Evan Rachel Wood

  • Evan Rachel Wood (* 7. September 1987 in Raleigh, North Carolina; eigentlich Evan Rachael Wood) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Bereits als Kinderdarstellerin seit Mitte der 1990er Jahre aktiv, wurde sie einem internationalen Publikum vor allem durch ihre preisgekrönte Hauptrolle in dem Spielfilm Dreizehn (2003) bekannt. Sie hat bis heute in über 30 Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt.

    Leben

    Kindheit und erste Filmrollen

    Schon als Kind spielt Evan Rachel Wood in den Theaterstücken ihres Vaters Ira David Wood III., der in einem Park in Raleigh ein experimentelles Theater namens Theatre In The Park gegründet hat. Wood tritt dort u. a. neben ihrem Vater, ihrer Mutter Sara Lynn Moore und ihren zwei älteren Brüdern Dana, der heute ein Musiker ist, und Ira David Wood IV auf. Im Alter von fünf Jahren bewirbt sie sich um die Rolle des kindlichen Vampirs Claudia in Neil Jordans Interview mit einem Vampir. Der Part geht an die fünf Jahre ältere Kirsten Dunst.

    Nach der Scheidung der Eltern im Jahr 1996 zieht Wood mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Ira nach Los Angeles. Dort sammelt sie Erfahrung als Schauspielerin im Fernsehen, unter anderem mit Auftritten in den Serien American Gothic und Touched By An Angel. 1998 bekleidet sie den kleinen Part von Sandra Bullocks Filmtochter in der Kinokomödie Zauberhafte Schwestern und übernimmt die Hauptrolle in Timothy Huttons Regiedebüt Träume bis ans Ende der Welt. In dem Drama agiert sie neben Kevin Bacon und Mary Stuart Masterson als verstörte Harriet, die nach dem Tod ihrer Mutter Trost bei einem 30-jährigen behinderten Mann sucht. Nach ihrer Rolle als Chloe Waters in der dritten Staffel der Krimiserie Profiler, ist Wood in der von Kritikern hochgelobten Familienserie Noch mal mit Gefühl (Once and Again) zu sehen. Als Jessie Sammler gibt sie den magersüchtigen Teenagern Amerikas ein Gesicht und wird u. a. im Jahr 2000 für einen YoungStar Award als beste jugendliche Darstellerin in einer Fernsehdramaserie nominiert.

    Durchbruch mit „Dreizehn“

    Im Jahr 2002 spielt Evan Rachel Wood in Andrew Niccols Mediensatire S1m0ne die Filmtochter von Al Pacino und Catherine Keener, die den Schwindel um einen fiktiven Medienstar aufdeckt. Ein Jahr später gelingt ihr mit der Hauptrolle in Catherine Hardwickes Drama Dreizehn der Durchbruch im Filmgeschäft. Für ihr Porträt der 13-jährigen Musterschülerin Tracy, die durch die Freundschaft zur angesagten Mitschülerin Evie (gespielt von Nikki Reed) in eine Welt voll Konsum, Drogen und Sex entgleitet, wird sie von den Kritikern gefeiert und 2004 neben so etablierten Schauspielerinnen wie Nicole Kidman (Unterwegs nach Cold Mountain) oder Uma Thurman (Kill Bill: Vol. 1) als beste Hauptdarstellerin in einem Drama für den Golden Globe nominiert.

    Mittlerweile gilt Wood in Hollywood als eine der talentiertesten Nachwuchsschauspielerinnen Seit 2009 war sie als die glamouröse wie bankrotte Vampir-Königin Sophie Anne Leclerq in der HBO-Serie True Blood zu sehen.

    Privatleben

    Von 2005 bis 2006 war Wood mit dem britischen Schauspieler Jamie Bell liiert, den sie 2005 beim Sundance Film Festival kennengelernt hatte.

    Zurzeit lebt Evan Rachel Wood in New York. In einem Interview mit dem Magazin Marie Claire spricht Wood über ihre Bisexualität. Wood verfügt über eine Gesangs- und Tanzausbildung und besitzt den Schwarzen Gürtel in Taekwondo. Zu ihren Hobbys gehören Schwimmen, Rollerbladen und Reiten.

