pop-Rock-Band Goethes Erben. Dabei entstand die gemeinsame Single Glasgarten. Geschrieben wurde das Lied von Goethes Erben und Peter Heppner, produziert wurde es von Jürgen Jansen. Glasgarten war ein Stück, welches schon weit vor seiner Veröffentlichungen entstand. Es war auf keinem Album zu finden, es wurde nur auf vereinzelten Konzerten gespielt. Mindy Kumbalek (Keyboarderin von Goethes Erben) gab an, dass für dieses Stück immer irgendwas gefehlt hat. Sie suchten eine markante, schöne Stimme, die auch richtig singen kann und einfach einen Gegenpart zu Oswalds Sprachgesang darstellt wobei sie letztendlich auf Heppner kamen. Am Tag der Single-Veröffentlichten, veröffentlichten die beiden auch das gemeinsame Videoalbum 1302km Island – Auf der Suche nach dem Glasgarten. Im Mittelpunkt steht ein Making of des Videodrehs zu Glasgarten. Die Single erreichte Position 62 der deutschen Singlecharts und hielt sich insgesamt drei Wochen in den Charts.

    Erstmals arbeiteten Schiller und Heppner 2001 miteinander für Schillers zweites Studioalbum Weltreise. Dabei entstand das Lied Dream of You. Am 28. Mai 2001 wurde Dream of You als Maxi-Single veröffentlicht und konnte sich in allen D-A-CH-Ländern in den Singlecharts platzieren. Geschrieben wurde das Lied von Schiller und Heppner, produziert wurde es von Schiller. 2002 wurde das Stück in der Kategorie Dance-Single des Jahres national mit einem Echo Pop ausgezeichnet.

    2003 kooperierten die beiden Künstler erneut miteinander, diesmal für Schillers drittes Studioalbum Leben. Es entstand die Komposition Leben…I Feel You, welche am 24. November 2003 als Maxi-Single veröffentlicht wurde. Wie auch bei Dream of You stammt der Text von Heppner, die Instrumentalkomposition und die Produktion von Schiller. Das Lied schaffte es auf Anhieb in die deutschen Top-20. Erstmals konnte sich ein Lied von Heppner als Solokünstler auch außerhalb der D-A-CH-Länder platzieren. Leben…I Feel You erreichte Position eins in Rumänien und Platz fünf in den US-amerikanischen Dance/Club Play Songs.

    Am 24. Juni 2004 veröffentlichte Heppner zusammen mit dem deutschen DJ Paul van Dyk die Single Wir sind wir. Als Hintergrundsängerin ist auch van Dyks Frau Natasha zu hören. Der Liedtext stammt von Peter Heppner und die Liedproduktion stammt von Paul van Dyk. Wir sind wir ist auf Paul van Dyk’s Remix-Album Re-Reflections in the Mix (The Remix Album) zu finden. Mit Position 13 der deutschen Singlecharts ist dies für van Dyk bis heute die zweitbeste Chartposition seiner Karriere. Nach Angaben Paul van Dyks wurden er und Heppner durch die Dokumentation Das Wunder von Bern – Die wahre Geschichte zu diesem Lied inspiriert, das die Gefühle der Menschen vor, während und nach dieser Zeit aufzeigen sollte. 2005 wurde das Lied zum 15. Tag der Deutschen Einheit neu in einer Orchesterversion aufgenommen.

    Am 6. Dezember 2004 veröffentlichte er mit Milù und Kim Sanders die Benefiz-Single Aus Gold. Geschrieben wurde das Stück von Milù und Peter Heppner, produziert wurde es von Dirk Riegner. Die Single platzierte sich auf Position 73 der deutschen Singlecharts und hielt sich insgesamt fünf Wochen in den Charts. 2005 veröffentlichten Milù und Heppner das gemeinsame Lied Lustschmerz. Beide Songs sind auf Milù’s Debütalbum No Future in Gold zu finden.

    Am 3. Oktober 2005 veröffentlichten Heppner und Jose Alvarez-Brill die gemeinsame Single Vielleicht?. Geschrieben wurde das Lied von Jose Alvarez-Brill, Peter Heppner und Henning Verlage, produziert wurde es von Alvarez-Brill und Verlage. Alvarez und Heppner arbeiteten zuvor schon oft zusammen für das Projekt Wolfsheim. Vielleicht? ist die erste Single, die beide als Hauptact zusammen veröffentlichten.

    Am 10. September 2010 veröffentlichten die beiden ihre zweite gemeinsame Single Dieser Augenblick. Geschrieben wurde das Lied von Jose Alvarez-Brill und Peter Heppner, produziert wurde es von Alvarez-Brill. Der Titel wurde eigens für die Dokumentation Damals nach der DDR geschrieben. Dabei handelte es sich um eine vom MDR produzierte, vierteilige Dokumentation, in welcher in einer Art Zeitreise mit sieben Stationen, die ersten Jahre nach dem Mauerfall dargestellt wurden. Dieser Augenblick diente als Soundtrack der Dokureihe.

