Pretenders

  • The Pretenders sind eine britische Rockband, die sich nach dem Song The Great Pretender von The Platters benannt hat.

    Geschichte

    The Pretenders wurden 1978 von Chrissie Hynde gegründet. Die Anfangsbesetzung bestand aus Hynde, James Honeyman-Scott, Pete Farndon und Gerry Mackleduff. Letzterer wurde sehr bald durch Martin Chambers ersetzt.

    Die erste veröffentlichte Single, Stop Your Sobbing, war eine Coverversion eines Kinks-Songs. Sie wurde von Nick Lowe produziert und erreichte, ebenso wie die zweite Single Kid, Platz 33 der britischen Charts. Ende 1979 spielten die Pretenders bei den Concerts for the People of Kampuchea.

    Im Januar 1980 erschien das Debütalbum Pretenders, das sich insbesondere in den USA gut verkaufte und von der Kritik sehr gelobt wurde:

    Das namenlose zweite Album von 1981 sowie die Singles Talk of the Town, Message of Love und I Go to Sleep hatten ähnliche Erfolge. Auf einer USA-Tournee im selben Jahr verletzte sich Chambers eine Hand, im Dezember die andere, weshalb viele Konzerte abgesagt werden mussten.

    Am 14. Juli 1982 wurde Farndon wegen seiner Heroinabhängigkeit von der Band gefeuert, zwei Tage später starb Honeyman-Scott an einer Überdosis Kokain. Dadurch kam es zu einigen Besetzungswechseln. Als Ersatz für Farndon kam zunächst Tony Butler, der jedoch bald darauf die Band wieder verließ um sich Big Country anzuschließen. Sein Nachfolger wurde Malcolm Foster. Statt Honeyman-Scott kam erst Billy Bremner von Rockpile, dann Mick Green und schließlich Robbie McIntosh. Farndon starb im April 1983.

    Anfang 1983 kam die Single Back on the Chain Gang auf den Markt, die Honeyman-Scott gewidmet ist Als Singles wurden weiterhin Middle of the Road und Show Me ausgekoppelt. 1985 wirkten die Pretenders bei Live Aid mit.

    Auf der von Jimmy Iovine produzierten 1986er LP Get Close spielten außer Hynde und McIntosh T. M. Stevens (Bass) und Blair Cunningham (Schlagzeug). Als Singles erschienen Don’t Get Me Wrong, Hymn to Her und If There Was a Man (nicht aus dem Album, sondern dem 1987er James-Bond-Film Der Hauch des Todes).

    1987 kam der Keyboarder Bernie Worell zur Band. Außerdem erschien der Sampler The Singles.

    1990 erschien Packed! mit Gaststars wie Johnny Marr (The Smiths), Tim Finn (Crowded House), Dominic Miller (Sting) und den Singles Never Do That und Sense of Purpose.

    Erst 1994 kam The Last of the Independents auf den Markt, auf dem Hynde, Chambers, McIntosh, Andy Hobson (Bass) und Adam Seymour (Gitarre) spielten und von der I’ll Stand by You, Night in My Veins und 977 als Singles ausgekoppelt wurden. 1995 wurde das Live-Album The Isle of View veröffentlicht.

    Das 1999er Album Viva el Amor bekam ausgezeichnete Kritiken. Außerdem erschienen die LP Loose Screw (2002) und die Single The Losing (2003). 2005 wurden die Pretenders in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Im Oktober 2008 erschien dann Break Up the Concrete. Das Album erschien 2009 noch einmal auf dem Markt, ergänzt um eine 22 Songs umfassende "Best of"-CD. Chrissie Hynde benutzte für "Break up the Concrete" jedoch den Bandnamen nur als Vehikel für ein verkapptes Soloalbum und spielte es mit lauter Musikern ein, die nie Pretenders-Mitglieder waren.

    Diskografie

    Singles

    Einzelnachweise

    1. a b c UK Top 40 Hit Database
    2. UK Top 40 Hit Database
    3. http://www.allmusic.com/album/mw0000387388
    4. a b c SWR 3 - Täglich Pop: 16.06.1982 - James Honeyman-Scott von den Pretenders stirbt
    5. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK US

    Weblinks

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