    Filmografie (Auswahl)

    • 1998: Träume bis ans Ende der Welt (Digging to China)
    • 1998: Zauberhafte Schwestern (Practical Magic)
    • 1999: Noch mal mit Gefühl (Once and Again)
    • 1999: Roadblock (Detour)
    • 2001: Emilys Geheimnisse (Little Secrets)
    • 2002: S1m0ne
    • 2003: Dreizehn (Thirteen)
    • 2003: CSI: Den Tätern auf der Spur (Folge 3.12)
    • 2003: The Missing
    • 2005: High School Confidential (Pretty Persuasion)
    • 2005: An deiner Schulter (The Upside of Anger)
    • 2005: San Fernando Cowboy (Down in the Valley)
    • 2006: Krass (Running With Scissors)
    • 2006: Happy Fish – Hai-Alarm und frische Fische (Shark Bait, Stimme)
    • 2007: King of California
    • 2007: Das Leben vor meinen Augen (The Life Before Her Eyes)
    • 2007: Terra
    • 2007: Across the Universe
    • 2008: The Wrestler
    • 2009: Whatever Works – Liebe sich wer kann (Whatever Works)
    • 2009–2011: True Blood (Fernsehserie)
    • 2010: Die Lincoln Verschwörung (The Conspirator)
    • 2010: Mildred Pierce (Miniserie)
    • 2011: The Ides of March – Tage des Verrats (The Ides of March)
    • 2013: Lang lebe Charlie Countryman (The Necessary Death of Charlie Countryman)
    • 2013: iLove: geloggt, geliked, geliebt (A Case of You)
    • 2014: Barfuß ins Glück (Barefoot)

    Auszeichnungen

    Golden Globe Award

    • 2004: nominiert als Beste Hauptdarstellerin (Drama) für Dreizehn
    • 2012: nominiert als Beste Nebendarstellerin – Serie, Mini-Serie oder Fernsehfilm für Mildred Pierce

    Emmy

    • 2011: nominiert als Nebendarstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für Mildred Pierce

    Weitere

    Bratislava International Film Festival

    • 2003: Spezielle Ehrung für Dreizehn

    Broadcast Film Critics Association Awards

    • 2004: nominiert als Beste jugendliche Darstellerin für Dreizehn

    Golden Satellite Awards

    • 2004: nominiert als Beste Hauptdarstellerin (Drama) für Dreizehn

    Las Vegas Film Critics Society Awards

    • 2004: Beste jugendliche Darstellerin für Dreizehn

    MTV Movie Awards

    • 2004: nominiert als Beste Newcomerin für Dreizehn

    Phoenix Film Critics Society Awards

    • 2004: Beste Newcomerin für Dreizehn

    Prism Awards

    • 2004: Beste Darstellerin für Dreizehn

    Screen Actors Guild Awards

    • 2004: nominiert als Beste Hauptdarstellerin für Dreizehn

    Young Artist Awards

    • 1999: nominiert als Beste jugendliche Darstellerin für Zauberhafte Schwestern
    • 2000: nominiert als Beste jugendliche Darstellerin in einer Fernsehdramaserie für Profiler
    • 2001: Bestes Schauspielensemble in einer Fernsehserie für Nochmal mit Gefühl (zusammen mit Meredith Deane und Julia Whelan)
    • 2003: nominiert als Beste jugendliche Hauptdarstellerin für Little Secrets
    • 2004: nominiert als Beste jugendliche Hauptdarstellerin für The Missing

    Young Hollywood Awards

    • 2003: Beste Newcomerin (zusammen mit Mila Kunis)

    YoungStar Awards

    • 1999: Beste jugendliche Darstellerin in einer Fernsehminiserie oder Fernsehfilm für Down Will Come Baby
    • 2000: Beste jugendliche Darstellerin in einer Fernsehdramaserie für Nochmal mit Gefühl

    Weblinks

    Einzelnachweise

    1. The Guardian: Evan Rachel Wood: 'I didn't want to fizzle out', Monday 24 October 2011.
    2. vgl. O’Toole, Lesley: Distress princess. In: The Guardian, 24. Juni 2006, The Guide, S. 8
    3. vgl. Nordyke, Kimberly: Cannon, Wood, McAvoy all break through bei hollywoodreporter.com, 25. Mai 2007, News
    4. Evan Rachel Wood on Tribeca Film ‘Case Of You,’ Coming Out as Bisexual, Her Pregnancy, and More - 2013
    5. vgl. Leischow, Dagmar: „Bei mir trifft das Gute auf das Fiese“. In: Welt am Sonntag, 27. Mai 2007, Ausg. 21/2007, S. 86
    6. vgl. Maher, Kevin: It’s been a hard day’s night. In: The Times, 27. September 2007, S. 16
    7. vgl. Marilyn Manson von 21-jähriger Freundin abserviert bei spiegel-online.de, 7. November 2008
    8. people.com
    9. Lenka Hladikova: True Blood: Evan Rachel Wood ist Mutter geworden. In: Serienjunkies.de. 31. Juli 2013. Abgerufen am 31. Juli 2013.
    10. vgl. Evan Rachel Wood Transforms Herself … Again bei marieclaire.com, 14. September 2011

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