    Keiner der beiden gemeinsamen Single-Veröffentlichungen konnte bis heute die Charts erreichen.

    Am 5. November 2010 veröffentlichte Heppner zusammen mit der deutschen Popsängerin Nena eine gemeinsame Neuauflage von Haus der drei Sonnen. Die Musik und der Liedtext stammen von Uwe Fahrenkrog-Petersen und Carlo Karges, produziert wurde die Coverversion von Heppner. Das Lied ist auf Nenas 2010 veröffentlichten Best Of Album zu finden. Die Single erreichte Position 39 der deutschen Singlecharts und hielt sich insgesamt vier Wochen in den Charts.

    2011 arbeitete Heppner mit der deutschen Schlagersängerin Marianne Rosenberg zusammen. Aus dieser Kollaboration entstand das gemeinsame Stück Genau entgegengesetzt. Komponiert wurde das Lied von Marianne Rosenberg und Ken Taylor, produziert wurde es von Dirk Riegner. Der Titel ist auf Rosenbergs Studioalbum Regenrhythmus zu finden.

    Die Idee zur Zusammenarbeit der beiden erfolgte im Sommer 2014. Camouflage luden Heppner zu ihrem 30-jährigen-Jubiläumskonzert nach Dresden ein. Meyn kündigte dabei Heppner mit den Worten an, dass es für ihn ein Traum sei mit einem ganz bestimmten Mann ihr 80er-Jahre-Hit That Smiling Face zu singen. Bei den Fans kam diese Duett so gut an, dass ein weiterer gemeinsamer Auftritt beim Amphi Festival 2014 in Köln folgte. Auf die Frage wann die Fans ein Lied der beiden auf CD hören können, antwortete Heppner auf seiner Facebook-Seite mit den Worten „Wir arbeiten daran“. Am 19. Dezember 2014 wurde bekannt, dass die beiden zusammen das Lied Count on Me für das achte Camouflage-Album Greyscale aufgenommen haben. Am 29. März 2015 überraschten Camouflage ihrer Fans, als sie zusammen mit Heppner ihr gemeinsam neuaufgenommenes Stück Count on Me im Docks in Hamburg sangen.

    Soziales Engagement

    Nordoff-Robbins-Stiftung

    2000 nahm Heppner u. a. mit Rea Garvey, Sandra Nasić, Henning Wehland uvm. an dem Wohltätigkeits Projekt New Rock Conference teil. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss vieler Künstler aus der Alternative Szene. Zusammen nahmen sie den Titel Heal Yourself auf. Die Erstveröffentlichung der Single fand am 18. September 2000 in Deutschland statt. Geschrieben wurde das Lied von den Komponisten Jeff Collier und Dirk Riegner, produziert wurde sie von letzteren. Zweck des Projektes war es, den Erlös aus dem Verkauf der Singles an die Nordoff-Robbins-Stiftung zu spenden. Das Projekt wurde von Heribert Reipöler ins Leben gerufen.

    Deutsches Rotes Kreuz

    Am 6. Dezember 2004 veröffentlichte die deutsche Sängerin Milù zusammen mit Heppner und der US-amerikanischen Sängerin Kim Sanders die Single Aus Gold. Geschrieben wurde das Stück von Milù und Peter Heppner, produziert wurde es von Dirk Riegner. Hierbei handelt es sich um ein Musikprojekt, begleitet vom Deutschen Roten Kreuz. Gemeinsam wollte man versuchen, auf das Leid von Kriegsopfern aufmerksam zu machen, und bedürftigen Kindern in Afghanistan helfen. Teile des Erlöses aus dem Singleverkauf gingen als Spende an die DRK. Die Idee zu diesem Song stammte von Milù. Während einer gemeinsamen Tour mit Schiller lernte sie Peter Heppner und Kim Sanders kennen, die sie beide von dem Projekt und einer Zusammenarbeit überzeugen konnte.

    Musik

    Musikalischer Stil

    Der Schriftsteller Dirk Horst beschrieb den musikalischen Stil Heppners während seiner Wolfsheim Zeit wie folgt:

    Während seiner Karriere bewegte sich Heppner zumeist in den Musikrichtungen: Synthie Pop, Dark Wave und Popmusik.

    Liedermacher

    Heppners Texte entstehen meistens so, dass das Stück selbst und die Stimmung, die es vermittelt, auch schon den Inhalt vorgibt. Das Stück ihn also in bestimmte Stimmungen versetzt, die ihm wiederum bestimmte Anknüpfungspunkte erschließen (Erinnerungen, Gefühle und dergleichen). Heppner beschrieb, dass sich die Songs ganz langsam entwickeln, er gewöhnt sich über die Zeit daran und erst wenn sie ihm nach zwei oder drei Monaten noch gefallen, werden sie zu echten Heppner-Liedern.

    Peter Heppner schrieb an fast allen Liedern an denen er beteiligt war mit, sei es als Mitglied von Wolfsheim, als Gastsänger oder Solo-Künstler. In der Zeit von Wolfsheim produzierte er auch viele seiner Songs selbst. Viele seiner Kompositionen wurden auch von ausländischen Musikern gecovert, so entstand unter anderem eine italienische Version von Once in a Lifetime. Bis heute erreichten 15 Kompositionen und sechs Produktionen Heppners die deutschen Singlecharts (Stand Dezember 2014).

    Als besondere Kompositionen sind Twelve und Deserve to Be Alone hervorzuheben. Twelve ist das erste Stück Heppners, dass er ohne Mithilfe geschrieben hat. Deserve to Be Alone sollte das erste Werk sein, dass für einen anderen Künstler gedacht war. Das Stück wurde für die US-amerikanische Sängerin Kim Sanders geschrieben. Sie sang es auch ein, letztendlich wurde das Lied aber als Duett von Sanders und Heppner veröffentlicht.

    Weitere künstlerische Aktivitäten

    Maler

    In der Schule belegte Heppner einen Kunstkurs. Eigentlich strebte er eine Karriere als Maler oder Schriftsteller an und nicht als Berufsmusiker. Sein Hobby als Maler kombinierte Heppner auch in seine Tätigkeit als Musiker. So gestaltete er u. a. auch einige Cover, wie das der Musikalben Walking Through The (Cancer Barrack) und Popkiller (Wolfsheim), oder der Singles Elias (Drumless Mix) (Wolfsheim) und Die Flut (Witt/Heppner).

    Gründung einer Videofirma

    Er versuchte sich auch selbst schon als Regisseur, zusammen mit Oswald Henke, Mindy Kumbalek und Ulrike Rank führte er Regie beim Musikvideo zur Single Glasgarten. Nach dem Videodreh zu Glasgarten gründete Heppner zusammen mit Ulrike Rank eine Videofirma. Eines der größten Projekte von Heppner und Rank war eine 45-minütige Dokumentation über den deutschen Dance-Pop Musiker Schiller, welches auf dem Schiller Livealbum Live ErLeben zu finden ist.

    Hörspielsprecher

    Neben den Arbeiten an seinem dritten Studioalbum, versuchte sich Heppner Ende 2013 als Sprecher in einem Hörspiel.

    Tourneen

    • 01/2009–04/2009: solo Tour
    • 01/2010–10/2010: Clubtour
    • 11/2012–04/2013: My Heart of Stone Tour
    • 11/2014–12/2014: Peter Heppner Akustik

    Diskografie

    Wolfsheim

    Auszeichnungen

    • ECHO Pop
      • 2002: in der Kategorie „Dance/Techno Künstler/in oder Gruppe National“ (Dream of You)[7]

    Weblinks

    Einzelnachweise

    1. Dirk Horst: Synthiepop - Die gefühlvolle Kälte: Geschichten des Synthiepop
    2. Interview: Heppner weiterhin an Wolfsheim interessiert bei stern.de zuletzt aufgerufen am: 26. Oktober 2013.
    3. Interview: Heppner weiterhin an Wolfsheim interessiert bei alternativmusik.de zuletzt aufgerufen am: 26. Oktober 2013.
    4. Heppner unterzeichnet Solo-Vertrag mit Warner bei mediabiz.de zuletzt aufgerufen am: 26. Oktober 2013.
    5. Entfall des Moskau Konzertes vom 16. Oktober 2010 bei Facebook.com zuletzt abgerufen am: 30. Dezember 2013
    6. Camouflage, Peter Heppner - Count on me. youtube.com, abgerufen am 31. März 2015.
    7. a b Liste der Echopreisträger bei der Echo-Homepage zuletzt aufgerufen am: 26. Oktober 2013.
    8. Wir sind wir bei wolfsheim.de zuletzt aufgerufen am: 26. Oktober 2013.
    9. Wir sind wir bei forum.atb-music.com zuletzt aufgerufen am: 26. Oktober 2013.
    10. Damals nach der DDR bei spin.de zuletzt aufgerufen am: 26. Oktober 2013.
    11. Damals nach der DDR bei mdr.de zuletzt aufgerufen am: 20. Oktober 2013.
    12. Heppner gründet Videofirma bei medienkonverter.de zuletzt aufgerufen am: 27. Oktober 2013.
    13. Peter Heppner spricht für „Blauer Planet“! hanseklang.eu, abgerufen am 17. März 2014.
    14. Blauer Planet (8) - Monster Release und Prelistening. hanseklang.eu, abgerufen am 17. März 2014.

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